Helios in Sachsen-Anhalt – Medizinische Kooperationen über Ländergrenzen hinweg
Pressemitteilung

Helios in Sachsen-Anhalt – Medizinische Kooperationen über Ländergrenzen hinweg

Vogelsang-Gommern

Mit acht Kliniken und fünf Medizinischen Versorgungszentren mit 42 ambulanten Einrichtungen ist Helios einer der wichtigsten medizinischen Versorger in Sachsen-Anhalt. Dank starker Netzwerke aus stationären und ambulanten Einrichtungen sowie zahlreicher länderübergreifender Zentren können sich Patienten auch im ländlichen Raum auf eine starke medizinische Versorgung verlassen.

Veränderte Bedürfnisse der Patienten, zunehmende gesetzliche Veränderungen und die Chancen der Digitalisierung stellen uns vor neue Herausforderungen. In Sachsen-Anhalt gehen wir deshalb seit längerem einen neuen Weg in der Patientenversorgung. Dank unserer engen klinischen Verzahnung der acht Standorte Köthen, Burg, Neindorf, Zerbst/Anhalt, Vogelsang-Gommern, Lutherstadt Eisleben, Hettstedt und Sangerhausen sowie unserer starken ambulanten Struktur mit fünf Medizinischen Versorgungszentren bieten wir unseren Patienten ein ganzheitliches medizinisches Angebot aus einem Guss. Egal in welche unserer Einrichtungen ein Patient geht, er kann immer darauf vertrauen, die beste Behandlung zu erhalten - unabhängig vom Klinikstandort.

Dr. Sebastian Heumüller, Regionalgeschäftsführer der Helios Region Ost

Flächendeckende Versorgung auf dem Land

Die Synergien zwischen den Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren sowie der Ausbau von Gesundheitsnetzwerken verbessert die Patientenversorgung und sichert vor allem in ländlichen Regionen dauerhaft eine fachärztliche Betreuung. „Unsere Kliniken kooperieren sehr eng miteinander. Komplexere Eingriffe werden qualitätsorientiert in Zentren konzentriert, während die Grundversorgung nach wie vor direkt vor Ort abgesichert ist“, sagt Michael Lange, Klinikgeschäftsführer der Helios Bördeklinik in Neindorf und der Helios Klinik Jerichower Land in Burg sowie Geschäftsführer des MVZ Sachsen-Anhalt.

Kompetenzzentren für eine qualitativ hochwertige Medizin

Kompetenzen bündeln und von Spezialisierungen profitieren: Bereits seit einigen Jahren sind wir dabei, medizinische Professionen zu konzentrieren und somit gemäß unseren qualitativen Ansprüchen und der gesetzlich geforderten Mindestmengen zu handeln. Deshalb bieten wir nicht mehr an allen Standorten alle Leistungen an, sondern schauen bei ausgewählten Behandlungen welche Einrichtung aus unserem Netzwerk für unsere Patienten die beste Wahl ist. Das gilt eben auch dann, wenn dieses Team in einem anderen Krankenhaus arbeitet. Denn wenn es kompliziert wird, braucht man Spezialisten. Und wer etwas oft macht, kann es besser. Im Bereich der Endoprothetik sind wir im Übrigen auch in der Breite bestens aufgestellt. So erfüllen alle Helios Kliniken in Sachsen-Anhalt die gesetzlich geforderten Mindestmengen für den Kniegelenkersatz.

Robert Möller, Regionalgeschäftsführer der Helios Region Mitte
Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne über Qualität

„Es geht um Qualität. Qualität kann nur dort geboten werden, wo es genügend Fachkräfte gibt und wo eine angemessene Mindestzahl an Fällen erreicht wird. Es macht eben einen Unterschied, ob die Abteilungen gut besetzt sind und ob ein komplizierter Eingriff zwei- oder zweihundert Mal im Jahr vorgenommen wird. Deshalb wird es bei der Krankenhausplanung darum gehen, neben der Grundversorgung auch Schwerpunkte und Zentren zu definieren, die für die spezialisierte Versorgung zur Verfügung stehen“, hatte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne im Oktober im Landtag im Rahmen einer Debatte zur Krankenhausstruktur betont.

Helios in Sachsen-Anhalt: Zentren, Netzwerke, Kooperationen

Acht Kliniken und fünf Medizinische Versorgungszentren gehören zu Helios in Sachsen-Anhalt. Sie alle sind eng verzahnt und pflegen untereinander und regionsübergreifend Kooperationen. Eine solche Kooperation existiert beispielsweise zwischen der Helios Klinik Jerichower Land in Burg und dem Helios Klinikum Emil von Behring. „Bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse arbeiten wir eng mit dem Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin zusammen, wo die – falls notwendig – operative Eingriffe vorgenommen werden. Die Vor- und Nachbetreuung kann hingegen wohnortnah in Burg angeboten werden. Der Patient profitiert dabei von erfahrenen Operateuren, kann aber gleichzeitig vor und nach der Operation wohnortnah vor Ort sein“, sagt Klinikgeschäftsführer Michael Lange.

Auch die Helios Klinik Zerbst/Anhalt verfolgt in der Chirurgie eine ähnliche Kooperation und ist im Verbund mit dem Helios Klinikum Bad Saarow im Zentrum für Allgemein- und Viszeralchirurgie organisiert. Ziele des Kompetenzzentrums sind eine qualitativ hochwertige und standortübergreifende Patientenversorgung durch ausgewiesene Experten und die professionelle Ausbildung junger Ärzte. „Wir können unseren Patienten im Zentrum das gesamte Spektrum der Allgemein- und Viszeralchirurgie anbieten. Dafür arbeiten unsere chirurgischen Experten eng zusammen, um ihr umfangreiches Fachwissen an beiden Standorten einzubringen. Komplexe Fälle werden hierfür in gemeinsamen Fallkonferenzen analysiert“, erklärt Chefarzt Dr. med. Michael Schölzel.

Ein weiteres Beispiel ist das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie Sachsen-Anhalt, welches bereits seit 2016 die fachlichen Kompetenzen der Helios Kliniken in Zerbst/Anhalt, Vogelsang-Gommern, Burg und Neindorf in einem medizinischen Netzwerk konzentriert. „Ich freue mich, dass wir Patienten in unserem Zentrum das gesamte Spektrum der Orthopädie und Unfallchirurgie anbieten und gemeinsam mit den Patienten den besten Behandler im Netzwerk auswählen können. Damit verbessern wir noch stärker die qualitativ hochwertige Diagnostik und Therapie für Patienten“, erklärt Zentrumsleiter Dr. med. Frank Friedrichs. Durch die enge Kooperation mit den ambulanten Einrichtungen in den Medizinischen Versorgungszentren werden Patienten zumeist durch den selben Mediziner vor und nach einem stationären Klinikaufenthalt betreut. „Damit bieten wir eine orthopädische und unfallchirurgische Betreuung aus einer Hand zum Wohle unserer Patienten und erhöhen dadurch die Qualität in der ganzheitlichen Versorgung“, so Dr. med. Frank Friedrichs. Neben der Patientenversorgung profitiert auch die ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung vom Netzwerk. Ein fester Ausbildungskatalog garantiert den strukturierten Wissenstransfer an zukünftige Generationen.

Auch die Helios Klinik Köthen ist fest im Netzwerk integriert und bietet Leistungen über den eigenen Klinikstandort hinaus an. „Wenn Herzrhythmusstörungen vermutet, aber durch ein EKG (Elektrokardiogramm) nicht zweifelsfrei diagnostiziert werden – zum Beispiel bei wiederholtem Herzrasen – bieten wir in unserem spezialisierten Department der Rhythmologie Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) an. In unserem Netzwerk arbeiten wir eng mit den Kardiologen der anderen Helios Kliniken zusammen“, sagt Matthias Hirsekorn, Klinikgeschäftsführer der Helios Klinik Köthen.

In den Helios Kliniken Lutherstadt Eisleben, Hettstedt und Sangerhausen ist die standortübergreifende Zusammenarbeit fester Bestandteil, um für die Patienten einen individuellen und möglichst schonenden Behandlungsweg zu finden. „Innerhalb unserer drei Kliniken in Mansfeld-Südharz haben wir in den vergangenen Jahren starke Netzwerke gebildet und Kompetenzen gebündelt. So gibt es beispielsweise ein gemeinsames Beckenboden-Kontinenzzentrum zur Behandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz und ein Alterstraumazentrum in Verbindung mit der Orthopädie und Unfallchirurgie in Eisleben und Hettstedt. Darüber hinaus bestehen auch bundeslandübergreifende Kooperationen. So kooperiert etwa die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Hettstedt im Bereich der Turmorchirurgie mit dem Kopf-Hals-Tumor-Zentrum des Helios Klinikums Erfurt. Die enge Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Helios Kliniken ist in der Kardiologie und Elektrophysiologie in Eisleben und Sangerhausen bei der Weiterbehandlung von Patienten ebenfalls fest etabliert“, erklärt Mario Schulter, Klinikgeschäftsführer der Helios Kliniken Mansfeld-Südharz.

Aufhebung sektoraler Grenzen

Einst bestehende sektorale Grenzen zwischen ambulant und stationär werden in den Netzwerken schon jetzt überbrückt. „Idealerweise sind die Übergänge so fließend, dass der Patient gar nicht mehr merkt, in welchem medizinischen „Sektor“ er sich befindet: im Bereich der stationären, der ambulanten oder der präventiven Medizin. Dafür sorgt auch unser medizinisches Personal, welches gleichermaßen in den ambulanten Einrichtungen als auch in den Kliniken an der Seite unserer Patienten ist“, sagt Thomas Schröder, Klinikgeschäftsführer der Helios Kliniken Vogelsang-Gommern und Zerbst/Anhalt sowie Geschäftsführer des Medizinischen Versorgungszentrums Sachsen-Anhalt.

Möglich macht das auch eine einheitliche Facharzt-Hotline, die seit kurzem in Sachsen-Anhalt implementiert ist und künftig auch deutschlandweit bei Helios adaptiert wird. Mit der Hotline erhalten Patienten einen direkten Zugang zu einer fachärztlichen Untersuchung in einem der Medizinischen Versorgungszentren. „Wir möchten, dass unseren Patienten ein schnelles, kompetentes und serviceorientiertes Gesundheitsnetzwerk zur Verfügung steht. Dafür arbeiten wir weiter daran Synergien zu bündeln und sinnvolle Kooperation zu erschließen“, so Dr. Sebastian Heumüller.

Pressekontakt

Martin-Thomas Wachter

Abteilungsleiter PR/Marketing
Martin-Thomas Wachter

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 87 Kliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), und zehn Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon 11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.