Blutiger Schlaganfall

Zeit ist Hirn – rasche Therapie sehr wichtig

Eine Form des Schlaganfalls ist der blutige Schlaganfall. Er tritt ein, wenn eines der Gefäße des Gehirns zerreißt. Die Betroffenen müssen schnellstmöglich versorgt werden, denn Innerhalb kürzester Zeit beginnen Gehirnzellen abzusterben, da sie nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Den erforderlichen Eingriff bieten wir im Rahmen der Notfallversorgung an.

Der blutige Schlaganfall zeichnet sich dadurch aus, dass es durch das Zerreißen eines Gefäßes oder mehrere Arterien zu einer Einblutung in das Gehirn kommt.

Diagnostik

Die Diagnostik eines Schlaganfalls durch Hirnblutung beginnt mit einer neurologischen Untersuchung. Dabei prüfen die Neurologen die Bewusstseinslage des Patienten und die Funktion verschiedener Nerven. Mittels Computertomografie (CT) des Kopfes lässt sich eine Hirnblutung unmittelbar nach ihrem Auftreten erkennen. Auf den Bildern sind die genaue Lage und das Ausmaß der Hirnblutung genau zu erkennen.

Eine Alternative zur CT ist die Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT). Gegebenenfalls muss auch eine Darstellung der Hirngefäße, eine sogenannte Angiographie, erfolgen um eine Gefäßmissbildung als Ursache der Blutung zu diagnostizieren.

Therapie

Oberstes Ziel bei einem blutigen Schlaganfall ist es, die Blutung im Hirn zu stoppen, sodass ein steigender Hirndruck vermieden wird. Abhilfe schafft eine Operation bei der eventuell die Schädeldecke geöffnet werden muss. Bei diesem Eingriff entfernen wir den Bluterguss, der sich im Hirn gebildet hat. Zudem versuchen wir möglichst schnell den Blutdruck des Patienten auf ein normales Niveau zu senken.

Je schneller die Blutung gestoppt werden kann, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient den Schlaganfall ohne größere Beeinträchtigungen überlebt.