Eine Entscheidung, die Leben retten kann
Pressemitteilung

Eine Entscheidung, die Leben retten kann

Uelzen

2018 ist die Zahl der Organspenden erstmals seit mehreren Jahren wieder leicht gestiegen. Trotzdem besteht weltweit ein großer Mangel an Spenderorganen, sodass betroffene Patienten mitunter Jahre auf ein passendes Organ warten müssen. Der Tag der Organspende am Samstag, 1. Juni, soll die Bevölkerung über das Thema informieren.

„Grundsätzlich kommt jeder Mensch egal welchen Alters als Organspender infrage. Einschränkungen bestehen lediglich hinsichtlich der Organgesundheit und bei infektiösen Erkrankungen wie HIV, systemischen Infektionen wie einer Blutvergiftung oder Tumoren“, sagt Dr. Uli-Rüdiger Jahn, Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Schmerztherapie am Helios Klinikum Uelzen. Für eine Spende kommen nicht nur Organe wie Herz, Lunge und Leber, sondern auch Gewebe, große Blutgefäße, Hornhaut, Faszien und Knochen in Betracht. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation haben 2018 insgesamt 955 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet. Rund 3.100 Empfänger haben so lebensrettende Organe erhalten.


Liegt kein Organspendeausweis und keine diesbezügliche Verfügung des Patienten vor, wird nach dem Hirntod eines Patienten ein Gespräch mit den nächsten Angehörigen geführt. „Dabei geht es darum, dass die Angehörigen den behandelnden Ärzten mitteilen, wie die Einstellung des Verstorbenen zum Thema Organspende war“, erklärt der Chefarzt. Bei diesen schwierigen Gesprächen sei ein hohes Maß an Empathie und Sensibilität gefordert, da die Angehörigen trauern und selbst unter Schock stehen. Leider entscheiden sich immer noch sehr viele Menschen gegen eine Organspende.


Wünschenswert wäre es deshalb, dass sich möglichst viele Menschen zu Lebzeiten mit dem Thema auseinandersetzen und eine Entscheidung für oder gegen eine Organspende treffen. Wer einen Organspendeausweis ausfüllt, kann einer Spende entweder zustimmen oder diese ablehnen. Ob die regelmäßige Abfrage durch die Krankenkassen oder die Widerspruchslösung dabei der beste Weg ist, sei erstmal zweitrangig, so Dr. Jahn. Auch die Kategorien „falsch“ oder „richtig“ gebe es nicht.


Eine Sorge, die beim Thema Organspende viele Menschen beschäftigt, kann der Chefarzt entkräften: „Organe dürfen nur bei sicher verstorbenen Patienten entnommen werden. Erst nach dem Hirntod, der nach einem strengstens festgelegten Protokoll der Bundesärztekammer festgestellt wird, kommt man als Organspender infrage.“ Und worüber viele im Zusammenhang mit dem Thema Organspende sicherlich noch nie nachgedacht haben: Die Gabe von Blut, zum Beispiel in Form von Blutkonserven nach großem Blutverlust, ist medizinisch nichts anderes als die Transplantation von flüssigem Gewebe.

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt:
Sonja Mengering
Referentin Unternehmenskommunikation
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E-Mail: sonja.mengering@helios-gesundheit.de