Das können Kinesiologische Tapes
Immer mehr Menschen schwören auf die bunten Kinesio-Tapes. Die Helios Klinik Volkach informiert darüber, was die Klebestreifen eigentlich können.

Das können Kinesiologische Tapes

Volkach

Kinesiologische Tapes sind elastische Klebebänder, die je nach Erkrankung oder Verletzung des Patienten, individuell angelegt werden. Wissenschaftlich ist die Wirkung nicht belegt. Trotzdem berichten viele Ärzte und Physiotherapeuten von guten Erfahrungen.

Kinesiologische Tapes sind elastische Klebebänder, die je nach Erkrankung oder Verletzung des Patienten, individuell angelegt werden. Wissenschaftlich ist die Wirkung nicht belegt. Trotzdem berichten viele Ärzte und Physiotherapeuten von guten Erfahrungen.

 

So wirken die Klebebänder

 

Die Tapes haben Einfluss auf verschiedene Ebenen. Durch das Aufkleben auf der Hautoberfläche entsteht dort eine Spannung. Bei Bewegung wirken sich die Bänder, durch die Nerven und Reflexschaltungen unseres Körpers, auf tieferliegende Strukturen aus. Das können Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder sowie Faszien und Blutgefäße sein. Dort wird der Blutfluss angeregt, was die Schmerzen lindern soll. Außerdem kann es je nach Tape-Anlage zu einer Regulation der Muskelspannung führen.

Der Vorteil vom Kinesiologischen Tape ist, dass der Körper in seiner Aktivität nicht behindert wird, sondern mit Unterstützung weiterarbeiten kann.

 

Hier werden sie eingesetzt

 

Kinesio-Tapes helfen bei Muskelverspannungen, Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich und Beschwerden an Armen und Beinen. „Außerdem kommen sie bei Blutergüssen, gestörtem Lymphabtransport sowie Gelenks- und Bänderverletzungen zum Einsatz“, weiß Hanna Wieland, eine der leitenden Physiotherapeutinnen der Helios Klinik Volkach.  Je nach Anwendungsort und Diagnose des Patienten, wird das Tape in Form von Streifen, Fächern oder Kreisen mit unterschiedlicher Zugstärke verwendet. 

 

„Das Aufkleben der Klebebänder sollte ausschließlich von einem Arzt oder geschulten Physiotherapeut vorgenommen werden. Bei Falschanwendung können sie den Heilungsprozess behindern“, so Moritz Gubba, Spezialist für konservative Orthopädie in der Helios Klinik Volkach.

Vorsicht geboten ist bei Schwangeren. Hier dürfen keine Tapes im Lendenwirbelbereich angebracht werden, da sie zu vorzeitigen Wehen führen können. Bei empfindlicher Haut, entzündlichen Prozessen im Körper und Cortison-Einnahme sollte ebenfalls auf das Tapen verzichtet werden.

 

Macht die Farbe einen Unterschied?

 

Die Farbe des Tapes hat keinen Einfluss auf die Wirkung. Sie darf nach eigenem Belieben ausgewählt werden.

Beim schwarzen Klebeband ist Vorsicht geboten. Wer sich stundenlang der Sonne aussetzt, sollte eine andere Farbe wählen. Der Grund: Hier könnte der Heilungsprozess durch den wärmenden Effekt ins Stocken geraten. Liegt aber ein Leiden vor, dass Wärme gut verträgt, kann schwarzes Tape förderlich sein. Trotz eines hautfreundlichen Klebers kann es durch die Tapes zu allergischen Reaktionen kommen. Vor allem in Kombination mit starker Sonneneinstrahlung ist für Patienten mit empfindlicher Haut, Vorsicht geboten.