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„Info-Hotline“ für Schmerzbetroffene und Besichtigung der Schmerzklinik
Pressemitteilung

„Info-Hotline“ für Schmerzbetroffene und Besichtigung der Schmerzklinik

Schwelm

Kostenfreie Schmerzhotline am 5. Juni 2018 von 10:00 bis 11:00 Uhr; von 11:00 bis 13:00 Uhr Besichtigung der Schmerzklinik möglich

Etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen. „Sie können jeden treffen“, sagt Dr. Margaret Schönewolf, Leitende Oberärztin der Klinik für Anästhesie, perioperative Medizin und Schmerztherapie am Helios Klinikum Schwelm. „Wer gegen zermürbende Schmerzen kämpft, lernt während des stationären Aufenthaltes in Schwelm Entspannung und neue Gewohnheiten als starke Verbündete kennen.“

Im Rahmen des bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ am 5. Juni 2018 der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. beantwortet Dr. Margaret Schönewolf deshalb die Fragen der Anrufer über eine Schmerz-Hotline. Die Expertin ist von 10:00 bis 11:00 Uhr unter der kostenfreien Hotline 0800 18 18 120 zu erreichen. Im Anschluss haben Interessierte zwischen 11:00 und 13:00 Uhr die Möglichkeit, die Räumlichkeiten der Schmerzklinik im Helios Klinikum Schwelm, Dr.-Moeller-Straße 15, zu besichtigen.

Ich werde informieren und eine Hilfestellung geben. Natürlich ersetzt ein Anruf nicht die Beratung und Behandlung beim Hausarzt. Nur über den niedergelassenen Arzt ist auch der Zugang zur ambulanten oder stationären Schmerztherapie möglich.

Dr. Margaret Schönewolf, Leitende Oberärztin der Klinik für Anästhesie, perioperative Medizin und Schmerztherapie

Auch wenn es für den Betroffenen nur schwer zu akzeptieren ist - Schmerzen haben eigentlich einen Sinn und Zweck: Sie zeigen dem Körper Überlastungen an oder Beschädigungen des Körpers, etwa nach einer Operation oder bei einem gebrochenen Bein. „Dann ist es normal, wenn es weh tut“, sagt Dr. Margaret Schönewolf. „Unser Körper warnt uns, dass etwas nicht in Ordnung ist.“ Im Gegensatz dazu haben chronische Schmerzen meist keine Warnfunktion. Zum Beispiel an der Wirbelsäule: Manche Menschen können sogar Verkrümmungen gut aushalten. Sie haben starke Muskeln, die die Wirbelsäule stützen und Schmerzen vorbeugen. Bei anderen können feine Nervenzellen in die Bandscheiben hineinwachsen. Wenn dann alltägliche Bewegungen der gesunden Wirbelsäule auf die Bandscheiben übertragen werden, löst das Schmerzsignale aus. Schönewolf: „In diesem Fall macht der Schmerz für den Körper aber keinen Sinn. Bandscheiben sind dazu da, Bewegungen abzufedern wie ein Stoßdämpfer beim Auto.“ Aber auch Migräne, chronische Schmerzen nach Gürtelrose oder Fibromyalgie werden hier professionell behandelt. 

Chronische Schmerzen können vielerlei nichtorganische Ursachen haben: Stress am Arbeitsplatz, familiäre Konflikte und Überlastungen, finanzielle Schwierigkeiten oder ständige Anspannung. Wer in eine Schmerzklinik kommt, hat meist einen langen Leidensweg hinter sich. Als „chronisch“ gilt ein Schmerz dann, wenn er mindestens sechs Monate besteht. In der Klinik sind die Erwartungen an Ärzte und Therapeuten in der Regel groß. 14 Tage haben Ärzte und Patienten Zeit, Veränderungen anzustoßen. So lange dauert der gemeinsame stationäre Aufenthalt einer Gruppe im Helios Klinikum Schwelm. „Der gesamte Aufenthalt wird unter Alltagsbedingungen durchgeführt, so dass möglichst keine Krankenhaus-Atmosphäre entsteht“, erläutert die Fachärztin für Schmerztherapie. 

In der Schmerzklinik lernen die Patienten, sich auf Dinge außerhalb ihrer Schmerzen zu konzentrieren. „Hier setzen wir auf Bewegungstherapien wie die Physiotherapie, Nordic Walking oder Entspannungsübungen in der Gruppe“, berichtet die Ärztin. Ergotherapeuten geben Hilfestellungen, wie die Patienten Alltagsaufgaben erledigen können, auch wenn sie unter körperlichen Einschränkungen leiden. „Die Therapie funktioniert nur dann, wenn die Patienten bereit sind, Gewohnheiten zu ändern“, betont die Leitende Oberärztin: „Wenn Bewegungen Schmerzen verursachen, ist es normal, dass man diese Bewegung lieber vermeidet. Aber Muskeln lockern sich nur dann, wenn man sie bewegt, sie dehnt, wärmt und letztlich besser durchblutet. Diese Kette gilt es in Gang zu setzen. Im positiven Fall erkennen die Patienten nach und nach, dass es für sie möglich ist, schmerzfreie Bewegungen auszuführen. Manche Patienten müssen regelrecht lernen, sich wieder zu freuen.“

Oft ist es für Schmerzpatienten verlockender, eine Tablette zu schlucken, als gelernte Veränderungen umzusetzen. Und ganz ohne Medikamente kommt die Abteilung für Schmerztherapie in Schwelm auch nicht aus. Jedoch: Klassische Schmerzmittel sind für den akuten Fall gedacht, sie haben bei längerer Anwendung Nebenwirkungen. Einige Patienten können nach der Therapie komplett auf Medikamente verzichten, weil sie grundlegend ihr Verhalten ändern oder weil die Schmerzen so schwach geworden sind, dass sie keine Medikamente mehr brauchen.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr  als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. In Deutschland hat Helios 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. Helios ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Helios versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

Quirónsalud betreibt 44 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der Helios Unternehmenszentrale ist Berlin.

Pressekontakt:

Sandra Lorenz

Unternehmenskommunikation

Telefon: (02336) 48-1601

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