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Gesundheitsminister Glawe eröffnet neues Gebäude der Forensischen Psychiatrie in Stralsund

Gesundheitsminister Glawe eröffnet neues Gebäude der Forensischen Psychiatrie in Stralsund

Stralsund

Am Helios Hanseklinikum sind neue Räumlichkeiten zur Behandlung von Patientinnen und Patienten im Maßregelvollzug entstanden. Gesundheitsminister Harry Glawe stellte 1,5 Millionen Euro für die Sanierung des gesamten Gebäudes zur Verfügung.

Am Krankenhaus West hat ein wichtiges Bauprojekt seinen Abschluss gefunden. Über rund anderthalb Jahre hinweg wurde das Haus 25 von Grund auf saniert. Das Gebäude bewohnten bis 2018 Privatpersonen und früher auch Mitarbeiter des Hanseklinikums. Nun sind moderne Räumlichkeiten entstanden, in die die offene Wohngruppe der Forensischen Psychiatrie mit acht Plätzen sowie die Forensische Institutsambulanz einziehen. „Wer die ehemaligen baulichen Gegebenheiten kennt, wird nachvollziehen können, dass dieser Umzug für uns etwas ganz Besonderes darstellt“, erklärte Klinikgeschäftsführer David Kayser heute bei der Eröffnungsfeier. „Diesen Weg hätten wir ohne die Unterstützung tatkräftiger Partner, unserer Mitarbeiter und von Gesundheitsminister Harry Glawe nicht gehen können. Dafür möchte ich mich bedanken.“

Der Minister hatte sich 2017 bei einem Besuch der Klinik ein Bild von der in die Jahre gekommenen Station gemacht. In der Folge bewilligte er einen Fördermittelzuschuss für die Sanierung von 1,5 Millionen Euro. Das Hanseklinikum investierte zudem 400.000 Euro.

„In einer kliniknahen offenen Wohngruppe können die Patienten einen weiteren Schritt der Rehabilitation und Re-Integration gehen. So wird die weitere Entwicklung zu einem selbstständigen und straffreien Leben in einem realitätsnahen und dennoch kontrollierten Umfeld gefördert. Damit dies gelingen kann, sind neben einer hochqualifizierten Behandlung und Betreuung auch die äußeren Rahmenbedingungen wichtig. Mit der Sanierung von Haus 25 ist für die Patienten und das medizinische Personal ein Umfeld entstanden, das optimale Voraussetzungen für wirksame Therapien bietet“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Offene Wohngruppe
Die offene Wohngruppe ist räumlich wie eine klassische Wohngemeinschaft angeordnet. Es gibt Einzelzimmer und Gemeinschaftsräume wie Bad oder Küche. Neben Arbeit und Teilnahme an therapeutischen Angeboten, stehen gemeinsames Einkaufen und Kochen auf dem Programm. Ebenso wird die Freizeitgestaltung erprobt, hier steht auch ein Kickertisch zur Verfügung. „Das neue Gebäude fördert durch das Raumkonzept das soziale Miteinander“, machte die Chefärztin der Forensischen Klinik, Anja M. Westendarp, deutlich. „Unsere Mitarbeiter*innen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Resozialisierung und damit zur Sekundärprävention. Die Wohngruppe soll die Patienten perspektivisch auf ein Leben außerhalb der Klinik vorbereiten – je nach Entwicklung in einem stationär betreuten Wohnen oder in eigener Wohnung.“ Die offene Wohngruppe ist ein mindergesicherter Bereich, in dem forensische Patienten untergebracht sind, die aufgrund des Therapiefortschritts Lockerungen erfahren.

Maßregelvollzug

Die Forensische Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Hanseklinikum verfügt über 65 Behandlungsplätze und ist vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit der Aufgabe des Maßregelvollzugs betraut. In der Forensischen Psychiatrie werden Straftäter behandelt, deren Taten im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen wie Psychosen, schweren Persönlichkeitsstörungen oder Intelligenzminderung stehen.