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Geburtshilfe: Höchste Qualität auch während Corona-Pandemie

Geburtshilfe: Höchste Qualität auch während Corona-Pandemie

Stralsund

Das Helios Hanseklinikum Stralsund hat vorsorgliche Maßnahmen getroffen, um die Geburt auch weiterhin für Patientin, Kind und Personal gleichermaßen sicher zu gestalten. Es gelten strenge Auflagen für Begleitpersonen.

Das Coronavirus stellt viele Bereiche des öffentlichen Lebens vor enorme Herausforderungen. Im Helios Hanseklinikum Stralsund gilt inzwischen ein generelles Besuchsverbot, welches nun für die Geburtshilfe noch enger gefasst wurde. „Die Geburt eines Kindes gehört zu den schönsten und eindrücklichsten Erfahrungen im Leben. Doch angesichts der täglichen Bilder aus den Krisengebieten ist maximale Reduktion der Kontakte das Gebot der Stunde“, macht der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Hanseklinikum, Dr. Frank Ruhland, deutlich.

„Wir stehen weiterhin in jedem notwendigen Maße den werdenden Müttern zur Seite, um ihr Kind gesund zur Welt zu bringen. In diesen schwierigen Zeiten müssen wir kritische Situationen so gut es geht vermeiden und dürfen Mitpatienten und unser Personal nicht zusätzlich in Gefahr bringen.“

Das Team der Geburtshilfe und die Beleghebammen des „Hebammenanker am Sund“ unterstützen werdende Mütter zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin bei dem Wunsch, einen Angehörigen zur Geburt mitzunehmen. Allerdings nur unter strengen Auflagen. So darf derzeit nur eine Begleitperson mit in den Kreißsaal. Die Person darf nicht wechseln und während der Geburt den Kreißsaal nicht verlassen. Zudem darf sie keine Erkältungssymptome aufweisen.

Bei einer Kaiserschnitt-Geburt ist eine Begleitung nicht erlaubt. Nach der Geburt gelten die aktuellen Einschränkungen für Besucher, wonach ein Besuch nur in Ausnahmefällen stattfinden darf und vom medizinischen Personal gestattet werden muss. Von Familienzimmern und der Unterbringung des Partners rät das Klinikum zum aktuellen Zeitpunkt generell ab.

„Diese Regelungen müssen wir zum Schutz aller durchsetzen, auch wenn wir wissen, wie schwierig das bei einem solch besonderen Ereignis ist“, sagt die Oberärztin des Kreißsaals, Wiebke Duwe. Sie ist selbst vierfache Mutter und kann daher die Ängste und Sorgen der werdenden Eltern sehr gut nachvollziehen, doch letztlich stehe das Wohl von Mutter und Kind an erster Stelle, sagt sie.

Corona-Verdacht bei einer Schwangeren

Die Abläufe in der Geburtshilfe laufen unter Berücksichtigung der allgemein gültigen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen weiter wie bisher. Mediziner teilen aktuell die Ansicht, dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass Schwangere durch das neuartige Corona-Virus (SARS-CoV-2) gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung. Es gibt bislang auch keine Hinweise darauf, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann. Das geht auch aus Informationen des Robert-Koch-Instituts und der WHO hervor.

Eine Erkrankung oder der Verdacht auf eine Erkrankung am neuartigen Coronavirus hat keinen Einfluss auf die Form der Geburt. Die Entscheidung für eine natürliche Geburt oder eine andere Form der Geburt erfolgt nach denselben Kriterien wie bisher. Sollten Schwangere beziehungsweise werdende Mütter mit Verdacht auf eine Coronainfektion oder einer bestätigten Corona-Erkrankung ins Klinikum kommen, ist dies dem Personal im Vorfeld mitzuteilen.

Sie werden dann räumlich separiert und nach der Geburt im Isolierbereich untergebracht. „Hierbei halten wir uns an die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe für die geburtshilfliche Versorgung im Zusammenhang mit dem Coronavirus“, erklärt der Chefarzt.

Elterninfoabende und Kreißsaalbesichtigungen sind bis auf weiteres ausgesetzt.