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Warum Weißwein besser zu Käse passt© Foto: Coloured-Pic von stock.adobe.com

Warum Weißwein besser zu Käse passt

Müllheim

Der Herbst ist die Jahreszeit der Winzer und Kellermeister. Überall in den Rebbergen und in den Weinkellern sieht man fleißige Hände mit dem Ziel, gute regionale Rot-, Rosé- oder Weißweine im Folgejahr zu präsentieren. Käse als Weinbegleiter ist eine weit verbreitete kulinarische Kombination. Doch sind Rotwein und Käse wirklich ein kulinarisches Traumpaar und kann man Sodbrennen nach weinreichen Abenden vermeiden?

Käse und Rotwein – ein weit verbreiteter Irrtum, denn unpassender Käse oder andere Speisen können einen guten Wein ruinieren. Der Grund: Die insbesondere in Käse reichlich vorhandene Milchsäure verträgt sich schlecht mit der Gerbsäure des Rotweins. Das führt zu einem metallischen, kupfernen Geschmack. Alkoholreiche Getränke und fettiges Essen ziehen zudem häufig Sodbrennen nach sich und trüben die Glücksgefühle nach kulinarischen Momenten.

Welcher Käse zu welchem Wein?

Käse enthält salzige, saure, würzige oder süße Komponenten und insbesondere Fett, das den Geschmack verstärkt und die feinen Aromen des Rotweines überdeckt. Zu einer Käseauswahl reicht man daher besser einen kräftigen und säurebetonten oder einen herben oder restsüßen Weißwein. „Stimmt die Beziehung zwischen Wein und Käse, ist ein geschmacklich tolles Erlebnis garantiert“, verspricht Giusj Lo Burgio, Ernährungswissenschaftlerin der Helios Kliniken Breisgau-Hochschwarzwald. Schwierig ist, für eine Käseplatte mit verschiedenen Sorten einen einzigen passenden Wein zu finden. Allgemein gilt, dass Käse und Wein aus einer Region sich aufgrund derselben klimatischen und geografischen Gegebenheiten gut vertragen.

Käse und Wein sollten in etwa ein gleich starkes Aroma besitzen. Ein gereifter, kräftiger Käse harmoniert mit einem gehaltvolleren und vollmundigen Wein, während bei einer Käsesorte mit feinem Aroma ein dezenter und filigraner Wein besser passt. Reicht man bei einer gemischten Käseplatte einen einzelnen Wein, sollte der sich am kräftigsten Käse orientieren. Wer die genannten Grundregeln beachtet, kann sicher sein, dass Käse und Wein perfekt harmonieren. Nicht zuletzt gilt jedoch: „Erlaubt ist, was schmeckt, aber in Maßen.“

  • Je cremiger der Käse ist, desto mehr Säure darf der Wein haben.
  • Zu säuerlichem Käse wie Schafs- oder Ziegenkäse passt feinherber Weißwein.
  • Zu salzigem Käse reicht man am besten halbtrockenen oder edelsüßen Weißwein, wie Trockenbeerenauslese oder Eisweine.
  • Einzig bei Hartkäse wie Parmesan darf es gern ein gerbstoffreicher Rotwein sein.

Sodbrennen vermeiden

Viele Betroffene leiden nach fettreichem oder saurem Essen insbesondere in Kombination mit Alkohol an Sodbrennen. Ausgelöst durch den ständigen Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre verursacht das Brennen in der Brustgegend häufig schlaflose Nächte. Dr. Thomas Truschel, Sektionsleiter der Gastroenterologie der Müllheimer Helios Klinik, gibt hilfreiche Tipps, damit es gar nicht erst so weit kommt: „Verzichten Sie auf den obligatorischen Schnaps nach dem Essen, denn dieser stimuliert zusätzlich die Säurebildung im Magen und wirkt in Bezug auf das Sodbrennen eher kontraproduktiv. Wein, weitere alkoholische Getränke und fettreiches Essen sollten in Maßen genossen werden. Hilfreich zur Verminderung von Sodbrennen ist es, das Abendessen nicht zu spät zu beginnen. Günstig wirkt sich das gemütliche Beisammensein nach dem Essen aus, wenn es einen zeitlichen Abstand von zwei bis drei Stunden bis zur Bettruhe schafft. Wenn es doch zum unliebsamen Brennen in der Speiseröhre kommt, können Milch, Weißbrot oder Kartoffeln dabei helfen, die Magensäure bis zu einem gewissen Grad zu neutralisieren. „Dazu gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Studien. Wenn es Betroffenen hilft, ist das eine einfache Möglichkeit, Sodbrennen zu mindern.“ Weitere Hilfreiche Tipps des Mediziners sind:

  • Langsam Essen und gut durchkauen. Man nimmt dem Verdauungstrakt dadurch Arbeit ab und wird schneller satt.
  • Bequeme und lockere Kleidung mindern den Druck auf den Bauchraum.
  • Verdauungsspaziergänge regen die Verdauung an und fördern die Entleerung des Magens.
  • Schlafen auf der linken Seite oder mit um zehn bis 15 cm erhöhten Oberkörper vermindern ein Zurückfließen der Magensäure in die Speiseröhre, denn dadurch wird der Mageneingang über das Niveau der Magensäfte im mittleren Magenabschnitt gehoben.

„Wer häufig und über längere Zeit unter Sodbrennen leidet, sollte wenigstens einmalig eine Magenspiegelung durchführen lassen, um schwere Entzündungen und Veränderungen der Speiseröhrenschleimhaut zu erkennen“, rät Dr. Truschel. Eine gute Botschaft hat der Mediziner bezüglich Weingenuss und Sodbrennen: „Sodbrennen ist lästig, aber selten gefährlich. Wissenschaftlich gibt es keinen Hinweis darauf, dass maßvoller Weingenuss das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöht.“

 


Die Kliniken Breisach, Müllheim und Titisee-Neustadt gehören seit 1998 zu Helios. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hält seit der Privatisierung der Kliniken 26 Prozent an der gemeinsamen Trägergesellschaft. Als Helios Kliniken Breisgau-Hochschwarzwald stehen sie für die wohnortnahe und kompetente medizinische Versorgung rund um Freiburg im Breisgau. Die Kliniken behandeln zusammen jährlich etwa 21.000 stationäre und 38.000 ambulante Patienten. Insgesamt verfügen sie über 424 Betten und beschäftigen rund 1.000 Mitarbeiter.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika. Rund 20 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

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