Epilepsie

Zusammen finden wir die geeignete Therapie für Sie

Die Epilepsie ist eine Fehlfunktion des Gehirns. Sie wird durch Nervenzellen ausgelöst, die plötzlich synchron Impulse abgeben und sich entladen. Anfälle können sehr unterschiedlich aussehen. Sie gehen häufig mit Muskelkrämpfen und Zuckungen bis hin zu Bewusstlosigkeit einher. Die Ärzte unserer Abteilung sind erfahren, die Erkrankung abzuklären und zu behandeln.

Eine Epilepsie liegt vor, wenn mindestens zwei epileptische Anfälle ohne erkennbaren Auslöser auftreten oder wenn bei abklärenden Untersuchungen des Gehirns Hinweise gefunden werden, die dafür sprechen, dass der Patient zu weiteren Anfällen neigt. Je früher wir den Patienten behandeln können, desto größer ist die Chance auf einen Therapieerfolg.

Diagnose

Nach einem erstmaligen epileptischen Anfall, untersuchen unsere Ärzte den Patienten genau, um die Ursachen zu ermitteln. Hinweise auf eine Epilepsie bringen unter anderem eine Elektroenzephalografie (EEG), bei der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche gemessen werden, sowie Aufnahmen des Gehirns per Magnetresonanztomografie (MRT). In Ausnahmefällen lassen wir Gehirnwasser untersuchen, um Entzündungen des Gehirns auszuschließen.

Therapie

Grundsätzlich hemmen Epilepsie-Medikamente die übermäßige Aktivität der Hirnzellen. Sie helfen somit das Risiko zu senken, dass es der Patient unter weiteren zu Anfällen leidet.

Ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, besprechen wir mit dem Patienten in Ruhe. Entscheidend ist, wie wahrscheinlich es ist, dass ein weiterer Anfall auftritt, um welche Form der Epilepsie es geht, wie sich die Anfälle auswirken und wie sie die Lebensqualität des Betroffenen beeinträchtigen. Wir hinterfragen  auch, wie groß die Chance ist, dass ein Medikament einen Anfall verhindern kann und welche  Nebenwirkungen die Arznei haben könnte. Nicht zuletzt beeinflussen die Lebensumstände und persönliche Bedürfnisse die Entscheidung für eine Behandlung.

Sprechen wir uns gemeinsam für eine Behandlung aus, beginnt diese in der Regel mit einem einzelnen Wirkstoff in einer niedrigen Dosierung. Hilft diese nicht ausreichend, wird meist zunächst die Dosis gesteigert. Erzielen wir so keine Besserung oder treten starke Nebenwirkungen auf, setzen wir einen anderen Wirkstoff ein. Häufig müssen wir mehrere Medikamente ausprobieren, um ein wirksames zu finden. Zudem gibt es die Möglichkeit, Medikamente zu kombinieren. Mit dem Patienten vereinbaren wir regelmäßige Nachkontrollen, um schnell auf Veränderungen reagieren zu können.

Wünschen Sie weitere Informationen oder haben Sie Fragen zur Epilepsie? In unseren Sprechstunden beraten wir Sie gerne!
Kontakt

Sekretariat Neurologie und neurologische Frührehabilitation

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(0581) 83-1501