Melisse - Ein Kraut für alle Fälle

Die Melisse, aufgrund ihres aromatisch-zitronigen Duftes auch als Zitronenmelisse bekannt, ist ein Alleskönner und besitzt sehr viele heilende Eigenschaften. Sie wirkt unter anderem beruhigend, belebend, nervenstärkend, kräftigend, krampflösend, schweißtreibend sowie leber-und galleanregend. Damit ist diese wohlriechende Pflanze ein Kraut für alle Fälle. Im Garten finden wir sie im Kräuterbeet als mehrjährige dunkelgrüne Staude. Zur Anwendung in der Medizin kommen die jungen Blätter vor Beginn der Blüte.

Die Pflanze hilft unserem Körper, Kalium besser aufzunehmen. Ihre Inhaltsstoffe machen das Blut dünnflüssiger, und sie ist ein gutes Mittel gegen Krampfadern und Kopfschmerzen. Melissentee löst Darmkrämpfe. Bei Reizüberflutung, Überarbeitung, Stress oder psychischer Überlastung wirkt der Tee zudem beruhigend. Zitronenmelisse gilt auch als „Frauenkraut“, denn sie lindert Schmerzen beim prämenstruellen Syndrom (PMS), bei Krämpfen während der Menstruation und bei Wechseljahresbeschwerden.

Darüber hinaus wird die Melisse auch als Gewürz in der Küche eingesetzt. Im Sommer lässt sich aus einigen Melissenstängeln, die für einige Stunden in kaltem Wasser eingelegt werden und einem Schuss Orangensaft eine erfrischende und wohlschmeckende Limonade herstellen.

Melissengeist auf alkoholischer Basis, der als Arzneimittel in Apotheken erhältlich ist, dient für Einreibungen bei Gelenkschmerzen, rheumatischen Schmerzen und Neuralgien. Melissentee kann man aus frischen und getrockneten Blättern herstellen. Bei Tee aus frischen Blättern, kann die doppelte Menge verwendet werden. Als Faustregel gilt 2 Teelöffel getrocknete oder 4 Teelöffel frische Blätter auf 250 ml kochendes Wasser geben und etwa 10 Minuten ziehen lassen.