Frauenmantel

In unserer Region gibt es kaum einen Garten ohne eine Art des Staudengewächses Frauenmantel (Alchemilla). Ihren Namen hat die Pflanze, weil ihre Blätter wie ein wehender Mantel einer Frau aussehen. Ihre heilende Wirkung entfaltet sie denn auch bei typischen Frauenleiden: Menstruationsstörungen, Schwangerschaftswunsch, Unterleibsschmerzen, Wechseljahresbeschwerden aber auch bei leichtem Durchfall. Die Wirkungen sind jedoch nicht wissenschaftlich belegt. Doch schon die Germanen und Römer setzten auf die Heilkraft des Frauenmantels und weihten ihn ihren Liebesgöttinnen Freya und Venus.

Die Pflanze wird bis etwa 30 cm hoch und bildet kleine unscheinbare goldgelbe bis grüne Blüten aus, die sich in knäuelförmigen Blütenständen anordnen. Frauenmantel gehört zu den Rosengewächsen, blüht von Mai bis September und kommt in Europa, Nordamerika und Asien vor.  

Anwendung
Die häufigste Darreichungsform ist der Tee, der aus dem getrockneten Kraut der Pflanze hergestellt wird. Die Blätter enthalten einen hohen Anteil an Gerbstoffen, die überwiegend zum Ellagitannin-Typ gehören. Gerbstoffe wirken auf der Haut und Schleimhäuften zusammenziehend, weil sie die Struktur von Eiweißen verändern und sich die oberen Zellschichten verfestigen. Kleine Wunden auf der Haut oder der Mundschleimhaut könne so schnell abgedichtet werden.

Wichtiger Hinweis!
Einige Menschen vertragen den hohen Gerbstoffgehalt des Frauenmantels nicht und reagieren mit Übelkeit. Zudem können Gerbstoffe die Aufnahme von Medikamenten im Darm verhindern. Daher ist es wichtig, mit dem Arzt oder Apotheker abzuklären, ob Frauenmantel zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen werden darf.