Bauchdeckenstraffung

Als Folge von stärkeren Gewichtsveränderungen oder auch nach einer Schwangerschaft kann es zu einem Überschuss an Hautgewebe (Cutis laxa) und/oder einer Bauchwandschwäche kommen. Für viele Patienten bedeutet das Nachlassen der Hautspannung mit einem faltigen und schlaffen Bauch gerade in der Sommerzeit eine Qual und kann nur selten durch Diäten oder durch körperliches Training verbessert werden.

Eine besondere Kompetenz besteht in unserer Abteilung für die Reparation /Rekonstruktion großer Bauchwandbrüche in Kombination mit ästhetisch- chirurgischen Maßnahmen. Hier wird die Bauchwand durch moderne Kunststoffnetze stabilisiert, wodurch oft langjährige Behinderungen und Entstellungen überwunden werden.  

Ziele der Korrektur:  

  • Resektion des überschüssigen Haut- und FettgewebesVerstärkung/Straffung der vorderen Bauchmuskeln (Rektusdiastase)
  • Modellierung des Bauch- und Hüftbereichs
  • Kombination mit einer Fettabsaugung zur Taillenbetonung
  • ggf. Entfernung von Narben oder Schwangerschaftsstreifen  


Techniken:  

Mini-Abdominoplastik: Kann in manchen Fällen bei einem nur leicht ausgeprägten Hautüberschuss angewandt werden. Die Narben sind kürzer und der Nabel braucht bei dieser Technik nicht  versetzt zu werden.  

Abdominoplastik: Nach einem bogenförmigen Schnitt an der Obergrenze der Schambehaarung wird die Bauchhaut mit dem Fettgewebe von der darunter liegenden Muskulatur abgehoben und der Überschuss entfernt.  

Der Nabel wird vom umliegenden Gewebe gelöst und nach Straffung der Bauchdecke in seiner neuen Position wieder eingenäht. Die Schnittführung wird so geplant, dass die resultierende Narbe im Normalfall von der Unterwäsche/Bademode verdeckt wird.

Nach der Operation muss der Patient 8 Wochen lang ein Kompressionsmieder tragen.

2 Wochen vor der Operation sollten Patientinnen/Patienten das Rauchen einstellen, um eine optimale Wundheilung zu gewährleisten. Die normale Arbeits-/ Gesellschaftsfähigkeit wird bei regulärem Verlauf 4-6 Wochen nach dem Eingriff erreicht.

Nach einer persönlichen Beratung und Untersuchung, bei der mögliche Risiken und eventuell vorhandene Begleiterkrankungen, wie z.B. Bauchwandbrüche erörtert werden, wird ein spezielles Operationskonzept festgelegt.

Bei medizinischen Indikationen erfolgt eine vollständige oder teilweise Kostenübernahme des Eingriffs durch die Krankenkasse. Bei stark ausgeprägter Dickleibigkeit erfolgt die Bauchdeckenstraffung nach Normalisierung des Körpergewichtes, ggf. auch als Folgeeingriff einer  Fettabsaugung der Bauchdecke.