Johanniskraut

Traditionell wird Johanniskraut als Symbol des Lichts und der Sonne zum Binden von Kränzen und Sträußen anlässlich der Sommersonnenwende verwendet. Heute ist das Kraut vor allem wegen seiner stimmungsaufhellenden Wirkung bekannt und gilt als "pflanzliches Antidepressivum". Schon die antiken Griechen und Römer haben die Wirkung geschätzt und genutzt. Die Pflanze ist inzwischen beinahe weltweit zu Hause.

Die Pflanze:
Das Johanniskraut ist eine krautige und aufrecht wachsende Pflanze, die zwischen 20 und 100 Zentimetern hoch wird. Die Wurzel der Pflanze verzweigt sich spindelförmig. Die Blätter sind länglich und vorne spitz zulaufend. Sie können drei bis vier Zentimeter lang werden. Die Blütezeit der Pflanze beginnt meist um den 24. Juni, der Johannistag. Johanniskraut bevorzugt magere, also ungedüngte Böden an sonnigen oder halbschattigen Standorten.

Wirkung:
Die Bestandteile Hypericin und Hyperforin wirken antidepressiv auf den Menschen. Daher wird die Heilpflanze in der Naturmedizin als nervenberuhigendes Mittel eingesetzt, das längerfristig für eine spürbare stimmungsaufhellende Wirkung eingenommen werden muss. Das Johanniskrautöl hat entzündungshemmende Eigenschaften. Bei Wunden, Verbrennungen und Verletzungen kurbelt das Öl die Heilung an.

Anwendung:
Johanniskraut wird innerlich als Tee und äußerlich als Johanniskrautöl, auch Rotöl genannt, angewendet. Zur Zubereitung eines Tees werden 2-4 g des Heilkrautes (1 Teelöffel entspricht etwa 1,8 g) mit kochendem Wasser übergossen und nach 5-10 Minuten durch ein Teesieb gegeben.

Warnung:

Hypericin soll die Haut lichtempfindlicher machen. Deshalb wird bei ständiger Einnahme von langen Sonnenbädern abgeraten oder eine Absetzung im Frühjahr und Sommer empfohlen.