Behandlung von Knochenbrüchen im Gesichts- und Schädelbereich

Knöcherne Gesichts- und Schädelverletzungen sind Folge von Verkehrs-, Freizeit-, Sport- und Arbeitsunfällen oder von Rohheitsdelikten. Eine operative Versorgung ist aus funktionellen und/oder kosmetischen Gründen meist erforderlich.

Zu den möglichen funktionellen Auswirkungen eines Knochenbruchs zählen Doppelbildsehen, Nasenatmungsbehinderung, Riechstörungen oder Gefühlsstörungen im Gesichtsbereich. Nachteilige kosmetische Folgen können ein bleibender Schiefstand der Nase oder die Abflachung einer Gesichtsregion sein.

Allerdings muss nicht jede Fraktur von Gesichts- oder Schädelknochen operativ versorgt werden. Bei kleineren Frakturen oder Frakturen, deren Bruchstücke kaum gegeneinander verschoben sind, genügt eventuell eine konservative Behandlung mittels abschwellender Maßnahmen und Schmerzmittel.

Sind allerdings deutliche Verschiebungen der Knochenenden gegeneinander eingetreten, müssen diese operativ korrigiert werden. Hierbei wird der Knochen zunächst in seine alte Lage gebracht (Reposition), die anschließend ggf. durch eine Titanplatte stabilisiert wird (Osteosynthese). Bei Verletzungen der Schädelbasis kann eine Zerreißung der Hirnhaut vorliegen, die einen Austritt von Hirnwasser zur Folge hat. Diese muss meist chirurgisch verschlossen werden, um spätere Hirnhautentzündungen zu verhindern.

Die Diagnostik von Mittelgesichtsfrakturen erfolgt üblicherweise durch eine Computertomographie des Schädels.

Alle Eingriffe erfolgen in Vollnarkose über Zugangsschnitte, welche später kosmetisch keine Beeinträchtigung darstellen. Eingebrachte Fremdmaterialien (Titanplatten und Schrauben) können in der Regel im Körper verbleiben.

Prof. Dr. med. Martin Christoph Jäckel

Chefarzt Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Prof. Dr. med. Martin Christoph Jäckel

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