Krankenkassen zahlen einmalig Screening der Bauchschlagader
Pressemitteilung

Krankenkassen zahlen einmalig Screening der Bauchschlagader

Überlingen

Eine Ultraschalluntersuchung kann helfen, Bauchaorten-Aneurysmen frühzeitig zu erkennen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seit diesem Jahr für Männer ab dem 65. Lebensjahr die Kosten für ein einmaliges Screening der Bauchschlagader.

Bauchaorten-Aneurysmen sind krankhafte Erweiterungen der Bauchschlagader. Sie bleiben oft unbemerkt, weil Betroffene zunächst keine Beschwerden haben. Wird das Aneurysma größer, droht es zu reißen – für Betroffene kann das lebensbedrohlich sein. Mit einer Vorsorgeuntersuchung, wie einem Ultraschall-Sreening, lassen sich Aneurysmen frühzeitig erkennen. Während Frauen ein geringeres Risiko haben, sind Männer ab dem 65. Lebensjahr besonders gefährdet. Für Männer dieser Altersgruppe zahlen die gesetzlichen Krankenkassen neu seit diesem Jahr einmalig das Screening.  

Chefarzt rät zu Screening  

Dr. Christoph Miltenberger rät zu dieser Vorsorgeuntersuchung, er ist Chefarzt für Gefäßchirurgie am Helios Spital Überlingen. Bei dem Screening wird der Bauch abgetastet und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt – kurz, schmerzlos und strahlenfrei. „Aneurysmen mit einem noch kleinen Durchmesser sollten regelmäßig kontrolliert werden. Ab einem Durchmesser von fünf Zentimetern steigt die Gefahr, dass sie platzen. Das Komplikationsrisiko bei einer geplanten Operation ist zehnmal geringer als im Notfall“, erklärt der Gefäßspezialist.  

Operationsverfahren bei Bauchaorten-Aneurysma  

Zur Behandlung von Bauchaorten-Aneurysmen gibt es zwei Verfahren: Bei einer konventionellen Operation wird per Bauchschnitt der erkrankte Teil der Schlagader entfernt und mit einer Gefäßprothese ersetzt. Bei dem zweiten endovaskulären Verfahren wird über die Leistenschlagader eine sogenannte Stent-Prothese eingesetzt. Da die Bauchhöhle dabei nicht geöffnet wird, ist der Eingriff schonender. In einigen Fällen muss aber nachbehandelt werden, etwa wenn sich der Stent verschoben hat. „Heute stehen uns eine Reihe von modernen Stent-Prothesen und modernste Operationstechnik zu Verfügung, sodass wir rund 85 Prozent aller Aneurysmen sehr schonend und sicher auf dieser Weise behandeln können. Auch hier gilt aber, in jedem einzelnen Fall genau zu prüfen, ob eine Stent-Prothese in Frage kommt“, sagt Miltenberger.  

Aortachirurgie ist Zentrumschirurgie  

Daher sei es ratsam, sich in einem spezialisierten Zentrum behandeln zu lassen, so Miltenberger. So arbeiten etwa im „Helios Aortenzentrum Süd“ Gefäßspezialisten aller baden-württembergischen und bayerischen Helios-Kliniken bei der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Aorta zusammen. Die Häuser sind untereinander mit modernster IT-Technik vernetzt. So kann jederzeit ein kollegialer Expertenrat eingeholt werden: „Wir besprechen einzelne Fälle und können uns mittels Videokonferenz austauschen. Auf diese Weise können wir sehr schnell entscheiden, mit welcher Behandlungsmethode und in welcher Klinik ein Patient optimal versorgt werden kann“, erklärt Miltenberger. Die klinikübergreifende Zusammenarbeit bietet ein optimales Behandlungskonzept. Für die Patienten bedeutet die Vernetzung Sicherheit und höchste medizinische Qualität.            




Das Helios Spital Überlingen befindet sich in einer der schönsten Regionen Deutschlands am Bodensee. Das leistungsfähige Krankenhaus bietet rund um die Uhr kompetente medizinische Versorgung. Dazu gehören unter anderem eine kontinuierliche Herzkatheterbereitschaft, die Versorgung von schwerverletzten Patienten im regionalen Traumazentrum und ein zertifiziertes Brust- und Gefäßzentrum sowie Darm-Pankreaszentrum. In zehn medizinischen Fachrichtungen werden jährlich rund 9.100 stationäre und 16.000 ambulante Patienten versorgt. Rund 400 Mitarbeiter setzen sich jeden Tag für das Wohl der Patienten ein. Unsere Patientenzimmer mit Sicht über den Bodensee sowie die persönliche Atmosphäre helfen sich wohlzufühlen und schnell zu genesen.  

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr  als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. In Deutschland hat Helios 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Helios versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.  

Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro. Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.  

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