Im Bereich der operativen Andrologie bieten wie Ihnen alle gängigen Verfahren an. Hierzu zählen insbesondere:

  • Ambulante Operationen (Vasektomie, Zirkumzision, Frenulotomie)
  • Operative Korrektur der Penisverkrümmung bei IPP
  • Implantation einer Schwellkörperprothese
  • Implantation von Hodenprothesen
  • Medikamentöse Therapie

 

 

Ambulante Operationen: Vasektomie, Zirkumzision, Frenulotomie
Diese operativen Eingriffe können wir wir bei Ihnen ambulant durchführen. In einem ersten Vorstellungstermin in unserer Urologischen Ambulanz werden Sie mit einem unserer Ärzte über den bevorstehenden Eingriff sprechen und umfassen aufgeklärt. Am eigentlichen Tag der Operation kommen Sie unmittelbar vor dem Eingriff zu uns. Die Operation führen wir entweder in schonender Lokalanästhesie oder auf Wunsch selbstverständlich auch in Vollnarkose durch.

 

Bei der Vasektomie (Sterilisations-OP) wird der Operateur nach lokaler Betäubung einen kleinen Schnitt beidseits am Hodensack durchführen. Durch diese knapp einen Zentimeter messende Öffnung wird der Samenstrang sicher dargestellt, durchtrennt und ein Teil entfernt. Dadurch können wir einer spontane Readaptierung vorbeugen. Nach der Operation herrscht jedoch noch kein unmittelbarer Schutz vor einer ungewollten Vaterschaft. Erst durch mindestens zwei Spermiogramme ca. 1-3 Monate nach dem Eingriff wird eine sichere Sterilität dokumentiert.

 

Die Zirkumzision (operative Entfernung der Vorhaut) führen wir bei Ihnen durch, wenn sich die Vorhaut aufgrund einer sog. Phimose (Verengung der Vorhaut) nicht mehr zurückschieben lässt. Hierbei wird nach sicherer lokaler Betäubung des Penis, diese zirkulär entfernt und die Wundränder vernäht. Durch die Verwendung von selbst resorbierendem Nahtmaterial müssen die Fäden nach der Operation nicht entfernt werden. Bereits am Folgetag des Eingriffs können Sie wie gewohnt duschen. Ihr niedergelassener Urologe begleitet in nachfolgenden Wundkontrollen den komplikationslosen Heilungsverlauf.

 

Operative Deviationskorrektur bei IPP
Bei der Induratio penis plastica (IPP) handelt es sich um eine Deviation des Penis aufgrund bindegewebiger Plaques im Bereich der Schwellkörperhüllen. Diese können unterschiedlichsten Ursprungs sein. Die Diagnose der Erkrankung setzt sich zusammen aus einer ausführlichen Anamnese, klinischen Untersuchung sowie des hochauflösenden Ultraschalls des Penis.

Die Therapie dieser Erkrankung richtet sich entscheidend nach dem Stadium in dem Sie sich befinden. Befindet sich die Erkrankung noch in der aktiven Phase, ist ein konservatives Prozedere mit Medikamentöser Therapie zu verfolgen. Hier kommen Medikamente wie z.B. Paraaminobenzoesäure (Potaba®) zum Einsatz. Alternativ besteht die Möglichkeit der intraläsionalen Infiltrationstherapie, bei der Medikamente direkt in den Bereich des Plaques injiziert werden. In der stabilen Phase der Erkrankung ist die operative Korrektur der Deviation die Therapie der Wahl, mit exzellenten Langzeitergebnissen. Hierzu stehen unterschiedliche Techniken zur Verfügung, die alle bei uns durchgeführt werden können.

 

Operation nach Nesbit: hier gelingt die Begradigung durch einen ovalären Schnitt und Naht an der konvexen Seite des Penis.

Operation nach Schröder/Essed: hierbei wird mittels einer Naht eine Raffung der Bindegewebshülle des Schwellkörpers (Tunica albuginea) durchgeführt. Somit wird die Begradigung durch eine Verkürzung der Schwellkörperwand erreicht, was immer mit einer gewissen Verkürzung des Penis einhergeht.

Plaqueexzision und Graftdeckung: hierbei wird der Plaque freigelegt und inzidiert. Durch die Inzision entsteht jedoch ein Gewebedefekt, der in der Folge mit Ersatzgewebe gedeckt wird.

Welches Operationsverfahren in Ihrem Fall in Frage kommt hängt von vielen Parametern wie z.B. dem Ausmaß der Verkrümmung ab. In einem ausführlichen Gespräch werden wir Ihnen nach Zusammenschau aller Befunde die für Sie optimale Therapie empfehlen.

 

 

Implantation einer Schwellkörperprothese
Die operative Implantation einer Schwellkörperprothese führen wir durch bei der therapieresistenten erektilen Dysfunktion. Die hydraulische Penisprothese besteht im Wesentlichen aus drei Bauteilen: dem Schwellkörperimplantat, Reservoir sowie der Pumpe. Die Pumpe wird dabei im Hodensack implantiert. Durch mehrfaches Betätigen dieser, kann nun die Flüssigkeit aus dem Reservoir (Kochsalzlösung) – das in den Unterbauch implantiert wird – in die Schwellkörperimplantate gepumpt und somit eine in Länge und Umfang expandierende Gliedsteife erzielt werden.

Die Prothese selber zeichnet sich durch ihre Langlebigkeit sowie ihre einfache Bedienbarkeit aus.