„Jeder kann etwas tun“: Patient Empowerment hilft Hygiene in Kliniken zu stärken
Pressemitteilung

„Jeder kann etwas tun“: Patient Empowerment hilft Hygiene in Kliniken zu stärken

Oschersleben

Im Krankenhaus erworbene sogenannte nosokomiale Infektionen nehmen in den letzten Jahren immer weiter zu. Sie zu vermeiden ist die größte Aufgabe und Herausforderung von Hygienemitarbeiterinnen und –mitarbeitern, auch in den Helios Kliniken in Sachsen-Anhalt. Vor allem durch eine Verbesserung der Händehygiene, der einzigen Maßnahme, die sich für sich alleine als wirksam erwiesen hat, kann ein erheblicher Anteil vermieden werden. Zu Umsetzung tragen nicht nur der ärztliche und pflegerische Dienst, sondern auch Patienten und Angehörige sowie Besucher entscheidend bei.


Sich im Krankenhaus mit einem Erreger anzustecken, ist für viele Patienten eine beängstigende Vorstellung. Verschiedene Strategien, um eine solche Ansteckung zu vermeiden, wurden in den letzten Jahren untersucht – unter anderem die hygienische Händedesinfektion. In jüngster Zeit rücken auch Patienten und Besucher bei der Verbesserung der Händehygiene in den Fokus. „Dies gilt für Erwachsene, Kinder und ihre Eltern und wird unter dem Begriff ‚Patient-Empowerment‘ zusammengefasst. Diese Strategie integriert sie als wichtige Komponente eines multimodalen Ansatzes, um die Händehygiene im Krankenhaus zu verbessern. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht in der Patientenbeteiligung eine wichtige Komponente“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Irit Nachtigall (MHBA). Sie ist als Regionalkrankenhaushygienikerin in der Helios Region Ost auch für die Kliniken in Burg, Neindorf, Köthen, Vogelsang-Gommern und Zerbst/Anhalt zuständig.

Wie kann eine solche Beteiligung von Patienten im Klinikalltag aussehen?

„Der Fokus liegt bei der Schulung und Fokussierung; das bedeutet, dass Patienten befähigt werden, Fehler bei der Händehygiene zu erkennen und sich zu involvieren. Eine Schlüsselfunktion in der praktischen Umsetzung sollte darin liegen, die Patienten zu ermutigen, die Mitarbeiter im Krankenhaus anzusprechen, wenn sie vermeintliche Fehler in der Händehygiene entdecken“, so Dr. Nachtigall weiter. Ebenso wichtig ist die Verdeutlichung der eigenen Händehygiene bei Patienten. Hinweise über Informationsmaterial wie Poster, Filme oder Flyer helfen bei der Aufklärung. Erste Versuche in Kliniken zeigen, dass in Bereichen mit entsprechenden Hinweisen der Desinfektionsmittelverbrauch stieg bzw. konstant blieb, wohingegen er in Bereichen ohne Hinweise stagnierte oder rückläufig war. „Diese Strategie macht sich auch zunutze, dass immer mehr Patienten gerne an ihrer Genesung beteiligt sein wollen.“

Grundlegend für das Patient-Empowerment ist jedoch immer, dass die Patienten sich ihrer wichtigen Rolle bei der Infektionsübertragung bewusst sind und sich eingeladen fühlen, mitzumachen. So leisten sie einen großen Beitrag für ihre eigene Genesung und die der Mitpatienten. Die Helios Kliniken in Burg, Neindorf, Köthen, Vogelsang-Gommern und Zerbst informieren vom 1. bis 31. Mai 2019 in einem Aktionsmonat zu vielen Themen rund um die Krankenhaushygiene. Info-Postkarten klären vor Ort in den Kliniken beispielsweise über korrekte Händedesinfektion und den Umgang mit Antibiotika auf. „Gute Hygiene ist eines der wichtigsten Kriterien für Patienten, die sich bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung zwischen verschiedenen Kliniken entscheiden müssen. Ich begrüße, wenn Kliniken in Sachsen-Anhalt auf die vielfältigen Aufgaben der Krankenhaushygiene aufmerksam machen“, sagt auch Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt.

 

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Caterin Schmidt

Regionalleitung Ambulantes Marketing Region Ost, Standortleitung Helios Bördeklinik
Caterin Schmidt

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