Leistungen

Tattooentfernung

Tattooentfernung

Mit einem extrem kurzen Puls dringt rotes Laser-Licht 2-3 mm in die Haut (untere Schichten der Lederhaut) ein und zersprengt dort schwarze, blaue und grüne Farbstoffe. Durch den ultrakurzen Erhitzungs-Vorgang platzen die bindegewebigen Kapseln der Farbpigmente. Die körpereigenen Abwehrzellen (Fresszellen, Immunzellen) räumen die entstandenen "Trümmer" ab. Da die Lichtenergie ausschließlich von diesen dunklen Pigmenten aufgenommen wird, bleibt die nichtpigmentierte Haut unverletzt.

Aus Tusche, Tinte oder ähnlichen Farbstoffen bestehende "Laien"-Tätowierungen - egal wie alt - sind in der Regel hervorragend zu entfernen. Liegen die Pigmente zu tief und sehr dicht in der Haut (Profi-Tattoo, Schmutzeinlagerungen) oder ist das Körperabwehrsystem geschwächt, kann die Wirksamkeit der Therapie in einigen Fällen eingeschränkt sein.

Einige Farbstoffe (besonders rote) lassen sich nicht oder nur ungenügend mit diesem Verfahren entfernen. Eventuell kann in solchen Fällen noch ein anderer Lasertyp (der q-swiched Neodym-Yag-Laser) eingesetzt werden.

Bei professionellen Tätowierungen sind immer mehrere Sitzungen notwendig, gegegebenenfalls auch bei Laien-Tätowierungen. Der Abstand zwischen den einzelnen Sitzungen (in der Regel immer Behandlung der ganzen Fläche!) sollte mindestens 6 Wochen betragen. Nach der Behandlung, die oft nur wenige Minuten dauert, kann es zu einem mehrere Stunden anhaltenden Brenn- und Schwellungsempfinden kommen, da unter der Haut ein Prozess in Gang gesetzt ist, der dazu führt, dass die Tätowierung allmählich abblasst.

Manchmal kommt es in den ersten Tagen auch zur Bläschenbildung und zum Nässen der behandelten Areale. Sofortige Kühlbehandlung mit Gelkissen ist obligat und kann zuhause weitergeführt werden. Krustenbildung findet in einigen Fällen statt, die erfolgreiche und narbenfreie Abheilung ist dadurch nicht beeinträchtigt. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten stellt sich die behandelte Hautstelle oft als "Negativ"-Bild (= nicht pigmentiert) dar, was eine normale Reaktion der Haut bedeutet. Die natürlich vorkommenden Melanin-Pigmente reagieren ebenfalls auf Laserlicht und wandern erst mit Verzögerung wieder an ihre Stelle zurück.