Bösartige Erkrankungen der Schilddrüse

Die mit Abstand häufigsten bösartigen Tumore der Schilddrüse sind differenzierte Karzinome (Papilläres und follikuläres Karzinom). Diese entstehen aus dem Funktionsgewebe der Schilddrüse und sind diesem histologisch noch recht ähnlich. Insgesamt haben sie eine exzellente Prognose. Ein aggressiver Verlauf wird erfreulicherweise nur sehr selten beobachtet.

Papilläre Schilddrüsenkarzinome (PTC) wachsen häufig langsam über einen längeren Zeitraum, können in seltenen Fällen jedoch auch schon bei einer Größe von wenigen Millimetern in Lymphknoten metastasieren.

Follikuläre Schilddrüsenkarzinome (FTC) sind bei Erstdiagnose im Schnitt deutlich größer als papilläre Karzinome. Dies könnte durch eine Entstehung aus zunächst gutartigen Knoten (Adenome) erklärt werden, wofür es molekularpathologische Hinweise gibt (Adenom-Karzinom-Sequenz).

Medulläre Karzinome (MTC) entstehen nicht aus Schilddrüsenhormon produzierendem Gewebe, sondern aus Calcitonin produzierenden Zellen (Hormon des Knochenstoffwechsels). Dadurch nehmen diese Tumore kein Jod auf und bedürfen einer aggressiveren operativen Therapie inkl. Lymphknotenentfernung.
Es ist die einzige Tumorart der Schilddrüse, die über einen Tumormarker (Calcitonin) entdeckt werden kann.

(PDTC, UDTC)

z. B. Nierenzellkarzinom, Mammakarzinom

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