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Musik-Postkarten

Sag's mit Musik - Hygiene einfach erklärt

Sag's mit Musik - Hygiene einfach erklärt

Die Krankenhaushygiene kümmert sich um diverse Themen, nicht nur saubere Hände. Ganz spielerisch erklären wir das mit musikalischer Unterstützung auf unseren Postkarten.

I can't get no desinfection

Händedesinfektion ist das wirksamste Mittel, um der Übertragung von Erregern vorzubeugen - nicht nur im Krankenhaus, auch zuhause. Der Unterschied: In der Klinik nutzen wir spezielles Desinfektionsmittel, zuhause reicht gründliches Händewaschen. Küchenutensilien repräsentieren übrigens am besten die unterschiedlichen Mengen von Desinfektionsmittel, die wir in der Klinik nutzen: Der Teelöffel deckt den Bedarf an Desinfektionsmittel bei einmaligem Gebrauch ab. Pro Patient und Tag verbrauchen wir bei Helios auf einer Normalstation rund 30 Milliliter, das entspricht etwa einem Schnapsglas. Auf einer Intensivstation liegt der Verbrauch bei rund 200 Milliliter pro Tag und Patient – so viel passt etwa in eine Kaffeetasse.

Insgesamt macht das täglich rund 9 Badewannen voller Desinfektionsmittel - das sind 1.350 Liter. Unsere musikalische Vorlage für diese Postkarte könnt ihr hier anhören.

Richtige Händedesinfektion ist übrigens ganz leicht: Es sind nur sechs Schritte, die dafür Sorge tragen, dass alle Bereiche der Hand wirklich mit Desinfektionsmittel benetzt sind.

Pro Desinfektion braucht es übrigens nur die Menge, die auf einen Teelöffel passt. Auf der Infografik auf unserer Postkarte sieht man, wie einfach Händedesinfektion sein kann. Die Reihenfolge spielt übrigens keine Rolle! Am wichtigsten sind Daumen und Fingerspitzen, denn damit berühren wir die meisten Dinge. Nach der Benetzung der hohlen Hand mit ausreichend Desinfektionsmittel gilt es also nur, die sechs Schritte durchzuführen.

Bacterium Rhapsody

Bakterien - sie sind überall und sie sind nicht immer schädlich. Allein 2 Kilogramm Bakterien leben friedlich in unserem Darm und helfen uns bei der Verdauung. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit, denn überall da, wo "gute" Bakterien leben, können sich gefährliche Erreger nicht ansiedeln, da sie schlicht und einfach keinen Platz haben.

Auf unseren Händen beispielsweise leben rund 150 verschiedene Bakterienarten und es ist wichtig, dass es sie gibt. Unsere musikalische Vorlage zu dieser Postkarte findet ihr hier.

Bei uns in der Klinik sind alle Hände wichtig - nicht nur die von Pflegekräften und Medizinern, auch die von Patienten, Besuchern und Angehörigen. Denn nicht nur durch die Hände des Personals können Erreger übertragen werden, vor allem die Hände von Externen sind neuesten Studien dafür verantwortlich, dass Erreger neue Wege finden.

Was kann also jeder einzelne im Krankenhaus tun? Es sind drei einfache Sachen: Vor dem Essen die Hände waschen, vor und nach dem Krankenbesuch die Hände desinfizieren und vor dem Spülen den Toilettendeckel schließen und anschließend die Hände desinfizieren.

Mehr zum Thema Patient Empowerment lest ihr auch hier.

Eine von 80 Mikroben

Viren oder Bakterien? Was schwirrt da überhaupt auf und neben uns? Und welche Medikamente helfen wann? Jahrzehntelang galten Antibiotika als das Allheilmittel - doch zunehmende Resistenzen trüben das Bild zunehmend. Vor allem in der Tiermedizin kommen Antibiotika zum Einsatz, rund 1.260 Tonnen pro Jahr. In der Humanmedizin kommen immerhin noch 800 Tonnen jährlich zum Einsatz, der Großteil davon im ambulanten Bereich.

In Kliniken werden jährlich "nur" rund 200 Tonnen verwendet. Dabei zeigt sich, der Trend geht weg vom Breitbandantibiotikum hin zu Spezialmedikamenten, die gezielter Erreger bekämpfen und gute Bestandteile, wie zum Beispiel unsere Darmflora, weniger beeinträchtigen. Die musikalische Vorlage für diese Karte hört ihr hier.

Noch immer wissen Patienten zu wenig über Antibiotika - daher ist Aufklärung wichtig. Vor allem die Wirkweise ist nur wenig bekannt und so kommt das vermeintliche Allheilmittel noch viel zu häufig dort zum Einsatz, wo es nicht wirkt.

Auf unserer musikalischen Postkarte haben wir daher einmal kurz zusammengestellt, wo Antibiotika NICHT helfen - und das ist eine ganze Menge. Fragen Sie daher Ihren Hausarzt bei der nächsten Erkältung nicht gleich nach einem Breitbandantibiotikum, denn sofern die Erkältung virusbedingt ist, hilft das nicht. Vertrauen Sie lieber auf die gute alte Hühnersuppe und gönnen Sie sich Bettruhe!

Wash me baby, one more time

Wir bei Helios legen hohen Wert auf gründliche Hygiene, daher veröffentlichen wir unsere Hygienezahlen regelmäßig. Übertriebene Hygiene im privaten Bereich ist jedoch eher kontraproduktiv. Zuhause reicht gründliches Händewaschen, um den Schnupfen aus dem Kindergarten oder dem Büro nicht auf alle Familienmitglieder zu übertragen.

Wer zuhause mit aggressiven Desinfektionsmitteln arbeitet, verhindert beispielsweise bei Kleinkindern die Immunisierung, da der Nachwuchs kaum mit "leichten" Erregern in Kontakt kommt und das Immunsystem so nur unzureichend trainiert wird. Zudem: Dort wo weniger bedenkliche Erreger fehlen, gibt es mehr Platz für schwerere Krankheitserreger und man setzt sich unbewusst einem höheren Erkrankungsrisiko aus. Wer ein bisschen singen möchte, findet die Vorlage zu dieser Postkarte hier.

Zum Händewaschen zuhause oder auch im Kindergarten haben wir auf dieser Postkarte eine schöne Vorlage: das Händewaschlied.

Dazu einfach beide Hände mit ausreichend Seife benetzen und dann 30 Sekunden unter fließendem Wasser abwaschen. Besonders gründlich wird es, wenn man vorher Ringe oder anderen Schmuck entfernt. Aufpassen sollte man auch bei künstlichen Fingernägeln. Diese sind bei uns in der Klinik nicht erlaubt, denn unter den künstlichen Nägeln sammelt sich nachweislich mehr Schmutz und damit auch Erreger und Keime. Um dem vorzubeugen tragen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem ärztlichen Dienst und dem Pflegedienst bei der Arbeit keine Ringe, Uhren oder Kunstnägel.