Fieseler operiert Leistungssportler
Pressemitteilung

Fieseler operiert Leistungssportler

Warburg

Gleich zwei Leistungssportler haben sich gestern bei Dr. Georg Fieseler, Sektionsleiter Sportorthopädie und Schulterchirurgie „unters Messer“ gelegt. Nicht nur der gemeinsame Vorname „Tim“ verbindet die beiden jungen Sportler – sondern auch eine lange Krankengeschichte, die nun im HELIOS Klinikum Warburg geschlossen werden soll.

Gleich zwei Leistungssportler haben sich gestern bei Dr. Georg Fieseler, Sektionsleiter Sportorthopädie und Schulterchirurgie "unters Messer" gelegt. Nicht nur der gemeinsame Vorname "Tim" verbindet die beiden jungen Sportler - sondern auch eine lange Krankengeschichte, die nun im HELIOS Klinikum Warburg geschlossen werden soll.

 

Tim Welker vom KSV Hessen Kassel konnte den OP Tag kaum erwarten. "Ich hatte bei Dr. Fieseler nach dem Beratungsgespräch ein so gutes Bauchgefühl, dass ich mich am liebsten hätte am nächsten Tag operieren lassen" so Welker. Der ehemalige Bundesligaspieler des SC Paderborn leidet seit 2013 am sogenannten "Patellaspitzen-Syndrom". Beim Patellaspitzen-Syndrom handelt sich um eine schmerzhafte Überlastungserkrankung der Kniescheibensehne (Patellasehne). Besonders häufig sind Sportler aus Disziplinen mit hohen Sprung- oder Sprintanteilen betroffen, deshalb wird die Krankheit auch als "Jumpers Knee" bezeichnet.

 

Patienten mit einem Patellaspitzen-Syndrom berichten zunächst über einen belastungsabhängigen Schmerz im Bereich der Kniescheibenspitze. Je nach Erkrankungsstadium kann der Schmerz zu Belastungsbeginn auftreten, nach der Aufwärmphase verschwinden und sich dann bei intensiver Belastung wieder bemerkbar zu machen. Im fortgeschrittenen Stadium verbleibt der Schmerz von Beginn an und während der gesamten Belastung, vor allem treten dann strukturelle Veränderungen sowie Schäden an der Patellasehne sowie Patellaspitze auf.

 

Die Krankengeschichte des Patienten mit meist umfangreicher Sprung- und Sprintbelastung ist richtungsweisend. Bei der körperlichen Untersuchung fällt meistens ein Druckschmerz über der unteren Kniescheibenspitze auf. Typisch ist auch eine schmerzhafte Streckbewegung des Unterschenkels gegen Widerstand. Bei dem Verdacht auf Patellaspitzen-Syndrom helfen neben der Anamnese und klinischen Untersuchung die Sonographie (Ultraschall) und im weiteren Verlauf eine Kernspintomographie-Untersuchung (MRT) zur sicheren Diagnosestellung und Beurteilung des Erkrankungsausmaßes.

 

Nachdem bei Tim Welker alle konservativen Therapien wie Elektrosimulation, Massagen, Physiotherapie sowie Trainingspause und Änderung der Trainingsinhalte ohne Erfolg blieben, entschied sich der 22- jährige für eine OP bei Dr. Fieseler, um auch künftig im Profifußball Karriere machen zu können. "Eine Operation bei dieser Erkrankung ist erst dann indiziert und erfolgsversprechend", so Dr. Fieseler, "wenn alle o.g. Maßnahmen ausgeschöpft sind und im MRT entsprechende Strukturschäden an der Sehne und/oder Kniescheibe zu erkennen sind".

 

Dr. Georg Fieseler entfernte über eine Arthroskopie (endoskopisch) das defekte Gewebe an der Patellasehne und "trimmte" (anfrischen) die Spitze der unteren Patella. Vier bis sechs Wochen darf Welker die Kniescheibensehne nicht auf Zug oder Kraft belasten. Zum Winter hin darf er wieder anfangen, sportartspezifisch zu trainieren. Bis dahin wird er intensiv von Physiotherapeuten begleitet.

 

Nach der erfolgreichen OP an Tim Welker konnte sich Dr. Fieseler direkt im Anschluss dem zweiten Sportler widmen. Tim Lieberknecht von der 1. Handballmannschaft Hann Münden leidet schon seit Längerem unter einer chronischen Außenbandinstabilität des oberen Sprunggelenks (OSG). Immer wieder war er beim Handball spielen umgeknickt. Eine chronische Außenbandinstabilität führt häufig zur Arthrose, da der Knorpel durch die beim Umknicken auftretenden Scherkräfte zerstört wird. Um dies zu vermeiden und auch künftig sportlichen Aktivitäten nachkommen zu können, entschied sich auch Tim Lieberknecht für eine Operation bei Dr. Fieseler.

 

Auch bei dem "Zweiten Tim" wurde ebenfalls eine Arthroskopie, hier jedoch des oberen Sprunggelenkes (OSG) durchgeführt. Dabei wurden zunächst Verwachsungen und Narben im Gelenk entfernt, ein Gelenkkörper (Gelenkmaus) entfernt. Über einen weiteren Schnitt an der Außenseite wurde von dem unteren Wadenbein (Fibula) die Knochenhaut (Periost) abgelöst, umgeschlagen und als Leitschiene auf den zerstörten und chronisch instabilen Kapsel-/Bandapparat (ehemals Außenbänder) genäht. Durch diesen Vorgang wird dem Sprunggelenk mehr Stabilität auf der Außenseite gegeben. Sechs Wochen lang muss Tim Lieberknecht sein Sprunggelenk noch schonen, bis er wieder ein Training für das Gelenk beginnen darf. "Endlich muss ich keine Angst mehr haben beim Handball umzuknicken. So kann ich viel unbefangener in die neue Saison starten", so Lieberknecht. Bis dahin hält eine Hann. Mündener Physiotherapeutin und Betreuerin, "bei Laune".

 

"Beide OP´s verliefen komplikationslos, sodass aus medizinischer Sicht der Rückkehr zum Sport ("back in action") nichts mehr im Wege steht" so Fieseler optimistisch.

 

***

 

Das HELIOS Klinikum Warburg, Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps-Universität Marburg verfügt in sieben Fachachteilungen und einer Belegabteilung über 153 Betten. Rund 300 Mitarbeiter versorgen jährlich über 7.100 stationäre Patienten.

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 112 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 72 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, 18 Präventionszentren und 14 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

 

HELIOS versorgt jährlich mehr als 4,7 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 35.000 Betten und beschäftigt rund 71.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro. Die HELIOS Kliniken gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius und sind Partner des Kliniknetzwerks "Wir für Gesundheit".

 

***

 

Pressekontakt:

Maike Hesse

Referentin Unternehmenskommunikation und Marketing

Telefon: 05641 911001

E-Mail: maike.hesse@helios-kliniken.de