Folgeerkrankungen

Eine Vielzahl von Studien zeigen den Zusammenhang zwischen Adipositas und einem erhöhten Sterblichkeitsrisiko. Dies hängt vor allem mit dem erhöhten Risiko für Herzkreislauferkrankungen zusammen, speziell Herzinfarkt und Schlaganfall: In vielen Studien zeigt sich ab einem BMI = 35 kg/m² eine stetige Zunahme des Risikos mit steigendem BMI. Das lässt sich mit der gefäßschädigenden Wirkung vieler Folgeerkrankungen von Adipositas erklären.

Adipositas und Essstörungen

Unter den Bedingungen des Nahrungsmittelüberangebotes und hoher innerer Anspannung wird für  viele Menschen die Nahrung zum Beruhigungsmittel, demzufolge nehmen Essstörungen in unserer Gesellschaft zu.
Neben anderen Essstörungen unterscheidet man die  Binge-eating-Störung (to binge = engl. fressen) von der Bulimie (Essbrechsucht). 

 

Binge-eating-Störung

Es kommt zu Essattacken mit Kontrollverlust, unangenehmem Völlegefühl, sozialem Rückzug, Scham und Selbstekel.

 

Bulimie

Die Bulimiker gleichen die Essanfälle zum Beispiel durch Erbrechen oder vermehrtes Sporttreiben aus oder sie nehmen ebenfalls stark zu.

Beide Störungen führen zur Aufhebung sozialer und familiärer Bezüge, auch der Trend zur Singlegesellschaft fördert diese Entwicklung.

 

Adipositas und Depression

Ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Adipositas im Erwachsenenalter haben depressive Kinder und Jugendliche. Dies wird durch aktuelle Studien belegt. Bei adipösen Frauen, weniger bei adipösen Männern, lassen sich häufig depressive Symptome nachweisen. Ein Grund dafür könnte sein, dass das Gewicht der Frauen für das Selbstwertgefühl eine größere Rolle spielt.
Viele Adipöse Erwachsene werden wegen ihres Äußeren diskriminiert, sie stehen auch im Alltag vor extremen Problemen: Stühle sind zu schmal oder zu leicht gebaut, Sie müssen sich in besonderen Geschäften teuer einkleiden und können Treppen nicht mehr bewältigen, so dass der Weg aus dem Haus zur Hürde wird. Oft sind sie auch den höhnischen, verletzenden Blicken sowie Lästerattacken von anderen Menschen ausgesetzt, so dass sie sich immer weiter von der Gesellschaft abgrenzen.