Nierenzellenkarzinom

Die Begriffe Nierentumor oder Nierenkrebs umfassen alle Krebsarten in diesem Organ. Der in diesem Organ am häufigsten vorkommende Krebs ist das Nierenzellkarzinom und entsteht aus dem Nierenfunktionsgewebe. Für diese Tumorart werden wir jährlich durch die DKG zertifiziert. Die folgende Patienteninformation soll ihnen hierzu Hinweise und Empfehlungen geben.

Nierenzellkarzinome entwickeln sich aus dem Funktionsgewebe der Niere.  Es gibt einige Erkrankungen die mit einem erhöhten Auftreten dieser Krebsart einhergehen, hierzu zählen genetische Erkrankungen wie v.Hippel-Lindau-Erkrankung, aber auch die Dialyse, das Rauchen oder die  regelhafte Diuretikaeinnahme steigern die Wahrscheinlichkeit diese Erkrankung zu bekommen. Das durchschnittliche Alter liegt bei Diagnosestellung bei 66 Jahren, Männer sind doppelt so häufig von dieser Krebsart betroffen.

 

In einer frühen Situation macht dieser Tumor keine Beschwerden.  Durch die hohe Rate an zufällig gefundenen frühen Tumoren,  ist es häufig möglich den Tumor unter Belassung einer Restniere, als sog. Teilentfernung,  zu entfernen. Im Vorfeld einer Therapie ist eine Computertomographie des Bauches und, bei Nierentumoren über 4 cm, zusätzlich des Brustkorbes. Bei einem Tumorwachstum über die Niere hinaus, können weitere bildgebende Untersuchungen mittels MRT notwendig sein.

 

An unserer Klinik werden die Teilentfernungen durch einen Zugang in der Flanke erreicht. Muss die Niere aber aufgrund der Lage oder der Größe des Tumors mit entfernt werden, so steht uns hierzu die Laparoskopie zur Verfügung.  Bei Patienten mit erheblichen Nebenerkrankungen für die chirurgische Therapie, besteht an unserem Haus bei kleinen Tumoren die Möglichkeit der Tumorverödung mittels Radiofrequenzablation.

 

Wenn Tochtergeschwulste vorliegen, dann ist  eine Heilung nicht mehr erreichbar. In dieser Situation ist es manchmal sinnvoll einzelne Metastasen chirurgisch zu entfernen, mit moderne medikamentöse Therapieverfahren können wir fortgeschrittene Tumore zurückdrängen. Bei fortgeschrittenen Tumoren setzen wir auf die enge Zusammenarbeit mit den ambulant tätigen Kollegen in der Therapie.