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Karriere

Gastroenterologie (30 Monate nach Basisweiterbildung)

Weiterbildungsziel

Ziel der Weiterbildung ist die Erlangung der Facharztkompetenz Innere Medizin und Gastroenterologie nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeiten und Weiterbildungsinhalte einschließlich der Inhalte der Basisweiterbildung.

Weiterbildungszeit

72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Absatz 1 Satz 1, davon

• 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere

• 30 Monate Weiterbildung in Gastroenterologie, davon

- 6 Monate internistische Intensivmedizin, die auch während der Basisweiterbildung abgeleistet werden können

- können bis zu 18 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden

Werden im Gebiet Innere Medizin 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 8 Jahre.

Weiterbildungsinhalt

Die Weiterbildungsinhalte entsprechen denen, die in der aktuellen Weiterbildungsordnung aufgeführt sind. Im Wesentlichen sind dies:

  • Beherrschung der endoskopischen Untersuchungsmethoden, auch bei Interventionen (Polyektomien, Blutstillung, Stenting, ERCP)
  • Sichere abdominelle Sonographie einschließlich der Kontrastmittelsonographie der Leber und Beherrschen der Punktionstechniken zur Gewebsgewinnung und Drainage
  • Beherrschung der gastrointestinalen Funktionsdiagnostik einschließlich Atemtesten, pH- und Manometrie und Einordnung der Befunde insbesondere vor dem Hintergrund funktioneller Störungen
  • Ernährungsberatung und Schulung von Patienten
  • Kenntnisse in der Endosonographie, die insbesondere zur Untersuchung der Gallenwege der therapeutischen ERCP vorausgehen sollte und sichere Indikationsstellung sowie Kenntnisse in der Durchführung der Verfahren einschließlich Notfalleingriffen
  • Kennen der onkologischen Krankheitsbilder des Gebiets, der gängigen operativen, chemo- und strahlentherapeutischen Therapien, deren Chancen und Risiken sowie die palliativen endoskopischen Verfahren und die Patientenführung
  • Erkennung und Behandeln hepatologischer Erkrankungen, insbesondere der Virushepatitiden
  • Erkennen und Behandeln chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen, auch interdisziplinär
  • Erkennen und Behandeln gastroenterologischer intensivmedizinischer Krankheiten und Probleme (Pancreatitis, Transportstörung, Sondenanlagen, Notfalleingriffe bei iatrogenen Perforationen, Ernährungsplanung, etc.)

Definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

  • abdominelle Sonographien einschließlich der Duplex-Sonographien der abdominellen und retroperitonealen Gefäße sowie sonographischer Interventionen
  • Ösophago-Gastro-Duodenoskopie einschließlich interventioneller Maßnahmen, z. B. Blutstillung, Varizensklerosierung, perkutane-endoskopische Gastrostomie, Mukosaresektion, Dilatationen und Bougierungen, thermische und andere ablative Verfahren
  • endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie einschließlich Papillotomie, Steinextraktionen und Endoprothesenimplantation sowie radiologischer Interpretation
  • Intestinoskopie
  • Koloskopie einschließlich koloskopischer Polypektomie
  • Prokto-/Rekto-/Sigmoidoskopie einschließlich therapeutischer Eingriffe
  • interventionelle Maßnahmen im oberen und unteren Verdauungstrakt einschließlich endoskopische Blutstillung, Varizentherapie, Thermo- und Laserkoagulation, Stent- und Endoprothesenimplantation, Polypektomie
  • Mitwirkung bei Laparoskopien einschließlich Minilaparoskopien
  • abdominelle Punktionen einschließlich Leberpunktionen
  • manometrische Untersuchungen des oberen und unteren Verdauungstraktes
  • Funktionsprüfungen, z. B. Langzeit-pH-Metrie des Ösophagus, H2-Atemteste, C13-Atemteste
  • zytostatische, immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen der Facharztkompetenz einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen
  • Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung