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Schlaganfallstation im Hanseklinikum erneut ausgezeichnet

Schlaganfallstation im Hanseklinikum erneut ausgezeichnet

Stralsund

Zum fünften Mal in Folge hat die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft die überregionale Stroke Unit am Helios Hanseklinikum Stralsund rezertifiziert.

Seit 2006 erfüllt die spezialisierte Stralsunder Schlaganfallstation die strengen Kriterien der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und sichert damit eine kontinuierlich hohe Versorgungsqualität für Schlaganfall-Patient:innen im Landkreis Vorpommern-Rügen. Im Jahr 2017 wurde die Station sogar erstmals als überregionale Stroke Unit ausgezeichnet. Nun erfolgte die Rezertifizierung trotz Corona-Pandemie termingerecht.

Angaben der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zufolge erleiden bundesweit rund 270.000 Menschen jährlich einen Schlaganfall. Über 60.000 Menschen sterben daran. Der Schlaganfall ist nach Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Allein die Stralsunder Stroke Unit versorgt jährlich über 800 Schlaganfall-Patient:innen – im Jahr 2005 waren es noch rund 300. In den vergangenen Jahren sind die technischen Möglichkeiten in der Akut-Therapie des Schlaganfalls enorm verbessert worden. Gerade bei schwersten Schlaganfall-Patient:innen kann man heute häufig sehr gut durch eine Katheterentfernung des Blutgerinsels helfen. „Wir sind stolz, dass diese moderne Technik jederzeit bei uns zur Verfügung steht“, sagt der Chefarzt der Neurologischen Klinik am Hanseklinikum, Prof. Jörn Peter Sieb. „Das Team der Stroke Unit hat sich durch ihr Engagement mit der erneuten Zertifizierung belohnt. Das ist ein toller Erfolg für das gesamte Hanseklinikum.“

Deutschlandweit sind rund 200 Kliniken als spezialisierte Stroke Units bei der DSG registriert. Krankenhäuser müssen ein Schlaganfall-Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten vorhalten, das sich besonders qualifiziert rund um die Uhr auf die Behandlung von Schlaganfall-Patient:innen konzentriert. Eine Notfalldiagnostik und -therapie muss ohne Verzug jederzeit gewährleistet sein. Denn bei einem Schlaganfall zählt jede Minute.

Die schnelle Reaktion ist für Prof. Sieb eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. „Beim Schlaganfall ist Eile geboten“, betont der Chefarzt. „Bei den ersten Anzeichen sollte der Betroffene ohne Verzug über den Rettungsdienst im Landkreis direkt in die neurologische Notfallversorgung unserer zertifizierten Stroke Unit gebracht werden. Das ist nach wie vor nicht immer der Fall.“ Um sämtliche Therapieoptionen einsetzen zu können und das Risiko für Folgeerkrankungen möglichst gering zu halten, müsse die Behandlung innerhalb weniger Stunden beginnen,“ sagt Prof. Sieb.

Lähmungserscheinungen und/oder Taubheitsgefühl einer Körperseite, ein herabhängender Mundwinkel, Störungen der Sprache und gegebenenfalls auch Sehstörungen, wie einäugige Blindheit, Gesichtsfeldausfälle oder Doppelbilder, sind Anzeichen eines Schlaganfalls.