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Warum die Grillsaison für Kinder gefährlich sein kann
Pressemitteilung

Warum die Grillsaison für Kinder gefährlich sein kann

Hildesheim

Der Sommer ist da und die Grillsaison eingeleitet. Dies ist leider auch die Zeit der Unfälle. Jedes Jahr müssen allein in Deutschland mehr als 30.000 Kinder unter 15 Jahren mit Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich versorgt werden, zirka 6.000 Kinder müssen sogar stationär behandelt werden. Kinderarzt Prof. Karsten Harms gibt Tipps, wie Grillunfälle vermieden werden können.

Der Sommer ist da und die Grillsaison eingeleitet. Dies ist leider auch die Zeit der Unfälle. Jedes Jahr müssen allein in Deutschland mehr als 30.000 Kinder unter 15 Jahren mit Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich versorgt werden, zirka 6.000 Kinder müssen sogar stationär behandelt werden. Kinderarzt Prof. Karsten Harms gibt Tipps, wie Grillunfälle vermieden werden können.


 
Hildesheim, 20. Juni 2017 – Der wichtigste Hinweis beim Grillen lautet: Zum Anzünden eines Grillfeuers oder um das Feuer schneller in Gang zu bringen, sollte niemals Brandbeschleuniger wie Spiritus verwendet werden. „Wenn man Spiritus oder andere Brandbeschleuniger auf zu langsam brennende Grillholzkohle gießt, können gefährliche Verpuffungen mit meterhohen Flammenwänden oder Rückzündungen entstehen. Dies kann  verhängnisvolle Folgen für alle umstehenden Personen haben", warnt Prof. Dr. Karsten Harms, Chefarzt des Kinderzentrums des HELIOS Klinikum Hildesheim.


 
Die Flammen im Grill können bis zu 800 Grad heiß werden, die Glut kommt immerhin noch auf bis zu 500 Grad. Heiße Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Öle, können die Haut bereits ab 52 Grad Celsius schädigen. So kann der Inhalt einer Tasse bis zu 30 Prozent der Körperoberfläche eines Säuglings oder Kleinkindes verbrühen. Die Belastung durch Angst und Schmerz bei Verbrennungen ist enorm, denn die meisten Patienten erleben den Unfall bei vollem Bewusstsein. Je nach Schwere der Verbrennung ist sogar eine Hauttransplantation erforderlich. Die neue Haut ist für lange Zeit sehr empfindlich und die Kinder leiden unter starkem Juckreiz. Hinzu kommt die psychische Belastung mit den Narben leben zu müssen und diese hält unter Umständen ein Leben lang an. Deshalb betont Prof. Harms: „Geben Sie Acht beim Grillen, wenn Kinder dabei sind. Ein Grillunfall mit Brandbeschleunigern wie Spiritus ist absolut vermeidbar.“
 


Weitere Tipps für sicheres Grillen:

  • Grillgeräte kippsicher im Windschatten und in sicherer Entfernung von brennbaren Materialien aufstellen
  • nur feste Grillanzünder aus dem Fachhandel verwenden, niemals Spiritus
  • den Grill nicht unbeaufsichtigt lassen
  • den Grill nicht von Kindern bedienen lassen
  • Kinder dürfen nicht in Reichweite des Grills spielen: Sicherheitsabstand von mindestens zwei bis drei Metern
  • Grillfeuer und die Glut nach dem Grillen vollständig löschen und auskühlen lassen – auch dabei nicht unbeaufsichtigt lassen
  • einen Kübel mit Sand, Feuerlöscher oder Decke zum Löschen des Grillfeuers bereithalten
  • brennendes Fett niemals mit Wasser, sondern durch Abdecken löschen
  • nicht in geschlossenen Räumen grillen und den Grill niemals zum Auskühlen ins Zimmer/in die Wohnung stellen – es besteht Vergiftungsgefahr!

 

Wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme bei Verbrennungen: Die verbrannten Stellen sofort für 10 bis 15 Minuten mit Wasser (nicht kälter als 15°C) kühlen und den Notarzt rufen beziehungsweise den Arzt aufsuchen.

 

HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 150.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.


In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.


Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.


HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.


Pressekontakt:
Mandy Sasse
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon (05121) 894-1380
Email mandy.sasse@helios-gesundheit.de