10. Vogelsänger Schmerztag mit großer Resonanz
Pressemitteilung

10. Vogelsänger Schmerztag mit großer Resonanz

Vogelsang-Gommern

Insgesamt 64 Ärzte, Therapeuten und Pfleger nahmen am vergangenen Mittwoch am Schmerztag der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern im MVZ Magdeburg teil. Bereits zum zehnten Mal lud Chefärztin Dr. med. Angela Stephan zur traditionellen Veranstaltung, die sich in diesem Jahr mit dem Thema „Teilstationäre multimodale Schmerztherapie“ befasste.

Der diesjährige Vogelsänger Schmerztag widmet sich einem Thema von steigender Bedeutung, dem wir als Klinik für Schmerztherapie nun auch in Sachsen-Anhalt eine Bühne geben wollen.

Dr. med. Angela Stephan, Chefärztin der Klinik für Schmerztherapie

Vorgestellt wurde das Konzept einer schmerztherapeutischen Tagesklinik in der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern, in der Patienten mit chronischen Schmerzen über einen Zeitraum von fünf Wochen mit einem multimodalen Behandlungsprogramm teilstationär behandelt werden können. Die Umsetzung bedarf noch der Budgetverhandlung mit den Kostenträgern. Der Start ist für Mitte 2019 anvisiert sobald die eigens für die teilstationäre multimodale Schmerztherapie geplanten Räumlichkeiten fertiggestellt sind.

„Der Prozess der Schmerzchronifizierung erfolgt grundsätzlich auf der körperlichen, psychischen und sozialen Ebene. Diese individuellen mehrdimensional entstandenen Schmerzen können auf diesen Ebenen erkannt und auch gelindert werden. Die multimodale Schmerztherapie in der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern ist ein Behandlungskonzept zur Stärkung körperlicher, seelischer und sozialer Fähigkeiten. Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität durch Schmerzlinderung und Wiederherstellung der Funktionalität im Alltag und Beruf. Der Bedarf daran steigt, die stationären Kapazitäten aber sind limitiert“, sagt Dr. med. Angela Stephan.

In der Konzeption sind 20 Behandlungsplätze vorgesehen. Zwei Gruppen werden mit maximal je acht Teilnehmern zusammengestellt. Vier Plätze sind der kurzteilstationären Akut- oder Boosterbehandlung vorbehalten. „Medizinische, physiotherapeutische und psychologische Ansätze werden mit Sport und Entspannung kombiniert angewandt. Im Unterschied zu vielen anderen Angeboten, gehört die Abklärung psychologischer und sozialer Aspekte und eine psychotherapeutische Behandlung von Anfang an zum Programm“, sagt Ingrid Harnisch-Lentze, Oberärztin der Klinik für Schmerztherapie in der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern. Die teilstationäre multimodale Behandlung soll über einen Zeitraum von fünf Wochen täglich in eigens dafür geschaffenen Therapieräumen stattfinden. Neben Gruppenbehandlungen sind auch Einzelbehandlungen und -gespräche vorgesehen. „Ein Vorteil der ambulanten multimodalen Schmerztherapie liegt in der wohnortnahen Betreuung ohne notwendige Hospitation. Die Patienten werden am Abend nach der Behandlung wieder in ihr häusliches, geschütztes Umfeld entlassen. Die teilstationäre Schmerztherapie ist für Patienten geeignet, die eine stationäre Therapie ablehnen oder die Kriterien für eine stationäre Schmerztherapie nicht erfüllen“, so Ingrid Harnisch-Lentze weiter.

Neben der physischen Behandlung gehört auch die psychologische Betreuung zum ganzheitlichen Ansatz der multimodalen Schmerztherapie. „Chronischer Schmerz beinhaltet mehr als das Erleben von Schmerzen. Im Verlauf der Chronifizierung spiegelt sich die Erkrankung auch im Verhalten, in der Stimmung, in Erwartungen und Überzeugungen des Patienten wieder. Häufig kommen auch gravierende Veränderungen der gesamten Lebenssituation, wie die Beeinträchtigung sozialer Beziehungen, Arbeitsunfähigkeit und finanzielle Einbußen dazu. Dies führt häufig zu einer massiven Beeinträchtigung der Lebenszufriedenheit“, sagte Denis Krappe, Psychologischer Psychotherapeut in der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern.

Bei Patienten mit chronischen Schmerzen entwickeln sich häufig Verhaltensmuster von einerseits Überaktivität und Überforderung in schmerzarmen Perioden und andererseits teils angstbedingter Passivität und Schonhaltung sowie häufigen Arztbesuchen in Schmerzphasen. Dieses Verhalten ist für die Aufrechterhaltung von Schmerzen mit verantwortlich. „In der psychologischen Schmerztherapie motivieren wir die Patienten, sich von beeinträchtigenden Verhaltensmustern zu lösen und erarbeiten ressourcenorientiert neue Wege. Darüber hinaus helfen wir dabei die psychischen und sozialen Folgen der chronischen Schmerzen in Schach zu halten, um dadurch wieder mehr Lebensqualität zu erlangen. Die Patienten sollen so nachhaltige Erfahrungen hinsichtlich ihrer Selbstwirksamkeit im Umgang mit den Schmerzen und deren Folgen erlangen“, sagt der erfahrene Psychotherapeut.

An die Vorträge schloss sich eine Diskussion sowie ein intensiver Meinungs- und Erfahrungsaustausch an. Erläutert wurde das Für und Wider einer ambulanten multimodalen Schmerztherapie und die Möglichkeiten der Umsetzung. „Wir werden künftig noch direkter auf die niedergelassenen Hausärzte zugehen, um das Konzept vorzustellen und Meinungen einzufangen“, sagt Dr. med. Angela Stephan. Anschließend konnten die Räumlichkeiten des MVZ Magdeburg besichtigt werden. Es befindet sich direkt im Allee-Center, einer zentralen Einkaufspassage in der Magdeburger Innenstadt. In der am Standort ebenfalls untergebrachten ambulanten Schmerztherapie werden Patienten mit chronischem Schmerzleiden von Ingrid Harnisch-Lentze fachärztlich versorgt.

Das sind die Sprechzeiten der Schmerztherapie im MVZ Magdeburg

Montag: 8 Uhr - 12 Uhr und 13 Uhr - 16 Uhr
Donnerstag: 8 Uhr - 12 Uhr und 13 Uhr - 16 Uhr

Terminvereinbarungen sind unter (0391) 63 67 18 14 möglich.

Wir freuen uns, dass der inzwischen zehnte Vogelsänger Schmerztag der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern bei Ärzten und Therapeuten aus Sachsen-Anhalt und auch aus den benachbarten Bundesländern auf großes Interesse gestoßen ist.

Thomas Schröder, Klinikgeschäftsführer der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern

Klinikkontakt

Dr. med. Angela Stephan

Chefärtzin Schmerztherapie
Dr. med. Angela Stephan

E-Mail

Telefon

(039200) 67-800

Die Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern, Rheumazentrum Sachsen-Anhalt, ist spezialisiert auf die Behandlung von rheumatologischen und orthopädischen Krankheitsbildern sowie auf die umfassende Schmerztherapie. Die Klinik verfügt über 151 Betten. Rund 140 Mitarbeiter versorgen jährlich um die 5000 stationären Patienten.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 87 Kliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), und zehn Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon 11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt

Martin-Thomas Wachter

Senior Referent PR/Marketing
Martin-Thomas Wachter

E-Mail

Telefon

(03923) 739-219