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Siegburger Kardiologen setzen „rotes Zeichen“
Pressemitteilung
National Wear Red Day

Siegburger Kardiologen setzen „rotes Zeichen“

Siegburg

Rote Handschuhe, rote Schnürsenkel, rote Schals: die Kardiologen des Helios Klinikums bekennen „Farbe“ und setzen gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen des Herzkatheterlabors ein sichtbares Zeichen, um das Bewusstsein für Herzerkrankungen – insbesondere bei Frauen – zu steigern und für das Thema zu sensibilisieren. Anlass bietet der diesjährige „National Wear Red Day“, initiiert durch die American Heart Association.

Was zunächst lustig erscheint und an Karneval erinnert, hat einen ernsten Hintergrund: Der Herzinfarkt zählt zu den häufigsten Todesursuchen. Alleine in Deutschland sterben rund 65.000 Menschen an dessen Folgen – und das jedes Jahr. Dabei nehmen viele diese Erkrankung als reine „Männersache“ wahr. Tatsächlich sprechen die Zahlen allerdings eine andere Sprache: Fast doppelt so häufig wie Männer sterben Frauen an den Folgen eines Herzinfarktes – Tendenz steigend. Einer der Gründe: Ihr Herz „tickt“ sprichwörtlich anders, sodass die ersten Symptome häufig nicht früh genug erkannt werden und das Herzleiden dadurch zu spät diagnostiziert und therapiert wird.

„Während Frauen beispielsweise bei Rhythmusstörungen häufig achtsamer mit ihrer Gesundheit umgehen als Männer, fällt auf, dass sie bei koronaren Herzerkrankungen, wie dem Herzinfarkt, oftmals erst dann zu uns kommen, wenn es eigentlich schon zu spät und der Infarkt bereits eingetreten ist“, erklärt Prof. Dr. med. Peter Boekstegers, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie im Helios Klinikum Siegburg. Wichtig sei daher, die Symptome des „weilblichen“ Herzinfarktes im Vergleich zum „männlichen“ zu kennen. „Der klassische Herzinfarkt wird in der Regel mit Brustschmerzen und Schmerzen hinter dem Brustbein – ausstrahlend zum Arm oder Unterkiefer in Verbindung gebracht“, so Boekstegers. „Diese Beschwerden können auch bei Frauen auftreten, müssen sie aber nicht in jedem Fall.“ Vielmehr kündigen sich Herzprobleme bei Frauen eher durch unspezifische Signale an – wie etwa Übelkeit und Erbrechen, Atem- und Luftnot sowie Schmerzen im Oberbauch begleitet von Druck- und Engegefühl im Brustkorb. Bei all diesen Symptomen heißt es, schnell reagieren und sofort den Notarzt rufen bzw. die Notfall-Ambulanz aufsuchen. 

Geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen auch beim Alter, in dem der Herzinfarkt auftritt. So sind Frauen in der Regel später, d. h. besonders ab dem 50. Lebensjahr betroffen. Prof. Boekstegers weiß, weshalb: „Bis zu den Wechseljahren sind Frauen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen hormonbedingt besser gewappnet. Dieser natürliche Schutz nimmt ab, wenn mit den Wechseljahren nach und nach weniger Östrogen produziert wird.“ Vorbeugend sollten Frauen deshalb vor allem ab den Wechseljahren auf eine gesunde Lebensweise achten – mit dem Ziel, das Bluthochdruck- und Diabetes-Risiko zu verringern. Hilfreich sind hier neben einer ausgewogenen Ernährung vor allem Bewegung und regelmäßiger Sport.

 

Chest Pain Unit: Schnelle und umfangreiche Betreuung bei akuten Brustschmerzen

Die Brustschmerzambulanz (CPU = „chest pain unit“) ist als Therapieeinheit in die interdisziplinäre Notfall-Ambulanz und Überwachungsstation des Helios Klinikums integriert. Im Vordergrund stehen die möglichst schnelle Diagnose und Therapie von Patienten mit unklarem Brustschmerz – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. So können gerade Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt, bei denen es auf jede Sekunde ankommt, ohne Zeitverzögerung mit Ultraschall, Bluttests oder EKG intensiv behandelt und überwacht werden.

 

Pressekontakt:
Carina Martinetz
Unternehmenskommunikation
Telefon: (02241) 18-7291
E-Mail: carina.martinetz@helios-gesundheit.de