Bau Hybrid-Op

17. April 2018

Erster Spatenstich für den Bau des Hybrid-OP.

Endlich war es soweit. Nach mehrjähriger Planung und Vorbereitung fand am Dienstag, den 17. April, der erste symbolische Spatenstich für den Bau des Hybrid-OP am Klinikum Freital statt. In den kommenden Monaten entsteht ein zusätzlicher Operationssaal nahe der Krönertstraße an der Stirnseite des Zentral-OPs. Zahlreiche geladene Gäste - Politiker, Vertreter der Bau- und Planungsfirmen, Geschäftspartner sowie Mitarbeiter nahmen an der Veranstaltung teil.

3,5 Millionen Euro aus Eigenmitteln investieren die Helios Weißeritztal-Kliniken. "Damit ist es einer der größten Investitionen seit vielen Jahren" sagt Klinikgeschäftsführer Dirk Köcher. Bei 7300 chirurgischen Eingriffen im Jahr 2017 ist der Bau des sechsten OP-Saals auch dringend erforderlich. Im Vergleich - bis zum Jahr 2000 gab es nur drei OP-Säle mit ca. 4000 Operationen jährlich.

Andrea Dombois, Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages, sprach über die positive Entwicklung vom Kreiskrankenhaus bis zur erfolgreichen Privatisierung, erst unter der Rhön AG und ab 2014 unter der Helios Klinikgruppe.

Oberbürgermeister Uwe Rumberg lobt das Engagement der Helios-Geschäftsführung: "Das Geld muss ja erst einmal erwirtschaftet werden. Und die Investitionen stärken den Standort Freital." Niemand ist gern krank, betonte er. Aber wenn man dann ins Krankenhaus muss, will man gut aufgehoben sein.

In einem Hybrid-OP sind modernste gefäßchirurgische Eingriffe möglich. Der Vorteil für die Patientinnen und Patienten liegt in einer schonenderen und kürzeren Behandlung mit einer geringeren Strahlenbelastung wie bisher. Eine Besonderheit des Hybrid-OPs ist die moderne Röntgenapparatur, die 3D-Bilder in Echtzeit abbildet. Es handelt sich dabei um ein robotergeführtes Gerät, das mit dem OP-Tisch koordiniert ist und somit aus allen Lagen 3D-Bilder liefern kann. So kann etwa ein verstopftes Gefäß zunächst punktgenau verortet und dann die Engstelle mit Hilfe der radiologischen Bilder in Echtzeit durch einen Ballon oder Katheder wieder eröffnet werden. Zudem ist die Strahlenbelastung äußerst gering.

Nur ca. 30 Kliniken in Deutschland verfügen über diese Technik. Hans-Joachim Florek, Chefarzt der Gefäßchirurgie, sprach von einem Quantensprung. Dennoch schätzt er, dass auch in den nächsten Jahren nur bestimmte spezialisierte Zentren diese Technik haben werden.

Ende des Jahres soll der Bau abgeschlossen sein.

Uwe Rumberg - Oberbürgermeister der Stadt Freital, Andrea Dombois - Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages, Dirk Köcher - Klinikgeschäftsführer der Helios Weißeritztal-Kliniken, Hans-Joachim Florek - Chefarzt der Gefäßchirurgie und Dr. Roland Bantle - Regionalgeschäftsführer der Helios Region Ost (v. l.) packen für den ersten Spatenstich mit an.