Darmkrebs

Alle Fragen zum Thema Darmkrebs beantworten wir Ihnen hier.

Was ist Darmkrebs?

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern und Frauen in Deutschland. Er entwickelt sich in den meisten Fällen aus Darmpolypen - gutartigen Geschwülsten, die im Laufe der Zeit entarten können. Neben den Polypen sind auch einige erbliche Erkrankungen und chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) Risikofaktoren für Darmkrebs. Im Anfangsstadium bleibt der Krebs auf den Darm beschränkt, im weiteren Verlauf können sich die Krebszellen über Blut- und Lymphbahnen ausbreiten und es entstehen Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen. Bevorzugt sind Leber und Lunge betroffen, seltener werden Knochen, Haut und Hirn befallen.

 

Symptome

Anfangs ist die Darmkrebserkrankung häufig symptomlos und wird somit vom Betroffenen nicht bemerkt. Bei beginnender Einengung des Darms durch die Geschwulst kommt es zu Stuhlgangsunregelmäßigkeiten, Durchfall wechselt mit Verstopfung. Außerdem können Bauchschmerzen auftreten. Bei weiterem Fortschreiten wird der Darm durch die Geschwulst verschlossen, was sich durch einen aufgetriebenen Bauch, Stuhlverhalt und Erbrechen äußert. Falls die Geschwulst blutet, sind Blutbeimengungen im Stuhlgang zu beobachten, nach längerer Zeit kommt es zur Blutarmut. Zusätzlich können Gewichtsabnahme, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit auftreten.

 

Vorbeugung

Eine vollwertige, gesunde Ernährungsweise vermindert das Risiko für verschiedene Erkrankungen, darunter auch Krebs. Viele der genauen Wirkmechanismen, mit denen verschiedene Nahrungsbestandteile bei der Krebsvorbeugung helfen, sind jedoch bis heute ungeklärt. Erst langsam lernen Wissenschaftler anhand teilweise aufwändiger und langwieriger Untersuchungen über die vielfältigen Folgen verschiedener Ernährungsweisen auf unseren Organismus.
Durch eine gesunde Ernährung allein lässt sich Krebs jedoch nicht vermeiden. Neben äußeren Einflüssen sind es auch unsere Gene, unsere familiäre Veranlagung, die das Krebsrisiko mit bestimmen. Deshalb ist es wichtig, möglichst alle Möglichkeiten für ein gesundes Leben zu nutzen; neben ausgewogener Kost und einem gesunden Lebensstil gehören dazu auch regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen.

Neben der Ernährung beeinflussen eine Vielzahl von anderen Faktoren die Gesundheit und unser Wohlbefinden. Auf einige Aspekte unseres Lebensstils können wir gut Einfluss nehmen und aktiv etwas tun.

Ein schlechter Lebensstil macht krank. Mit zu wenig Bewegung, Übergewicht, Rauchen und Alkohol setzen wir Körper und Geist unnötigen Gefahren aus. Neben Herz-Kreislauf- und Stoffwechselleiden sind auch manche Krebserkrankungen eng verknüpft mit der Art und Weise, wie wir mit unserem Körper umgehen und unser Leben gestalten.

Die Entstehung von Darmkrebs scheint mit den Ernährungs- und Lebensgewohnheiten in Beziehung zu stehen. Experten schätzen, dass sich das Risiko für Darmkrebs mit gesundem Lebensstil und Ernährung um rund die Hälfte verringern ließe. Tun Sie also etwas, und lassen Sie körperliche Aktivität zu einem festen Bestandteil Ihres Alltags werden. Wir erklären Ihnen, wie sie das gut hinbekommen können.

 

Vorsorge/Früherkennung

Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt ab dem 50. Lebensjahr deutlich an. Da bei einer Erkennung im frühen Stadium eine Heilung möglich ist, ist die Teilnahme an Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen wichtig. Ab dem 50. Lebensjahr umfassen diese einmal jährlich die Austastung des Enddarms sowie die Stuhluntersuchung auf verstecktes Blut. Ab dem 55. Lebensjahr kann man sich zwischen einer Darmspiegelung, die aller 10 Jahre wiederholt wird oder einer Stuhluntersuchung auf verstecktes Blut, die aller 2 Jahre durchgeführt wird, entscheiden.