Informationen für Ärzte und Studenten

Informationen für Ärzte und Studenten

Das Helios Gefäßzentrum Wiesbaden - Rheingau - Taunus bietet an den Standorten Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden, Helios Klinik Bad Schwalbach - mit Sprechstunden in der Helios Klinik Idstein und Helios Klinik Erlenbach ein standortübergreifendes Spektrum eines Maximalversorgers in der Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen.

Sämtliche offenen und endovaskulären Aspekte der modernen Gefäßtherapie werden im Team durchgeführt. Die internistisch angiologische Diagnostik und Patientenführung liegt in den Händen von Dr. Savvidis an der HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden und Dr. Podlich an der HELIOS Klinik Bad Schwalbach in enger Zusammenarbeit mit Dr. Umscheid. Hinsichtlich der indikatorischen Abklärung steht jeweils eine Sprechstunde an der HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden und im MVZ der HELIOS Klinik Bad Schwalbach bei Dr. Umscheid zur Verfügung. Zusätzlich ist in Wiesbaden eine gefäßchirurgische Sprechstunde am MVZ der HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden angegliedert.

Es wird das ganze Spektrum der Aortenerkrankungen mit Ausnahme der Aorta aszendens abdeckt. Beginnend mit dem Aortenbogen werden alle Aneurysmen und Dissektionserkrankungen der Aorta mit den derzeit üblichen offenen und endovaskulären Methoden behandelt. Dr. Thomas Umscheid deckt in seiner Person vor allem die komplexen endovaskulären Methoden der thorakalen, thorakoabdominellen und abdominellen Aorta ab. Dies ergänzt sich sehr gut mit der langjährigen Erfahrung von PD Dr. Achim Neufang in der offenen Chirurgie der thorakalen, thorakoabdominellen und abdominellen Aorta, die auch die Verwendung der extrakorporalen Zirkulation mit der Herz-Lungenmaschine einschließt. Es besteht eine spezielle Sprechstunde für Aortenerkrankungen und ein Nachsorgeprogramm

Es werden alle offenen und endovaskulären Verfahren durch das Gefäßteam und die Kooperation mit der Radiologie an der Helios Dr. Horst Schmidt Klinik durchgeführt. Im Bereich der infrarenalen Aorta und der Beckengefäße liegt der Schwerpunkt auf den modernen endovaskulären Verfahren mit Stentangioplastie und Stentgraftanwendung. Hier werden die klassischen offenen Operationsmethoden in Form des aortofemoralen Bypasses im Vergleich zu den endovaskulären Techniken deutlich seltener angewandt.

In der Oberschenkel- und Unterschenkelregion besteht das Prinzip einer sich an der Morphologie und dem Risikoprofil des Patienten orientierenden Vorgehensweise, die in einer täglichen gemeinsamen Besprechung festgelegt wird. Wann immer anhand des Arteriosklerosemusters sinnvoll, werden die endovaskulären Methoden bevorzugt. Gerade beim alten Risikopatienten bevorzugen wir die endovaskulären Verfahren. Es besteht aber auch eine große Expertise für die peripheren Bypassrekonstruktionen bei der chronisch kritischen Extremitätenischämie mit drohender Gliedmaßenamputation in der Person von PD Dr. Achim Neufang. Speziell die sehr distale (pedale) Bypasschirurgie oder Wiederholungseingriffe bei schon multipel endovaskulär oder offen vorbehandelten Patienten werden in großem Umfang betrieben. In der peripheren Bypasschirurgie wird konsequent das Prinzip der voll autologen Rekonstruktion mit autologer Vene verfolgt. Durch ein gut funktionierendes Nachsorgeprogramm in Kooperation mit niedergelassenen Gefäßspezialisten gelingt es frühzeitige Rezidive festzustellen und in den meisten Fällen durch eine gezielte, meist endovaskuläre, Therapie den erneuten Verschluss abzuwenden.

Sollten sich von Seite des betreuenden Hausarztes zu der Vorgehensweise im Einzelnen Fragen ergeben, wie z.B. bei der antikoagulatorischen Therapie, stehen wir jederzeit telefonisch oder per e-mail zur Verfügung.

Hier werden vor allem neben dem Aspekt des ischämischen diabetischen Fußsyndroms alle Formen der offenen Läsionen und Infekte mit den modernen Methoden der Wundbehandlung (Vakuumversiegelung, Defektdeckung durch Transplantate und Minoramputationen) angeboten. Hierunter fallen auch die Knochenresektionen und auch die Majoramputation, die allerdings seltener geworden ist.

Die Indikationsstellung in der Carotis-Chirurgie erfolgt in Kooperation mit der neurologischen Klinik und der Neuroradiologie. Es werden auch hier alle gängigen Operationsverfahren, endovaskulären Verfahren oder auch Hybridverfahren durchgeführt. Bei Verschlussprozessen oder Aneurysmen der supraaortalen Gefäße werden, dort wo es möglich ist (wie z.B. proximaler Verschluss der A. subclavia), endovaskuläre Verfahren bevorzugt. Bei den sehr seltenen schweren chronischen Durchblutungsstörungen des Armes mit ausgedehnten Verschlüssen werden autologe Venenbypasses bevorzugt.

Die Durchblutungsstörungen des Darmes und der Nierenarterien werden zusammen mit der Klinik für Gastroenterologie behandelt. Die Indikationsstellung zu den einzelnen Verfahren (offene Bypasschirurgie oder Stentangioplastie) richtet sich auch hier nach dem individuellen Muster der Verschlussprozesse und dem Allgemeinzustand des Patienten. In der offenen Chirurgie werden autologe Implantate bevorzugt.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Rheumatologie unter der Leitung von Fr. Prof. Märker-Hermann, die zur Gründung eines Vaskulitiszentrums geführt hat, in das auch niedergelassene Kolleginnen und Kollegen eingebunden sind. Hier dominiert natürlich die konservative Vorgehensweise.

Die Diagnostik von Venenerkrankungen erfolgt sowohl über das MVZ der HELIOS Klinik Bad Schwalbach als auch an der HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden und in der angiologischen Sprechstunde bei Dr. Savvidis.

Shuntanlagen und -korrekturen werden zusammen mit der nephrologischen Klinik als auch mit kooperierenden Praxen angeboten. Die Implantation von Portsystemen wird für die onkologische Klinik durchgeführt.

In der Gefäßchirurgie besteht ein spezielles Interesse an den Ergebnissen der peripheren Revaskularisationstechniken und der Chirurgie von Gefäßinfektionen. Hier ist auch die Möglichkeit für eine Dissertation gegeben. Die Rotation der Studenten im praktischen Jahr durch die Gefäßchirurgie im Rahmen ihres chirurgischen Tertials ist eine feste Einrichtung. Es wird ein systematischer Unterricht in der Gefäßmedizin im Rahmen des Praktischen Jahres angeboten.

Farmulaturen und Hospitation sind jeweils nach Anmeldung möglich.