Autoimmunerkrankungen

Im Rahmen von Autoimmunprozessen können im Körper Antikörper gegen eigenes Gewebe entstehen. Dadurch bilden sich zwei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, die meist typische Laborwerte zur Folge haben, über die sie diagnostiziert werden. Die Behandlung ist jedoch grundsätzlich unterschiedlich.

Die Autoantikörper führen über einen Entzündungsprozess zu einem schleichenden Funktionsverlust des Organs. Dies kann durch die Substitution von Schilddrüsenhormon gut ausgeglichen werden.
Häufig kommt es hier zur Bildung einer kleinen vernarbten Schilddrüse mit einem Funktionsverlust. Eine weitere mögliche Form ist eine Vergrößerung der Schilddrüse mit Knotenbildung.
Eine Operation ist nur bei sonographisch auffälligen Knoten oder auch bei mechanischen Beschwerden indiziert.

Bei der Basedow-Erkrankung führen die Autoantikörper über die Aktivierung des TSH-Rezeptors zu einer Überfunktion der Schilddrüse. Hier treten in der Regel Symptome einer ausgeprägten Überfunktion wie Herzrasen aber auch Gewichtsverlust auf.

Ein typisches sichtbares Symptom ist ein Hervortreten der Augen (Endokrine Orbitopathie), das jedoch nicht alle Patienten betrifft.

Die Behandlung ist zunächst medikamentös. Bei einer fehlenden Ausheilung kann eine Operation oder Radiojodtherapie notwendig werden.