Endoskopische Therapie von Frühkarzinomen

Endoskopische Therapie von Frühkarzinomen

Krebsfrühformen des Magen-Darm-Traktes können heute schonend und sicher endoskopisch behandelt werden.

Die Helios HSK Wiesbaden hat einen besonderen Ruf im Bereich der endoskopischen Therapie der Frühkarzinome des Magen-Darm-Traktes. Die Therapie von Speiseröhrenkrebs, insbesondere des sogenannten Barrettkarzinoms, wird seit über 15 Jahren mit exzellentem Erfolg durchgeführt. Aber auch Frühkarzinome des Magens und des Dickdarms werden an unserer Klinik mit hoher Expertise und Erfolg durchgeführt.

Barrett-Frühkarzinom

Das sogenannte Barrett-Karzinom der unteren Speiseröhre wird durch die Refluxerkrankung ausgelöst. Es wächst oft flächig innerhalb einer besonderen Schleimhautveränderung, die nach dem Erstbeschreiber als Barrett-Ösophagus bezeichnet wird. Der Nachweis von Dysplasien (Krebsvorstufen) zeigt dabei an, dass eine Krebsentstehung droht. Umschriebene Krebsvorstufen oder frühe Krebsformen können heute zuverlässig endoskopisch entfernt werden. Dies erfolgt in der Regel mit der sogenannten endoskopischen Mukosaresektion (EMR). Hierbei wird der betroffene Bereich in eine Kappe oder einen sogenannten Ligaturaufsatz eingesaugt und mit einer Schlinge abgetragen. Die Therapie ist damit aber noch nicht zu Ende. Die umliegende Schleimhaut muss ebenfalls entfernt werden, damit das Risiko für das Auftreten von neuen Krebsvorstufen minimiert wird. Hierzu stehen an unserer Klinik verschiedene Verfahren wie die Radiofrequenzablation, die Argonplasmakoagulation oder die Kryoablation zur Verfügung. Es wird individuell entschieden, welches Verfahren für den betroffenen Patienten am besten geeignet ist. Vor und nach der endoskopischen Therapie ist es wichtig, dass der Patient dauerhaft einen Säureblocker einnimmt. Nur so kann gewährleistet werden, dass nicht wieder erneut eine Barrettschleimhaut entsteht, und die Schleimhaut nach der erfolgten Therapie gut abheilen kann.

Magenkarzinom

Frühe Magenkarzinome, die auf die Magenschleimhaut beschränkt sind, können endoskopisch entfernt werden. In Studien hat sich gezeigt, dass es besonders vorteilhaft ist, wenn das befallene Gewebe "in einem Stück" entfernt wird. Hierzu verwenden wir eine besondere endoskopische Technik. Die "Endoskopische Submukosadissektion" bedeutet, dass das betroffene Gewebe nach der Anhebung mit Flüssigkeit mit einem speziellen endoskopischen Messer abpräpariert wird. Mit kleinen Schnitten wird das Gewebe unterhalb der betroffenen Schleimhaut gelöst. Dadurch können auch größerer Areale "en bloc" entfernt werden. Diese Art der Therapie ist zeitintensiv (1-3 Stunden) und wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Die Erholung nach solch einem Eingriff erfolgt in der Regel nach wenigen Tagen. Wichtig ist es nach dem Eingriff für 4-6 Wochen Säureblocker einzunehmen, damit die Heilung unterstützt und beschleunigt wird.

Dickdarmkarzinom

Das Dickdarmkarzinom ist der zweithäufigste Krebs bei Frauen und Männern. Vor diesem Hintergrund ist die Vorsorge so wichtig. Ab dem 55. Lebensjahr ist eine Dickdarmspiegelung zu empfehlen. Liegt Dickdarmkrebs in der Familie vor, sollte die erste Spiegelung schon mit 40 Jahren erfolgen. Krebsvorstufen sind Polypen (gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut), die während der Dickdarmspiegelung entfernt werden können. Sollten diese Polypen schon sehr groß sein, an einer ungünstigen Stelle liegen oder aber schon eine bösartige Komponente haben, so erfolgt häufig eine Zuweisung in unsere Klinik. Wir haben eine besondere Expertise, mit verschiedenen endoskopischen Techniken (EMR, ESD und endoskopische Vollwandresektion) diese Veränderungen komplett und dauerhaft zu entfernen. Wir beraten Sie gerne, welches Verfahren sich für Sie besonders eignet. Die zum Teil komplexen Prozeduren führen wir im Rahmen eines stationären Aufenthaltes durch. Die Patienten sind dafür in der Regel 1-2 Tage in unserer Klinik.

So erreichen Sie uns

Sie haben Fragen oder möchten sich über unsere Leistungen informieren? Dann vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns.
Sprechzeiten

Bauchzentrum: Allgemeine Sprechstunde der Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie

Bauchzentrum: Allgemeine Sprechstunde der Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie

Telefon

(0611) 43-2091
Nach Terminvereinbarung