Allgemein- und Viszeralchirurgie

Hernienchirurgie

Im Rahmen der Hernienchirurgie behandeln wir Leisten-, Bauchwand-, Nabel- und Narbenbrüche

Die Hernienchirurgie bildet einen großen Schwerpunkt der Allgemein- und Viszeralchirurgie. Ein Großteil der Eingriffe wird minimal-invasiv durchgeführt. Das Team der Abteilung behandelt die folgenden Krankheitsbilder: 

Bei einem Leistenbruch kommt es aufgrund einer Bindegewebsschwäche zu einer Vorwölbung im Bereich der Leiste. Je nach Ausprägung kann sich in dieser Vorwölbung auch Darm befinden. In der Regel sollten Leistenbrüche operativ versorgt werden, da es zu keiner Spontanheilung kommt und die Gefahr einer Einklemmung des Darmes und damit eines Darmverschlusses besteht. 

Sollte bei Ihnen ein Leistenbruch festgestellt werden, kann Ihr Hausarzt Sie in unsere Sprechstunde überweisen. Selbstverständlich behandeln wir auch akut eingeklemmte Leistenbrüche. 

Nach der Erhebung Ihrer Krankengeschichte führen wir eine klinische Untersuchung und bei Bedarf eine Ultraschalluntersuchung der Leiste durch.  

Zusammen mit Ihnen werden wir anhand eines anatomischen 3D-Modells die beste Behandlungsstrategie für Sie besprechen und festlegen. Grundsätzlich können Leistenbrüche offen (ca. 6 cm langer Hautschnitt in der Leiste) oder minimal-invasiv (Schlüssellochchirurgie) operiert werden. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch werden wir Ihnen beide Verfahren und die Nachbehandlung erläutern. 

Unsere Klinik verfügt über eine große Erfahrung an Leistenbruchoperationen. In den letzten Jahren führten wir stets über 200 Bruchoperationen pro Jahr durch.

Genau wie Leistenbrüche in der Leiste, können Brüche auch an anderen Stellen an der Bauchwand aufgrund einer Bindegewebsschwäche auftreten. Auch hier besteht die Gefahr einer Einklemmung. Am häufigsten sind Brüche am Bauchnabel oder im Bereich der Mittellinie im Oberbauch.

Sollte bei Ihnen ein solcher Bruch festgestellt werden, beraten wir Sie gerne in unserer Sprechstunde ausführlich zu den verschiedenen Therapiemöglichkeiten.

Hierzu folgt nach der Erhebung Ihrer Krankengeschichte eine körperliche Untersuchung und wenn notwendig auch eine Ultraschalluntersuchung. 

Gemeinsam mit Ihnen werden wir in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch die optimale Therapie festlegen und Ihnen die Nachbehandlung erläutern. Meist werden wir die Einpflanzung eines Kunststoffnetzes zur Verstärkung der Bauchwand empfehlen.

Bei Narbenbrüchen kommt es zu einer Schwächung der Bauchwand nach vorangegangenen operativen Eingriffen. Betroffene Patienten bemerken eine Vorwölbung im Bereich der Narbe

Der Zeitraum zwischen dem Auftreten eines Narbenbruchs und der vorangegangenen Operation variiert stark (Wochen bis viele Jahre). Warum es bei manchen Patienten zu einem Narbenbruch kommt und bei anderen nicht, ist nicht vollständig geklärt.

In der Regel sollten Narbenbrüche operiert werden, da es ansonsten zu einer weiteren Vergrößerung und auch Einklemmung mit der Folge eines Darmverschlusses kommen kann.

Nach der Erhebung Ihrer Krankengeschichte folgen eine körperliche Untersuchung sowie die Durchführung einer Ultraschalluntersuchung. Je nach Größe des Bruchs sollte auch eine Computertomografie zur genauen Beurteilung des Bruchs durchgeführt werden.

Anschließend werden wir mit Ihnen die optimale Therapie besprechen. Es empfiehlt sich zur Vermeidung eines erneuten Auftretens die Bauchwand mit einem Kunststoffnetz zu verstärken.