Stralsunder Chefarzt in China zum Professor berufen
Pressemitteilung

Stralsunder Chefarzt in China zum Professor berufen

Stralsund

Der Chefarzt der Forensischen Psychiatrie am Helios Hanseklinikum Stralsund, Dr. Stefan Orlob, engagiert sich künftig in Forschung und Lehre an der chinesischen Anhui Universität in Hefei. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt und Vorträgen ist er zum Gastprofessor ernannt worden.

Wer von einer Chinareise zurückkehrt, hat wahrscheinlich die klassischen Mitbringsel im Gepäck: Tee, Kräuter, Porzellan oder vielleicht noch eine Winkekatze. Dr. Orlob, Chefarzt der Forensischen Psychiatrie am Stralsunder Hanseklinikum, bringt ein ganz besonderes Geschenk mit in die Heimat. Er wurde an der Anhui University of Chinese Medicine zum Gastprofessor ernannt und bringt sich damit als Dozent in Forschung und Lehre ein. „Über das Stralsunder Konfuzius-Institut stehe ich mit der Uni schon länger im Kontakt. Es ist für mich eine große Ehre, dort tätig zu werden, und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“, sagt der Chefarzt, der Ende des Jahres das Klinikum verlässt, um sich verstärkt seiner Gutachtertätigkeit als Forensischer Psychiater zu widmen.

Hefei ist mit fast acht Millionen Einwohnern die Hauptstadt der chinesischen Provinz Anhui, einer wirtschaftlich sehr leistungsstarken Region in der Volksrepublik. An der Anhui University of Chinese Medicine studieren über 14.000 Studenten, die von 3.000 akademischen Mitarbeitern betreut werden, wobei Internationalität groß geschrieben wird. Hefei arbeitet seit mehr als 30 Jahren mit deutschen Hochschulen zusammen. Gutes Beispiel ist die Kooperation mit der Hochschule Stralsund, die unter dem ehemaligen Rektor Prof. Falk Höhn entstanden ist. Höhn ist in vielen Bereichen langjähriger Wegbereiter der Zusammenarbeit mit China und genießt dort hohes Ansehen. Er hat 2016 das Stralsunder Konfuzius-Institut aufgebaut und fördert seitdem den gegenseitigen Wissenstransfer mit Hefei hinsichtlich traditioneller chinesischer Medizin (TCM) und westlicher Medizin. Über Prof. Harald Freyberger, Chefarzt der Erwachsenenpsychiatrie in Stralsund und Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uni Greifswald, ist auch die Verbindung mit dem Psychosozialen Zentrum am Krankenhaus West entstanden, die nun noch enger wird. Auch Freyberger war Mitglied der Delegation, die sich auf den Weg nach China machte.

TCM am Hanseklinikum

Bereits im vergangenen Jahr ist TCM-Dozent Dr. Rilong Huang von China nach Stralsund gereist, um acht Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte des Hanseklinikums in Akupunktur auszubilden. In diesem Jahr folgte die Einladung nach China, um die Technik auszubauen. Seitdem kommt diese traditionelle chinesische Heilmethode auch im Klinikum West verstärkt zum Einsatz. Die Forschung hat gezeigt, dass Akupunkturtechniken bei psychischen Störungen insbesondere die Schmerzwahrnehmung günstig beeinflussen können, was wiederum den Einsatz von Schmerzmedikamenten beachtlich verringern kann. Akupunktur dient auch als Behandlung von Angst- und Anspannungszuständen, Suchterkrankungen, affektiven Störungen wie zum Beispiel Depression und einer Reihe von weiteren psychosomatischen Störungen.

Über Helios

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 87 Kliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), und zehn Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon 11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt

Mathias Bonatz

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