Unsere Leistungen im Überblick

Unsere Leistungen im Überblick

In der Abteilung für Endokrine Chirurgie werden derzeit etwa 450-500 Operation pro Jahr durchgeführt. Dabei decken wir das gesamte Spektrum der Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenerkrankungen ab.

Schilddrüsenknoten als häufigste gutartige Erkrankung dieses Organs sind weit verbreitet, jedoch müssen diese nur selten operiert werden.

Ein wesentliches Prinzip der Therapieentscheidung ist für uns die seitengetrennte Indikationsstellung, d. h. es wird grundsätzlich für jeden Schilddrüsenlappen getrennt entschieden, ob eine Operation erforderlich ist.

Besonders in der Chirurgie gutartiger Erkrankungen hat die Vermeidung von Komplikationen oberste Priorität. Dies erreichen wir durch die folgenden operativen Strategien:

  • Visualisierung der Stimmbandnerven und Verfolgung mittels Neuromonitoring
    Die Stimmbandnerven werden prinzipiell vor Entfernung des Schilddrüsengewebes dargestellt und im gesamten Verlauf bis zum Kehlkopf freigelegt. Dadurch lässt sich das Risiko einer Verletzung minimieren. Ergänzend erfolgt die Nutzung des Neuromonitorings für zusätzliche Sicherheit.
  • Nebenschilddrüsenprotektion
    Die Nebenschilddrüsen werden unter Erhalt der Durchblutung sorgfältig von der Schilddrüsenkapsel abgelöst. Falls dies aufgrund einer ungünstigen Lage technisch nicht möglich ist, wird die betreffende Nebenschilddrüse zum Erhalt in die seitliche Halsmuskulatur autotransplantiert.

Für die operative Therapie von bösartigen Erkrankungen gelten natürlich die gleichen Qualitätsansprüche wie bei gutartigen Erkrankungen.

In der Regel ist bei bösartigen Erkrankungen eine Komplettentfernung der Schilddrüse kombiniert mit einer lokalen Entfernung von Lymphknoten erforderlich.

Bei auffälligen Knoten führen wir routinemäßig während der Operation eine pathologische Schnellschnittuntersuchung zur Beurteilung der Dignität durch.

Falls sich nach der Entfernung eines Schilddrüsenlappens erst in der endgültigen pathologischen Untersuchung als Zufallsbefund ein kleiner Schilddrüsenkrebs findet, ist dieser damit meist ausreichend therapiert.

Für die Nachbehandlung von bösartigen Tumoren haben wir mit der im Haus ansässigen nuklearmedizinischen Praxis einen breit aufgestellten Kooperationspartner an der Seite. Dort wird das komplette Spektrum der apparativen Diagnostik bis hin zur PET-CT angeboten. 
Zusätzlich besteht hier die die einzige Abteilung für Radiojodtherapie in Wiesbaden.

Obwohl Erkrankungen der Nebenschilddrüsen im Vergleich zu Schilddrüsenerkrankungen selten sind, führen wir eine hohe Zahl von Nebenschilddrüseneingriffen durch.

Am häufigsten ist dabei die Entfernung einer einzelnen vergrößerten Nebenschilddrüse (Adenom) im Rahmen eines Primären Hyperparathyreoidismus pHPT. Dabei nutzen wir routinemäßig die intraoperative Bestimmung des Parathormons, um den adäquaten Abfall des Nebenschilddrüsenhormons nach Entfernung der erkrankten Drüse nachzuweisen.

Durch die Zusammenarbeit mit der Nephrologischen Abteilung unserer Klinik, haben wir auch eine besondere Expertise in der operativen Behandlung sekundärer Nebenschilddrüsenveränderungen bei Dialysepatienten. In diesen Fällen können wir Nebenschilddrüsengewebe für eine eventuell später notwendige Wiedereinpflanzung entnehmen und tiefgefroren aufbewahren (Kryokonservierung).

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Behandlung dieser seltenen Krankheitsbilder und der intensiven Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern haben wir die besten Voraussetzungen, um Ihnen eine Behandlung aus einer Hand anbieten zu können.