11. Februar 2019

11. Februar 2019

Nun war es endlich soweit. Mit einer Feierstunde und Besichtigung wurde am 11. Februar der neue Hybrid-Operationssaal eröffnet.

Geschafft! Nach neunmonatiger Bauzeit wurde am 11. Februar im Rahmen einer Feierstunde der Hybrid-OP eröffnet. Zahlreiche Besucher ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, den Saal zu besichtigen.

Während der Feierstunde sprach u.a. Dr. Roland Bantle, Regionalgeschäftsführer der Helios Region Ost über die Bedeutung von kleineren Kliniken, welche im Vergleich zu großen Krankenhäusern ebenfalls hochprofessionell aufgestellt sind. Innenminister Prof. Dr. Ronald Wöller erwähnte Freital als wichtigen Standortfaktor für Sachsen: "Die Gesundheitsbranche wächst, viele Menschen stehen hier in Lohn und Brot".  Dr. Hans-Joachim Florek, Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin spricht von einer eigenen Liga, in der sein vergleichsweise kleines Krankenhaus jetzt mit den großen Kliniken in Deutschland spielt.

3,5 Millionen Euro aus Eigenmitteln wurden dabei investiert -eine Investition, von der nicht nur die Patienten profitieren. Der Vorteil liegt in einer schonenderen und kürzeren Behandlung mit einer geringeren Strahlenbelastung als bisher. Eine Besonderheit des Hybrid-OPs ist die moderne Röntgenapparatur, die 3D-Bilder in Echtzeit abbildet. Es handelt sich dabei um ein robotergeführtes Gerät, das mit dem OP-Tisch gekoppelt ist und somit aus allen Lagen 3D-Bilder liefern kann. So kann etwa ein verstopftes Gefäß zunächst punktgenau lokalisiert und dann die Engstelle mit Hilfe der Bilddarstellung in Echtzeit durch einen Ballon oder Katheter wieder geöffnet werden. Die bedeutendste Leistung dieses Gerätes besteht aber in der Behandlung von Aortenaneurysmen mit Seitenästen, sogenannten Fenestrierungen oder Branches. Modernste gefäßchirurgische Eingriffe sind so möglich. Der Patient profitiert dazu durch eine schnellere Genesung.