Leistungen

Kreißsaal

Kreißsaal

Wenn Sie regelmäßige Wehen haben oder die Fruchtblase platzt, stehen wir mit unserem erfahrenen Team für Sie bereit.

Begleitung während der Geburt

Der Kreißsaal soll ein Ort der Ruhe sein. Daher bitten wir Sie aus Rücksichtnahme auf andere Schwangere und die Neugeborenen:

  • Legen Sie sich auf zwei feste Begleitpersonen fest
  • Bei geplanten Kaiserschnitten bitte nur eine feste Begleitperson
  • Wir bitten Sie, auf einen Wechsel dieser Personen zu verzichten, da dies zu großer Unruhe im Kreißsaalbereich führt
  • Nach der Geburt verbringen Sie ca. 2-3 Std. im Kreißsaal. Nach der Verlegung auf die Station sind weitere Besucher zu den Besuchszeiten gerne willkommen

Auch an den Helios HSK verlaufen die meisten Schwangerschaften normal und die Geburt gehört zu den bewegendsten, schönsten und bedeutsamsten Ereignissen im Leben der Eltern und der Familie. Selbstverständlich haben Familien- und Stillfreundlichkeit bei uns oberste Priorität: Unser Team von sehr erfahrenen Hebammen gibt der werdenden Mutter das Gefühl von Fürsorge und Vertrauen. Sie fragen die werdenden Eltern nach Ihren Vorstellungen und Wünschen zur Geburt, um diese gemeinsam zu gestalten. Unmittelbar nach der Geburt und natürlich auch nach einem Kaiserschnitt, wird das erste Anlegen zum Stillen im Kreißsaal ermöglicht. Alle Mütter werden intensiv dazu motiviert, um die so wichtige, frühe Bindung des Kindes an die Mutter zu fördern.

Muttermilch ist optimal zusammengesetzt und temperiert, sicher und immer parat, ganz zu schweigen vom Wärme- und Glücksgefühl der Mutter beim Stillen ihres Kindes.

In unserem Kreißsaal ist eine Wassergeburt ohne Voranmeldung möglich. Folgende Voraussetzungen müssen hierfür allerdings erfüllt werden:

  • Ab der 37. SSW ist eine Wassergeburt möglich.
  • Die Herztöne Ihres Kindes müssen gut sein, d.h. wenn das Baby durch die Wehen Anzeichen von "Stress" zeigt, muss eine Wassergeburt abgebrochen werden.

Bitte teilen Sie uns Ihren Wunsch nach einer Wassergeburt frühzeitig mit, damit wir organisatorisch darauf eingehen können.

Wenn eine normale Geburt bei Ihnen nicht möglich ist, sollten Sie im Rahmen einer Geburtsplanung in unserer Pränatal-Ambulanz einen Termin für den geplanten Kaiserschnitt festlegen.

Wir verfügen über einen Operationsraum in unserem Kreißsaalbereich. Sowohl vor als auch nach der operativen Entbindung werden Sie von Hebammen und Kreißsaal-Ärzten betreut. Geplante und ungeplant notwendige Kaiserschnitte finden im kreißsaaleigenen OP statt.

In unserer Klinik wird der sog. „sanfte Kaiserschnitt“ durchgeführt. Bei dieser Methode (Misgav Ladach) wird das Gewebe auseinander gedehnt und nur das Nötigste geschnitten. So hat die Mutter nach der Geburt weniger Schmerzmittelbedarf und das Gewebe kann besser heilen, da weniger Gefäße und Nervenbahnen verletzt werden.

Bei geplantem Kaiserschnitt findet die Vorbereitung (Aufklärungen durch Geburtshelfer, Hebammen und Anästhesisten, Blutentnahme, etc.) ambulant statt. Die stationäre Aufnahme erfolgt erst am OP-Tag selbst. Vor- und Nachbetreuung im Kreißsaal durch Hebammen und Kreißsaal-Ärzte.

Findet der Kaiserschnitt in Teilnarkose (Spinal- oder Periduralanästhesie) statt, darf der Vater oder eine andere Begleitperson im OP mit anwesend sein. Nur in seltenen Fällen ist eine Vollnarkose notwendig. In der Regel können Sie den ersten Schrei Ihres Babys live miterleben.

Gleich zwei- (oder mehr?)- herzlichen Glückwunsch!

Bei einer Zwillingsschwangerschaft ist sowohl eine vaginale Geburt als auch ein Kaiserschnitt möglich, bei einer Drillingsschwangerschaft ist ein Kaiserschnitt notwendig. Die Empfehlung des Entbindungsmodus für Zwillinge hängt von vielen Faktoren ab:

  • Teilen sich die Kinder eine Fruchthöhle oder besitzen beide eine eigene Fruchthöhle?
  • Sind die Kinder in ihrem geschätzten Gewicht sehr unterschiedlich?
  • In welcher Position liegt das vorangehende Kind?

Damit wir diese Fragen mit Ihnen besprechen können, sollten Sie sich sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin in unserer Pränatal-Ambulanz vorstellen (Überweisung durch den Frauenarzt zur sog. "Geburtsplanung").

Drei bis Fünf Prozent aller Kinder liegen in der sog. Beckenendlage, also mit dem Köpfchen nach oben und dem Steiß nach unten. Ist die Schwangerschaft bisher ohne Probleme verlaufen, liegen keine Erkrankungen Ihrerseits oder Ihres Kindes vor, ist bei reifem Kind auch eine normale Geburt aus Steißlage möglich und so sicher wie eine Geburt aus Schädellage: vorausgesetzt, sie findet in einem Perinatalzentrum mit reichlich Erfahrung statt. Auch eine äußere Wendung des Kindes ist möglich, die Erfolgsrate liegt bei diesem Verfahren bei 50 Prozent.

Um den Geburtsweg Ihres Kindes zu planen, ob Kaiserschnitt, äußere Wendung oder normale Geburt bei einer Beckenendlage sinnvoll ist, vereinbaren Sie bitte einen Termin zur "Geburtsplanung" in unserer Pränatal-Ambulanz in der 34./35.SSW. Ihr Frauenarzt wird Ihnen eine Überweisung zu diesem Termin ausstellen.

Bei diesem Termin schauen wir uns die genaue Lage ihres Kindes an, schätzen das Gewicht und erfassen Ihren bisherigen Schwangerschaftsverlauf und Ihre Vorerkrankungen, um mit Ihnen den optimalen Geburtsmodus zu besprechen.

Schmerzempfinden ist von Frau zu Frau völlig unterschiedlich. Ob und wann Sie ein Schmerzmittel wünschen, entscheiden Sie selbst. Hier ein kurzer Überblick über die Möglichkeiten der Schmerztherapie während der Geburt:

  • Alternative Möglichkeiten zur Erleichterung des persönlichen Umgangs mit dem Schmerz durch Homöopathie, Massagen mit Aromaölen oder Akupunktur
  • Medikamentöse Schmerztherapie: z.B. Buscopan, DolantinRegionalanästhesien: Patientenkontrollierte Periduralanalgesie (PCEA), "Walking PDA", Pudendusblock

Selbstverständlich sind alle Schmerzmittel so ausgewählt, dass sie Ihrem Kind nicht schaden!

Unvorstellbar: Eine Trennung von Mutter und Kind nach der Geburt. Aber manchmal ist die Verlegung eines Kindes notwendig, kommt es viel zu früh zur Welt, zeigt es nach der Geburt Anpassungsstörungen, hat eine verstärkte "Gelbsucht", eine Infektion o.ä. oder muss durch ein bereits vor der Geburt bekanntes Problem in die Kinderklinik verlegt werden. Hier im Perinatalzentrum ist Ihr Kind, sollte es in der Kinderklinik versorgt werden müssen, trotz räumlicher Trennung nur einen kleinen Fußweg innerhalb des Hauses von Ihnen entfernt oder sogar mit Ihnen zusammen in der Kinderklinik.

Nach der Geburt besteht außerdem die Möglichkeit, die Kinderärzte zu einem Konsil in den Kreißsaal zu bitten, um dort Ihr Kind zu untersuchen, um es zunächst trotz vielleicht kleiner Anpassungsstörungen bei Ihnen zu belassen, um es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu untersuchen. Wird das Kind außerhalb unserer Klinik geboren und benötigt die Hilfe der Kinderärzte, müssen diese Ihr Kind umgehend mitnehmen, ohne dass Sie als Eltern mit in unsere Klinik übernommen werden können.

Nach ein paar Stunden wieder zuhause...

Wenn Sie sich nach der Geburt so gut fühlen, dass Sie am liebsten gleich wieder nach Hause gehen möchten, ist dies im Rahmen einer "ambulanten Geburt" möglich. Natürlich sollte es auch ihrem Baby gut gehen. Folgende Punkte müssen Sie hierbei beachten:

  • Der Mindestaufenthalt nach der Geburt beträgt 6 Stunden.
  • Die Namen der nachsorgenden Hebamme und des weiter betreuenden Kinderarztes müssen bei uns hinterlegt werden.
  • Sämtliche Pflichtuntersuchungen des Babys (U2, Stoffwechselscreening, Hörscreening) müssen dann ebenfalls ambulant von Ihnen selbst organisiert werden.
  • Wir bieten ein vorläufiges Stoffwechselscreening an, das jedoch nicht als vollständig aussagekräftig gewertet werden darf, da die Blutentnahme zu einem sehr frühen Zeitpunkt erfolgt. Eine Wiederholung des Screenings zu einem späteren Zeitpunkt muss dann durch die nachsorgende Hebamme oder den niedergelassenen Kinderarzt erfolgen.
  • Die Geburtenanmeldung beim Standesamt wird von uns vorbereitet, wenn Sie alle hierfür benötigten Unterlagen mitbringen (Heirats- oder Geburtsurkunde, ggf. Vaterschaftsanerkennung).