Fenchel – tolle Knolle mit Heilwirkung

Mit dem Fenchel (Foeniculum vulgare) wächst in unseren Gärten eine sehr vielseitige Pflanze, die wir als Gemüse, Gewürz und zur Linderung einiger Beschwerden nutzen können. Bereits seit der Antike wird die aromatische Pflanze bei Blähungen, Durchfall oder Sodbrennen verwendet. Zudem wird Fenchel bei Mundgeruch, Augenschmerzen, Depressionen und klassischen Frauenleiden eingesetzt.

Anwendung
Im Frühherbst sind Knolle und Früchte der Pflanze reif und können geerntet werden. Die Wurzeln und die Knolle werden roh als Salat oder gegart als Gemüse verzehrt. Aus den Früchten des Fenchels werden die heilpflanzlich wertvollen Samen gewonnen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und reichen vom altbewährten Fencheltee bis hin zur Herstellung von Extrakten wie Fenchelsirup oder Fenchelöl.

Tipps und Rezepturen
Innerliche Beschwerden, wie Verdauungsprobleme, verhaltener Milchfluss beim Stillen oder auch Kopfschmerzen und Melancholie werden seit Alters her mit Fencheltee behandelt. Für die Zubereitung gilt:

1 Teelöffel (TL) Fenchelsamen für 1 Tasse Tee

4 TL Fenchelsamen für einen 1 Liter Tee

Der Tee für muss etwa fünf bis zehn Minuten ziehen, bevor die Fenchelsamen abgesiebt und der Tee in kleinen Schlucken genossen werden kann.

Der als Fenchelsirup bekannte Fenchelhonig ist ein beliebtes Hausmittel gegen HustenErkältung und andere Atembeschwerden. Gerade in der Kinderheilkunde wird der Sirup als milde Arznei zur Unterstützung der Schleimlösung sowie zur Linderung des gereizten Halses benutzt. Bei Babys und Kleinkindern, die unter Blähungen leiden, hilft eine sanfte Bauchmassage mit Fenchelöl. Beide Produkte sind in Apotheken und Drogerien erhältlich.