Wichtige Informationen zum COVID 19 (Corona-Virus)
Wissen

Gesund im Alter

Was kann ich tun, um den Körper fit zu halten? Tipps und Tricks erfahren Sie hier!

Es muss ja nicht gleich "für immer" sein, aber der Erfolg des Liedes "Who wants to live forever" der bekannten britischen Rock-Band Queen spricht für die Sehnsucht vieler Menschen, wenn nicht ewig, dann zumindest doch lange zu leben.

In den Club der 100-Jährigen aufgenommen zu werden, wird immer wahrscheinlicher. In Deutschland leben derzeit mehr als 16.000 Menschen, die bereits ein dreistelliges Alter erreicht haben. Laut der "Human Mortality Database" verdoppelt sich die Anzahl der Höchstbetagten etwa alle acht Jahre. Doch wie lässt sich ein solches Alter erreichen? Welche Voraussetzungen spielen dabei eine Rolle und wie groß ist der Einfluss, den jeder Einzelne darauf nehmen kann? Ist es Schicksal, Vorherbestimmung oder doch das nötige Quäntchen Glück?

 

Puls und Bluthochdruck

In unserer westlichen Leistungsgesellschaft ist chronisch erhöhter Blutdruck weit verbreitet. Über 20 Prozent der Mitteleuropäer leiden unter arterieller Hypertonie. Menschen mit Bluthochdruck haben viel Energie und sind sehr leistungsfähig. Sie werden nur selten krank und scheinen oft ein Leben auf der Überholspur zu führen. Die Kehrseite: "Hypertonie verhilft nur für eine gewisse Zeit zu Höchstleistungen. Letztendlich führt sie aber unweigerlich zum verfrühten Tod. Neben dem Blutdruck ist auch die Pulsfrequenz entscheidend: Ein Risikofaktor scheint zu sein, dass das Herz Stress durch eine steigende Pulsfrequenz verarbeitet. Eine zu niedrige Pulsrate kann sich ebenfalls negativ auswirken: Untersuchungen zeigen, dass ein Puls um 60 Schläge pro Minute eine gute Voraussetzung für ein langes Leben ist.

Stress nach lach

Hält Stress längere Zeit an, lässt er den Körper frühzeitig altern. Dabei zeigen schon kleine Pausen große Wirkung. Wer Stress als belastend empfindet, tut gut daran, die Gegenspieler der Stresshormone frühzeitig zu pflegen und zu trainieren. Ausreichender Schlaf und gesunde Ernährung helfen, den Tag entspannter zu erleben.

 

Ernährung

Unsere Ernährung sollte ausgewogen, abwechslungsreich und nah an ihrer biologischen Grundform sein. Viel Obst und Gemüse vom Markt, idealerweise aus der Region, bildet dafür eine gute Basis. Es darf auch mal ein Riegel Schokolade oder ein Gläschen Rotwein sein. Wichtig ist nicht nur "was", sondern auch "wie" wir essen. Unsere Empfehlung: Rituale schaffen und Mahlzeiten wann immer möglich als gemeinsames Erlebnis mit lieben Menschen genießen!

 

In Bewegung bleiben

Neben Körperhaltung und -bewegung haben die 656 Muskeln unseres Körpers eine noch viel umfassendere Bedeutung: Sie stärken die Knochen und das Immunsystem, halten Kreislauf und Lungen fit und fördern den Stoffwechsel. Sie kurbeln die Ausschüttung einer Vielzahl von Hormonen und Botenstoffen an, die unsere Stimmungslage aufhellen und nachhaltig gegen Depressionen und Stresswirken. Neue Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen regelmäßiger körperlicher Betätigung und der Hirnleistung auf: Eine aktive Muskulatur macht Nervenzellen auch noch im höheren Lebensalter leistungsfähiger und lässt sogar neue Nervenzellen wachsen. Kurzum: Körperliche Aktivität ist gut gegen das Entstehen und Fortschreiten von Demenz.

 

Altwerden mit Köpfchen

Und das führt zum nächsten Punkt. Alle Untersuchungen über die Alterung des Gehirns mit begleitenden Schäden, etwa in Form von Durchblutungsstörungen und Abbau mit Demenz, haben gezeigt: Unser Gehirn braucht "Futter". Eine monotone Dauerflutung mit Reizen tut dem Gehirn allerdings nicht gut. Dazu zählt extreme Computerarbeit, die kontinuierliche Smartphone-Nutzung oder die Dauerberieselung via TV. Positiv wirken sich hingegen natürliche und abwechslungsreiche Reize aus. Ein Aufenthalt in Wald oder Garten, kombiniert mit der Lektüre eines Buches, das fordere und fördere das Gehirn ebenso wie regelmäßige körperliche Aktivität.

 

Guter Schlaf

Ein zu kurzer Schlaf führt zu Befindlichkeitsstörungen am Tage, aber auch zu organischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Herzinfarkt. Eine in Menge und Qualität ausreichende Nachtruhe dient der Regeneration. Allerdings: "Das individuelle Schlafbedürfnis ist sehr unterschiedlich und erblich vorgegeben. Entscheidend ist, dass man sich nach dem Schlaf ausgeruht und wohl fühlt.

 

Ein Quäntchen Glück

Das Leben birgt viele Risiken, deshalb gehört auch eine Portion Glück dazu, alt zu werden. Aus medizinischer Sicht ist eine ausgewogene Mischung aller Faktoren entscheidend. Wer das beste Rezept aus guten Genen, einem regelmäßigen Lebenswandel, moderater Bewegung, dem passenden Gewicht, den richtigen Aufgaben fürs Gehirn, Spaß am Leben, guter Gesellschaft und einer Portion Optimismus findet, hat tatsächlich gute Chancen, geistig aktiv und mit Genuss ein hohes Alter zu erreichen.