Tabuthema lockt zahlreiche Patienten ins HELIOS Klinikum Warburg
Pressemitteilung

Tabuthema lockt zahlreiche Patienten ins HELIOS Klinikum Warburg

Warburg

Zahlreiche Patienten kamen am Mittwoch ins HELIOS Klinikum Warburg, um dem Vortrag von Dr. Bernd Parnitzke und Maria Wiesemeyer zum Thema „Leben mit dem künstlichen Darmausgang – Ist das Leben noch lebenswert?“ zu lauschen.

Zahlreiche Patienten kamen am Mittwoch ins HELIOS Klinikum Warburg, um dem Vortrag von Dr. Bernd Parnitzke und Maria Wiesemeyer zum Thema "Leben mit dem künstlichen Darmausgang - Ist das Leben noch lebenswert?" zu lauschen.

 

Die Queen, der Papst und sogar Napoleon hatten ihn - den künstlichen Darmausgang. Deutschlandweit gibt es etwa 190.000 Patienten mit einem künstlichen Darmausgang (Stoma). Auch viele junge Patienten sind betroffen.

 

Eine Stomaanlage wird beispielsweise bei einem Darmtumor, einer Darmverengung oder einem Darmverschluss gelegt. Ein Leben mit einem Stoma, vorübergehend oder dauerhaft, bedeutet einen erheblichen Einschnitt in die Lebensqualität der Betroffenen. Dass man aber trotz Stoma am normalen Leben teilnehmen kann, machte Stomatherapeutin Maria Wiesemeyer beeindruckend deutlich. Trifft man bestimmte Vorkehrungen, kann man mit einem künstlichen Darmausgang sogar schwimmen und sexuell aktiv sein. In den letzten Jahren hat sich viel getan. Sogar spezielle Dessous wurden für Stomaträgerinnen entwickelt. "Mit einem Stomazugang steht man nicht allein dar. Alle Patienten bekommen große Unterstützung ärztlicherseits, von Pflegekräften und Stomatherapeuten wie mir" beruhigt Maria Wiesemeyer. "Die Technik hat sich gut weiterentwickelt. Vorurteile, dass jemand mit einem Stoma unangenehm riecht und dass man das Stoma sieht, sind völlig falsch" so Wiesemeyer weiter.

 

Dr. Parnitzke informierte über verschiedene Stomavarianten und gab den Betroffenen hilfreiche Tipps, wie Komplikationen mit dem Stoma verhindert werden können. Außerdem erklärte er anhand von Bildern, wie er im Fall der Fälle die Komplikationen behandelt. "Mir ist es wichtig, den Patienten die Angst und Hemmungen vor einem Stoma zu nehmen. Schließlich ist es besser einen Beutel am Bauch zu haben, als einen Zettel am Fuß" so der Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie Dr. Bernd Parnitzke mit einem verschmitzten Lächeln. "Der künstliche Darmausgang hat schon so manchem Patienten das Leben gerettet" so Parnitzke weiter.

 

***

 

Das HELIOS Klinikum Warburg, Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps-Universität Marburg verfügt in sieben Fachachteilungen und einer Belegabteilung über 153 Betten. Rund 270 Mitarbeiter versorgen jährlich über 7.000 stationäre Patienten.

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 111 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 52 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, zwölf Präventionszentren und 15 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

 

HELIOS versorgt jährlich rund 4,5 Millionen Patienten, davon 1,2 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 34.000 Betten und beschäftigt rund 68.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2014 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,2 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

***

 

Pressekontakt:

Maike Hesse

Referentin Unternehmenskommunikation und Marketing

Telefon: 05641 911001

E-Mail: maike.hesse@helios-kliniken.de