Wer leidet mehr – der Mann unter der Grippe oder die Frau unter dem erkrankten Mann?
Pressemitteilung
Chefärztin Dr. med. Rebecca Wiesner weiß, wann es wirklich kritisch (für ihn) ist

Wer leidet mehr – der Mann unter der Grippe oder die Frau unter dem erkrankten Mann?

Schwelm

Sie kommt von jetzt auf gleich: heiß, hartnäckig und umwerfend – die Grippe! Besonders häufig betroffen sind tatsächlich Männer, denn an dieser Stelle spielen die Hormone ihnen einen Streich, wodurch sie anfälliger für Infektionen sind.

Die meisten Frauen kennen es nur allzu gut: Erkältungssymptome wie Fieber, Husten, Schnupfen, Heiserkeit strecken das starke Geschlecht ganz schnell nieder. Doch mal ernsthaft betrachtet, kann eine augenscheinliche Erkältung tatsächlich böse enden. Das Helios Klinikum Schwelm hat die Fach-Frau zum Thema befragt: Dr. med. Rebecca Wiesner, Chefärztin der Klinik für Intensivmedizin weiß, dass – trotz Augenzwinkern – mit der (Männer-)grippe nicht zu spaßen ist.

Eine „echte Grippe“ beginnt schlagartig. Gerade noch fühlte sich die betroffene Person gut und plötzlich beginnen Kopf- und Gliederschmerzen. Die Opfer bekommen Fieber und möchten nur noch ins Bett. Das Geschlecht spielt dabei keine Rolle. „Es gibt Symptome, die sowohl bei Erkältungen als auch bei Grippe vorkommen. Fieber ist jedoch häufig ein Anzeichen für eine beginnende Grippe, und tritt bei normalen Erkältungen eher selten oder als leicht erhöhte Temperatur auf“, erklärt Dr. med. Rebecca Wiesner. „Auch sind Kopf- und Gliederschmerzen bei einer Grippe viel ausgeprägter, gehen mit Schüttelfrost einher und das Abgeschlagenheitsgefühl ist über Tage stärker.“

Die Grippe kann auch gefährlich werden

Eine Grippe wird durch sehr angriffslustige Influenzaviren hervorgerufen. Diese machen auf der Atemwegsschleimhaut quasi den Weg frei für andere Erreger wie Pneumokokken oder Staphylokokkus aureus. Diese Krankheitserreger haben es dann wiederum leichter und lösen ihrerseits beispielsweise Mittelohr-, Lungen- oder Herzmuskelentzündungen aus. „Die Viren sind hoch ansteckend“, weiß die Intensivmedizinerin. Wen es erwischt, der solle auf jeden Fall zu Hause bleiben und sich vor allem richtig auskurieren.

Die Grippe betrifft den ganzen Körper und selbst junge, gesunde Menschen können für eine Woche mit schwerem Krankheitsgefühl ans Bett gefesselt sein. Gefährlich wird es eben dann, wenn eine Grippe verschleppt wird und der Virus noch einen bakteriellen Infekt nach sich zieht

Dr. med. Rebecca Wiesner, Chefärztin der Klinik für Intensivmedizin

Schwere Krankheitsverläufe, die im schlimmsten Fall auch tödlich enden können, treten vor allem bei Risikopatienten auf: Dazu gehören Menschen, die älter als 60 Jahre sind, Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Immundefekten, Diabetes oder chronischen Herz- oder Lungenleiden. Vorsichtig sollten zudem auch Schwangere sein.

Was tun bei Grippe?

Jährlich erkranken je nach Virustyp bis zu 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland an Grippe. Während der Grippewelle 2015/16 kam es laut Robert-Koch-Institut zusätzlich zu mehr als 20.000 Todesfällen - vor allem bei älteren Menschen und bei Menschen mit anderen Erkrankungen. Eine Grippeimpfung ist natürlich die beste Maßnahme, um nicht angesteckt zu werden. Ganz oben auf der „Anti-Grippe-Checkliste“ steht vor allem auch die Händedesinfektion, um Übertragungen zu vermeiden. Zudem sollten die Abwehrkräfte durch vitaminreiche Nahrung gestärkt werden. Inhalieren wirkt sich positiv auf Husten- und Schnupfenbeschwerden aus und Wadenwickel können hohes Fieber senken. „Besonders wichtig ist das Trinken. Mindestens zwei Liter Wasser oder Tee sollten es täglich sein“, sagt Dr. Rebecca Wiesner. „Dann hat der Organismus ausreichend Flüssigkeit, um die Schleimhäute feucht zu halten. Das ist wichtig, um Krankheitserreger früh abzufangen und sie mit dem Schleim der Atemwege wieder hinauszubefördern.“ Bei plötzlicher Abgeschlagenheit sollte der Weg zum Hausarzt führen, denn je früher Medikamente den Viren den Kampf ansagen, desto besser kann eine echte Grippe eingedämmt werden.

Warum leiden Männer anders als Frauen?

Das Klischee vom Mann, der bei einer Schnupfnase und dem ersten Halskratzen gleich schwere Qualen erleidet, hält sich hartnäckig. „Da spielen ein anders arbeitendes Immunsystem und verschiedene Hormone sicherlich eine große Rolle. Weibliche Hormone steigern, im Gegensatz zu männlichen, die Immunabwehr“, erklärt Dr. Rebecca Wiesner. „Doch wie sich man(n) seinem Schicksal hingibt, bleibt letztlich jedem selbst überlassen.“

Das Helios Klinikum Schwelm wünscht allen Betroffenen, ganz gleich welchen Geschlechts, gute Besserung und allen anderen eine gute Immunabwehr. Bleiben Sie gesund!

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr  als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.  

In Deutschland hat Helios 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. Helios ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Helios versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.  

Quirónsalud betreibt 44 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro. 

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