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Hanseklinikum ruft zur Schweigeminute für NS-Opfer auf

Hanseklinikum ruft zur Schweigeminute für NS-Opfer auf

Stralsund

Das Helios Hanseklinikum Stralsund ruft zu einer Schweigeminute und öffentlichen Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer der NS-„Euthanasie“ auf. Zwischen 1939 und 1940 wurden hunderte Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen aus der ehemaligen Landesheilanstalt Stralsund am Krankenhaus West deportiert und getötet.

„Wir sind uns der Geschichte unseres Standortes bewusst. Daher erinnern wir seit mehreren Jahren am 27. Januar an das Schicksal von mehr als 1.000 kranken und behinderten Menschen, die im Rahmen des NS-„Euthanasie“-Programms, in das seinerzeit Ärzte und Pflegemitarbeiter eingebunden waren, ermordet wurden. Die Erinnerung an die Opfer ist ein Teil unserer Verantwortungsübernahme, dass sich ein solches Grauen nicht wiederholt“, sagt Dr. Jan Armbruster. Der Leitende Oberarzt der Forensischen Psychiatrie setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Historie des Krankenhauses West auseinander.

Die Schweigeminute findet am 27. Januar 2020 um 12:00 Uhr am Mahnmal neben der Klinikumskirche am Krankenhaus West statt.

Der 27. Januar ist bundesweit der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. An diesem Tag vor 75 Jahren befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz, wodurch rund 7.500 Häftlinge aus der Gefangenschaft befreit werden konnten.