Zytoreduktive Chirurgie und HIPEC

Modernste Diagnostik, zytoreduktive Chirurgie und HIPEC bei Peritonealkarzinose und Tumoren des Bauchfells im engvernetzten interdisziplinären Bauchzentrum.

Eine Peritonealkarzinose galt lange Zeit als Endstadium einer gastrointestinalen Karzinomerkrankung. Die betroffenen Patienten wurden meistens einer palliativen Therapie mit nur sehr kurzen Lebenserwartungen zugeführt. Gleichzeitig galten chirurgische Verfahren als therapeutisch inadäquat, so dass viele Operationen bei denen sich eine Peritonealkarzinose fand, als onkologisch nicht sinnvoll frühzeitig abgebrochen wurden.

Seit den frühen 2000er Jahren änderten sich die Therapieoptionen der Peritonealkarzinose durch die erfolgreiche Einführung der zytoreduktiven Chirurgie (CRS - cytoreductive surgery) kombiniert mit anschließender hyperthermer intraperitonealer Chemotherapie (HIPEC) grundlegend. Die Kombination dieses multimodalen Therapiekonzeptes für Patienten mit UICC Stadium IV Tumorerkrankungen insbesondere mit peritoneal metastasierten gastrointestinalen Karzinomen stellt heute eine valide Therapieoption mit signifikanter Lebensverlängerung im Vergleich zu einer alleinigen Chemotherapie dar. Vor allem für das kolorektale Karzinom zeigt sich eine Verdopplung der Lebensverlängerung. So wurde dieses Therapiekonzept in die aktuelle S3 Leitlinie "Therapie des kolorektalen Karzinoms" mit einem Evidenzgrad 2a / starker Konsens als Therapiestrategie empfohlen. Neben Patienten mit peritonealen Metastasen des kolorektalen Karzinoms kommen ebenfalls das metastasierte Magen-, Appendix- und Ovarialkarzinom, Mesotheliome und das Pseudomyxoma peritonei für diese Therapie in Frage. Insbesondere die Qualität der operativen Zytoreduktion zeigt sich als besonders wichtig für die Gesamtprognose. Ziel ist es dabei alle makroskopisch sichtbaren Tumorknoten zu entfernen, und damit eine ausgedehnte Tumormassenreduktion durchzuführen. Dazu ist häufig eine sogenannte multiviszerale Resektion unumgänglich. Im Anschluss erfolgt die Lavage der Bauchhöhle mit hyperthermer Chemotherapielösung (ca 41-42°C). Erst die gleichzeitige Anwendung von Chemotherapie und Hyperthermie zeigte eine deutliche Zunahme lokaler zytotoxischer Effekte im Vergleich zu einer normothermen Perfusion der Bauchhöhle. Patienten, die für diese Therapie in Frage kommen, werden in unserer Klinik nach umfangreichen präoperativen Untersuchungen in den jeweils beteiligten Fachabteilung in einem interdisziplinären Tumorboard vorgestellt.

Im Anschluss erfolgt die interdisziplinäre Therapie durch ein speziell geschultes Team aus Chirurgen, Anästhesisten, Intensivmedizinern, Onkologen, Psycho-Onkologen, Physiotherapeuten und Pflegepersonal bis zur Entlassung der Patienten in die ambulante Versorgung mit anschließender adjuvanter Chemotherapie durch die jeweiligen niedergelassenen Onkologen.

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