Kapuzinerkresse – Farbenpracht im Garten und im Salat

Die bekannteste Variante, die am häufigsten in unseren Gärten vorkommt, ist die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus). Sie ist reich an Senfölen, ihre Blüten sind essbar und eine Augenweide aufgrund ihre leuchtenden Farben. Jeder Salat erhält mit den Blüten eine scharf-würzige Note. Die Blütenknospen und die unreifen einsamigen Früchte, die aus der Blüte entstehen, dienen in Essig eingelegt als Kapernersatz – so genannte „falsche Kapern“. Die ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika stammende Kapuzinerkresse ist eine einfach zu kultivierende Garten- und Balkonpflanze. Die Blüten ähneln den Kapuzen von Mönchskutten und liefern der Pflanze ihren Namen. Die Pflanzenfamilie umfasst rund 90 Arten.

Die Senföle Pflanze haben erwiesenermaßen eine antibiotische Wirkung. Bereits die Ureinwohner Südamerikas wussten um die heilende Wirkung der Kapuzinerkresse bei Infekten der oberen Atemwege und der Harnwege. Dazu wird aus den frischen Blättern und Blüten ein Aufguss hergestellt und getrunken. Aber Vorsicht: Die scharfen Senföle wirken beim Verzehr größerer Mengen reizend auf den Magen-Darm-Trakt! Der Sud ist auch für die Haarpflege geeignet. Eine Spülung sorgt für duftendes Haar. Achtung: bei Säuglingen und Kleinkindern unter zwei Jahren sollte Kapuzinerkresse nicht angewendet werden.