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Wenn die Ferse schmerzt

Fersenschmerzen zählen zu häufigsten Fußbeschwerden. So leiden seriösen Schätzungen zufolge mehr als 60 Prozent alle Menschen mindestens einmal in ihrem Leben an Fersenschmerzen. Diese können aber verschiedene Ursachen haben.

Die beiden häufigsten Krankheitsbilder, die zu Fersenschmerzen führen sind:

  • eine Plantarfasziitis / ein Fersensporn
  • eine Reizung der Anheftung der Achillessehne am Fersenbein.


Plantarfasziitis / Fersensporn

Die Muskulatur der Fußsohle ist im hinteren Bereich am Fersenbein angeheftet. An der Grenze zur Fußsohle findet sich eine Sehnenplatte, eine flache Sehne, die direkt der Muskulatur aufliegt. Patienten, die hier eine Reizung (Plantarfasziitis) entwickelt haben, leiden nicht selten unter starken Schmerzen.

Ein Fersensporn ist dagegen eine kleine Knochenbildung am unteren Fersenbein. Bei vielen Patienten ist ein solcher knöcherner Sporn erkennbar, ohne dass Patienten Schmerzen haben. Fersensporn und Plantarfasziitis bezeichnen demnach unterschiedliche Probleme, werden von unseren Patienten aber häufig als ein Problem wahrgenommen. Daher muss der Fersensporn in der Regel nicht behandelt werden.

Die Reizzustände können dagegen verschiedene Ursachen haben. Häufig ist eine (zeitweise) Überlastung des Fußes der Auslöser. Durch die Reizung ist der Fuß kaum noch belastbar, sodass bereits alltägliche Bewegungen ausreichen, um den Reizzustand aufrecht zu erhalten. Häufig heilt der Reizzustand aber dennoch von alleine wieder ab. Dies kann allerdings langwierig sein; durch Dehnübungen, Medikamente und andere Maßnahmen können Patienten aber die Heilung weiter beeinflussen.

Sollte die Reizung nicht von allein abklingen, besteht die Möglichkeit zur Operation. Dabei wird die Sehnenspannung vermindert und der ggf. vorhandene Fersensporn abgetragen. Nach der Operation darf der Fuß für ca. zehn Tage nur eingeschränkt belastet werden



Achilliessehen

Auch Sehnengewebe altert und lässt sich darüber hinaus – anders als unsere Muskeln – nicht trainieren. Daher leiden vor allem Sportler in den mittleren Jahren  an einem überlastungsbedingten Verschleiß der Sehne, die durch entzündliche Prozesse vernarbt. Neben einem Verschleiß der Achillessehnen klagen Patienten oft auch über eine Reizung der Achillssehne im Bereich des oberen Endes des Fersenbeins oder direkt im Bereich der Anheftung der Achillessehne am Fersenbein.

Die Achillessehne ist im unteren Anteil des Fersenknochens fest mit dem Knochen verbunden und liegt im hinteren oberen Anteil dem Knochen auf. Ähnlich wie beim bekannten „Tennisarm“ können hier Reizungen der Anheftung der Achillessehne am Fersenknochen entstehen, die äußerst schmerzhaft sind. Meisten reichen hier konservative Behandlungsoptionen wie Ruhigstellung oder die Einnahme von Medikamente aus, um wieder schmerzfrei zu werden.

Operiert werden muss aber in der Regel nur bei einem Abriss der Achillessehne, der aber durch die vorgenannten Beschwerden begünstigt werden kann. Nur so kann die Funktion der Achillessehnen schnellstmöglich wieder hergestellt werden, ohne dass die weitere Beim- und Fußmuskulatur beispielsweise zurückbildet.