Besuchsverbot - ab 1. September

Aufgrund der gestiegenen COVID-19-Infektionszahlen in Wiesbaden hat die Landeshauptstadt Wiesbaden per Allgemeinverfügung ab dem 1. September 2020 ein neues Besuchsverbot für die Wiesbadener Krankenhäuser verhängt.

Alle Infos zu den Ausnahmeregelungen finden Sie hier

 

(0611) 577-0

Behandlungsschwerpunkte

Unser Ziel ist es aus einer multidisziplinärren Perspektive individuell für und mit unseren Patientinnen und Patienten eine Wiederherstellung der Erholsamkeit des Schlafes zu erarbeiten.

Unsere Behandlungsschwerpunkte am Zentrum für interdisziplinäre Schlafmedizin sind:

  • Insomnie (Ein- und Durchschlafstörungen)

  • Parasomnien (z. B. Schlafwandeln, REM-Schlaf-Verhaltensstörung)

  • Bewegungsstörungen (z. B. Restless Legs Syndrom)

  • Hypersomnolenz (z. B. Narkolepsie)

  • Schnarchen / obstruktives Schnarchen

  • Obstruktive Schlafapnoe

  • Zentrale Schlafapnoe

  • Periodische Atmung / Cheyne-Stokes-Atmung
  • Hypoventilationssyndrom
  • Nächtliche Epilepsien


Als Insomnie bezeichnet man Ein- und/oder Durchschlafstörungen. Der Schweregrad ist abhängig von der Häufigkeit mit der die Schlafstörung auftritt. Zudem spielt die Beeinträchtigung des Tages-Befindens durch die Schlafstörung eine Rolle. So können Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Angst, Müdigkeit und Erschöpfung sowie Probleme im beruflichen oder sozialen Bereich auftreten.

Parasomnien sind Schlafstörungen, die hauptsächlich durch Verhaltensauffälligkeiten gekennzeichnet sind. Beispiele sind z.B. Schlaftrunkenheit, Schlafwandeln, Nachtschreck oder REM-Schlaf-Verhaltensstörung, Schlaflähmung oder Albträume.

Unter Bewegungsstörungen fallen z.B. schlafbezogene Beinmuskelkrämpfe und Zähneknirschen, allerdings auch die häufigste neurologische Erkrankung, das Restless-Legs-Syndrom. Dieses ist durch unangenehmen Bewegungsdrang von Beinen oder Extremitäten gekennzeichnet, der sich auch durch ein Kribbeln, Ziehen, Stechen oder Druckgefühl äußern kann. Die Symptome treten vorwiegend in Ruhe, abends und nachts auf und werden durch Bewegen reduziert.

Hypersomnolenz bezeichnet eine übermäßig langen Schlaf oder starkes Schlafbedürfnis. Dazu gehören mehr als 10 Stunden Nachtschlaf oder mehrfaches, unbeabsichtigtes Einschlafen tagsüber und erschwertes Aufwachen. Die Narkolepsie ist eine schwere Hypersomnie mit exzessiver Tagesschläfrigkeit.

Epilepsien sind Krampfleiden, bei denen Anfälle durch eine Fehlfunktion von Nerven im Gehirn entstehen. Es gibt besondere an den Schlaf gebundene epileptische Anfälle.

Schnarchen ist weit verbreitet und entsteht dadurch, dass die Rachenmuskulatur im Schlaf erschlafft und z.B. Gaumensegel und Zäpfchen anfangen zu vibrieren. Dies führt zu dem typischen Schnarchgeräusch, das bis auf LKW-Lautstärke ansteigen kann. Insbesondere im REM-Schlaf, also während dem Träumen, erschlafft die Muskulatur vollständig. Verstärkend wirken kann auch die Rückenlage und bestimmte anatomische und genetische Voraussetzungen. Als Risikofaktoren gelten zudem Übergewicht und das männliche Geschlecht. Aber auch temporäre Faktoren können die Wahrscheinlichkeit zu schnarchen erhöhen: Schnupfen, Allergien oder vergrößerte Rachenmandeln verengen die Luftwege. Beim Schnarchen „schafft“ die Luft es allerdings trotzdem, in die Lungen zu strömen. Schnarchen ist oft ein Vorbote oder Hinweis auf nächtliche Atempausen.

Man misst den Schweregrad der Atempausen mithilfe des AHI: des Apnoe-Hypopnoe-Index. Dieser gibt die Anzahl der Atemaussetzer und Atemverflachungen (Hypopnoen) pro Stunde an. Bis zu einem Index von 5 wird der Befund als gesund bewertet, bis 15 spricht man von einem leichten, bis 30 von einem mittelgradigen und über 30 von einem schweren Befund.

(Aussetzer im Schlaf durch Atemwegsverengungen)

Atemaussetzer im Schlaf werden als Schlafapnoe bezeichnet; verflachte Atmung als Hypopnoe. „Obstruktiv“ bedeutet, dass sie durch Atemwegsverengungen (der oberen Atemwege) entstehen. Die Aussetzer haben zur Folge, dass die Sauerstoffsättigung sinkt und die Herzfrequenz steigt. Dies führt zu einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Zudem produziert das Gehirn Weckreaktionen und der Patient fühlt sich am nächsten Morgen unausgeschlafen und nicht erholt.

(Atemaussetzer im Schlaf durch eingeschränkte Atemstimulation)

Hat der Patient Atemaussetzer oder -verflachungen im Schlaf aufgrund von eingeschränkter Atemstimulation, bezeichnet man diese Schlafapnoe oder -hypopnoe als zentral. Dabei bleiben die Atemwege offen – im Gegensatz zur obstruktiven Schlafapnoe -, jedoch arbeiten Brust und Zwerchfell nicht ausreichend.

Die periodische Atmung ist durch ein Crescendo/Decrescendo-Ryhthmus mit zentralen Apnoen oder Hypopnoe gekennzeichnet, also ein zyklischer Wechsel zwischen Hyper- (zu viel) und Hypo- (zu wenig) Ventilation.

(reduzierte Atmung über einen längeren Zeitraum)

Unter dem Hypoventilationssyndrom versteht man reduzierte, verflachte Atmung über einen längeren Zeitraum. Dies tritt u.a. bei Patienten mit COPD oder neuromuskulären Erkrankungen auf.