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Korrekturen im Gesicht

Jugendliches Aussehen ist schon immer Ausdruck von Gesundheit und Attraktivität. Aber sowohl Umwelteinflüsse, Sonne und Nikotin als auch der natürliche Alterungsprozess hinterlassen ihre Spuren. Durch Nachlassen der Hautspannung und Elastizität entstehen Falten, insbesondere an Hautregionen, die ständig mimischer Muskelaktivität ausgesetzt sind (z.B. Zornes - und Stirnfalten).

Älterwerden ohne alt auszusehen, dem Gesicht einen jugendlichen Ausdruck zu geben, Altersfolgen zu mindern ohne das eigene "ich" zu verlieren, ist ein vorrangiges Ziel ästhetischer Korrekturen im Gesichtsbereich. Mit der gezielten und sachgerechten Anwendung spezieller Substanzen sind Altersfolgen erfolgreich zu mindern und dies lange vor der Durchführung straffender Operationen, wie z.B. einem Facelift.

Prinzipiell lassen sich fast alle Falten und Fältchen vermindern oder sogar komplett korrigieren. Die Dauer und Intensität der Verbesserung ist jedoch von einigen Faktoren abhängig. Hierzu gehören: Faltentiefe, die Dauer der bestehenden Falten, das Hautbild, der Lebensstil (Nikotinabusus, Sonnenexposition, etc.) und die Art des Unterspritzungsmaterials. Ab einer bestimmten Befundausprägung sind Operationen zum Erreichen der gewünschten Ergebnisse unumgänglich.

Der Alterungsprozess des Gesichtes beginnt an den Augenlidern. Die Haut ist hier äußerst dünn und durch eine geringe Zahl von Talgdrüsen oft sehr trocken. Umwelteinflüsse (z. B. Sonne, Nikotin) führen zu einer weiteren Ausdünnung und Faltenbildung. Zudem kommt es häufig gleichzeitig zu einer Erschlaffung der Augenringmuskeln.

Die Folge ist ein Hautüberschuss mit einem Prolabieren von Fettgewebe aus der Augenhöhle, was in einer Vorwölbung am Oberlid bzw als sog. Tränensäcke am Unterlid resultiert.

Ist die Haut des Oberlides soweit erschlafft, dass sie die Wimpern überlagert, kommt es zu einer Einschränkung der Sehfähigkeit (Blickfeldeinschränkung). In diesem Fall ist die Operation neben dem ästhetischen Aspekt auch medizinisch indiziert und kann bzgl. der Kosten in Einzelfällen von den Krankenkassen übernommen werden.

 

 Ziel der OP:
 

  • Oberlidstraffung: Entfernung des Hautüberschusses und Reduktion des prolabierenden Fettgewebes. Konturierung der Umschlagsfalte.
  • Unterlidstraffung: Entfernung des Hautüberschusses und des prolabierten Fett (Tränensäcke) , ggf. mit Muskelstraffung und Aufhängung des seitlichen Lidwinkels
  • Korrektur von erschlafften Lidrändern (tränende Augen)

 

Diese Eingriffe, die fast in jedem Lebensalter durchführbar sind, werden in örtlicher Betäubung, ggf. in einem Dämmerschlaf oder Narkose (Unterlider)ausgeführt. Die fast unsichtbaren Narben werden am Oberlid in die Lidumschlagsfalte, am Unterlid direkt unter den Wimpernkranz gelegt. Nach der Operation verbleiben unsere Patienten für mindestens 6 Stunden in stationärer Betreuung und erhalten eine abschwellende und schmerzlindernde Therapie. Dies wirkt sich sehr positiv auf den weiteren Behandlungsverlauf und das Behandlungsergebnis aus.

Ein weiteres Erscheinungsbild des alternden Gesichtes ist das Absinken der Augenbrauen. Hierdurch bedingt kann fälschlicherweise ein Hautüberschuss im Bereich der Oberlider vorgetäuscht werden, der jedoch häufig auch gleichzeitig besteht.

Die Korrektur der Augenbrauen kann beim älteren Patienten über eine spindelförmige Hautentfernung unmittelbar oberhalb der Braue erfolgen. Eine andere Methode stellt die Korrektur der Augebrauen über einen Schnitt im behaarten Kopfbereich dar. Hierbei kann gleichzeitig eine Straffung der gesamten Stirnregion und eine Korrektur der Zornesfalten erfolgen. Zudem verbleiben keine sichtbaren Narben im Gesichtsbereich. Letzterer Eingriff ist in einer Vollnarkose durchzuführen.

Die Glättung der Falten und Fältchen erfolgt im oberen Gesichtbereich vornehmlich durch eine Ausschaltung der überaktiven mimischen Muskulatur mittels Botulinumtoxin, im unteren Gesichtsbereich durch Auffüllen von Volumendefekten durch naturidentische Substanzen oder Eigenfett als lokale Therapie in Form eines Lipofilling.

Zur Anwendung kommen folgende Methoden

  • Verminderung der mimischen Muskelaktivität durch Botulinumtoxin
  • Unterspritzungen / Volumenersatz mit Hyaluronsäure oder Milchsäure
  • Volumenersatz/ Faltenunterfütterung mit Eigenfett (Lipofilling)
  • Gesichtskonturierung durch "liquid lift" mittels Milchsäure

1. Korrektur mimisch bedingter Falten mit Botuliumtoxin Botulinumtoxin A, kurz Botox (BTX) genannt, ist eine neurotoxische Substanz, die die Muskelaktivität vermindert. Neben zahlreichen medizinischen Anwendungen (Lidkrampf; Schiefhals) ist die Substanz seit 2006 auch zur Behandlung von mimischen Falten zugelassen und stellt damit ein wirksames Mittel zur Ursachenbekämpfung dieser Falten dar. Mimische Falten sind v. a. die Zornes-, Stirn- und Lachfalten, die gut mit Botox zu behandeln sind. Bis zum heutigen Tag sind keine Langzeitneben- wirkungen der Botulinumtoxininjektion bekannt. Insbesondere ist einer Intoxikation bei korrekter Anwendung nicht zu befürchten, da lediglich etwa der hierzu erforderlichen Dosis verwendte wird. Die Injektionen können nach ausführlicher Aufklärung noch am gleichen Tag durchgeführt werden. Die Behandlung erfolgt ambulant.

2. Faltenglättung durch Volumenersatz mit Hyaluronsäure oder mit synthetisch hergestellter Milchsäure Hyaluronsäuren kommen in praktisch allen Geweben und Flüssigkeiten unseres Körpers vor. Sie haben eine fundamentale Bedeutung für den Hautstoffwechsel. Mit zunehmendem Alter nimmt die Hyaluronsäure - Konzentration in der Haut ab. Durch die Eigenschaft Wasser zu binden resultieren in Abhängigkeit von der verwendeten Hyaloronsäure unterschiedlich starke Volumeneffekte. Milchsäure wird in Gelform zum Ausgleich vornehmlich tiefer Falten/ Depressionen der Haut, von eingesunkenen Narben und Defekten im Unterhautfettgewebe, bevorzugt im unteren Gesichtbereich (z. B. naso-labiale Falten oder eingesunkene Wangen) injiziert. Milchsäure stimuliert den Wiederaufbau von körpereigenem Kollagen, so dass die erzielten Konturverbesserungen nachhaltig gefertigt werden.

3. Eigenfettinjektion Die Eigenfettinjektionen (Lipofilling) sind in der plastischen und ästhetischen Chirurgie seit langer Zeit etablierte Methoden. Idealerweise lassen sich mit Eigenfettinjektionen altersbedingte Veränderungen im Gesichtsbereich, wie die Abnahme des Wangen- und/oder Lippenvolumens langfristig und mit weicher Konsistenz ausgleichen. Das benötigte Eigenfett wird aus Regionen mit typischerweise vorhandenen "Fettpolstern" gewonnen. Für weitere Informationen, alternative Behandlungs- methoden und Bildinformationen vereinbaren Sie bitte einen Vorstellungstermin in unserer Sprechstunde.

4. Gesichtskonturierung (Liquid-Lifting) Hiermit ist eine Harmonisierung ganzer Gesichtsareale gemeint. Behandelt werden Nasolabialfalten und Mundwinkelfalten ebenso wie Hohlwangen und Kinnregion durch Milchsäureínjektionen. Für ein optimales ergebnis sind jedoch 3-4 Beghandlungen sinnvoll. Das bleibende Resultat ist üblicherweise erst nach einigen Wochen zu erkennen.

Ein wohlgeformter Mund mit vollen Lippen steht für Schönheit und Sinnlichkeit. Mit zunehmendem Alter verlieren auch die Lippen an Volumen und Kontur, wodurch der Gesichtsausdruck streng oder traurig wirken kann.

Die Lippenkorrektur bzw. Lippenmodelllierung kann in fast jedem Lebensaltervorgenommen werden.

Möglichkeiten der Korrektur / Techniken

  • Hyaluronsäure: Hyaluronsäure ist ein natürlicher Hautbestandteil, der das Gewebe rehydriert und den Feuchtigkeitsanteil der Haut konserviert. In Form eines viskoelastischen Gels kann Hyaluronsäure sowohl zur Konturverfeinerung als auch Auffüllung des Lippenrots angewandt werden. Da Hyaluronsäure wieder abgebaut wird, sind die erreichten Resultate nur temporär.
  • Eigenfett: Die Eigenfettinjektion (Lipofilling) stellt eine gute Alternative zur Hyaluronsäure dar. Sie ist der sogenannte "Goldstandard", ist aber aufgrund der OP-Technik als aufwendiger einzustufen und erfordert bei den Patienten wegen einer länger andauernden Schwellung und Hämatombildung mehr Geduld.
  • Dermis-Fett-Implantation: Über zwei kleine Schnitte am Mundwinkel wird ein dünner Streifen von Lederhaut mit anhängendem Fettgewebe, der aus der Leistenregion entnommen wird, in die Lippe eingebracht. Der Effekt ist permanent. Auch hier ist nach der Operation mit einer Schwellung der Lippe und möglichen Hämatomen über eine Woche zu rechnen. Eine Verhärtung des transplantierten Fettgewebes ist jedoch möglich.
  • Cheiloplastik: Bei ausreichendem Lippenvolumen, jedoch zu schmalem Lippenrot, wird durch eine Schnittführung entlang der Lippenkontur und Entfernung eines Hautstreifens oberhalb davon, je nach Wunsch des Patienten, das Lippenrot verlagert und erscheint dadurch breiter. Da die Narbe direkt an der Kontur des Lippenrotes im Übergang zur nicht pigmentierten Haut verläuft, ist sie fast unsichtbar und unauffällig.

Für weitere Fragen zur Lippenkorrektur bzw. Lippenmodellierung stehen wir Ihnen gerne in unserer Ästhetiksprechstunde zur Verfügung.

Verformte und abstehende Ohren sind eine häufige Deformität, die vom Betroffenen als sehr störend und psychisch belastend  empfunden wird. Schon in jungen Jahren (4.-6.Lj.) ist das Ohr in seiner Größe ausgewachsen und kann somit operativ in eine dauerhafte und ästhetische Form korrigiert werden (vor der Einschulung).

Grob unterscheidet man beim Ohr die äußere bogenförmige Begrenzung der Ohrmuschel (Helix), die dazu parallel verlaufende Falte (Anthelix) und die innere schüsselförmige Vertiefung nahe des Gehörgangs (Concha). Anthelix und Concha sind oft bei abstehenden Ohren atypisch verändert.

Ziel der Ohrkorrektur (Otoplastik / Otopexie) ist die (Wieder-)Herstellung einer fehlenden Anthelixfalte und ggf. die Entfernung überschüssigen Knorpels an der Ohrmuschel und der Concha zur Verminderung des Winkels zwischen Ohr und Schädel.

Die Schnittführung liegt hierbei hinter dem Ohr und ist später nahezu unsichtbar. Nach der Operation muss der Patient für 3 Wochen ein Stirnband tragen.

Vergrösserte Ohrläppchen oder deformierte/eingerissene Ohrläppchen nach Tragen von Ohrschmuck können durch kleine Eingriffe in Lokalanästhesie korrigiert werden.

Für weitere Fragen zum Thema Ohrenkorrektur stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Im Laufe des Lebens wird die Neubildung von elastischen und kollagenen Fasern altersbedingt gedrosselt. Haut und Unterhautgewebe des Gesichtes und des Halses verlieren an Elastizität und Haltevermögen - das Gewebe sinkt gemäß der Schwerkraft ab. Ebenso erschlafft die Muskulatur. "Hängebäckchen" neben dem Kinn, erschlaffte Wangen, überhängende Nasen-Lippen-Falten, Faltenbildung am Hals mit sich abzeichnenden, auseinanderweichenden Muskelbändern, abgesunkene Stirn- und Augenbrauenpartien sind die Folge.

Sind alle "konservativen Behandlungsmethoden" (s. unter Faltenbehandlung) ausgeschöpft und ist es zu o. g. Erschlaffungserscheinungen gekommen, so "lohnt" sich eine Gesichtsstraffung bzw. Halsstraffung gleichsam für Frauen und Männer. Eine Gesichtsstraffung / Halsstraffung sollte aufgrund der in Kauf zu nehmenden Narben nicht zu früh erfolgen. Im zentralen Gesichtsbereich zwischen Nase und Mund verbleiben gern tief eingesunkene Nasen-Lippen-Falten und Mundfältchen. Sie sind einem Facelift oft nicht zugänglich. Hier sind andere Behandlungsmethoden angezeigt. Eine Wiederholung der Straffungsoperationen ist möglich.

Die Eingriffe werden meist in Vollnarkose oder in einem tiefen Dämmerschlaf mit lokaler Betäubung (= Analgosedierung) durchgeführt. Zur Nachbehandlung empfehlen wir Lymphdrainagen zur Reduktion der Gesichtsschwellung, sowie das Tragen einer kleinen Kompressionsbandage zur Unterstützung der gestrafften Gesichts- und Halskontur. Das Nahtmaterial wird nach einer Woche entfernt.

Zur Festlegung des Facelift-Umfanges und der zu kombinierenden Eingriffe, abgestimmt auf die individuelle Problematik, erfolgen ausführliche Aufklärungsgespräche in unseren Ästhetiksprechstunden.

Je nach Ausmaß der erschlafften Hautpartien und dem Wunsch des Patienten, gibt es mehrere operative Möglichkeiten. Sämtliche Methoden sind so konzipiert, dass möglichst wenig und vor allem später unauffällige Narben zurückbleiben und ein frisches, erholtes aber nicht manipuliertes Aussehen des Gesichtes und Halses erreicht wird.