Wenn die Psyche leidet: Hilfsangebote für Kinder- und Jugendliche

Wenn die Psyche leidet: Hilfsangebote für Kinder- und Jugendliche

Schleswig

Der jüngste DAK-Gesundheitsreport zeigt: ein Viertel aller Schulkinder in Schleswig-Holstein leiden unter psychischen Problemen. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen Verhaltensstörungen wie ADHS, Entwicklungsstörungen, aber auch Depressionen. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am Helios Klinikum Schleswig bietet hier ein umfassendes Behandlungsanbot: von ambulant bis stationär.

"Das ist nur ein pubertäres Verhalten". "Sie will nur ihre Grenzen austesten". "Das ist nur eine Phase". Sätze, die nicht selten von Eltern kommen, wenn sich der Nachwuchs mal anders verhält. Doch was, wenn mehr dahintersteckt? Eltern sollten wachsam sein und ihr Kind und deren Ängste und Sorgen ernst nehmen. "Viele Kinder leiden still", meint Dr. Martin Jung, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in Schleswig. "Wir möchten Eltern die Angst nehmen, Hilfe für ihr Kind in Anspruch zu nehmen".

Für den Psychiater sind die aktuellen Ergebnisse des Gesundheitsreports nicht überraschend. Etwa 20 % der Kinder leiden im Laufe des Lebens an behandlungsbedürftigen psychischen Problemen, nur ein Teil davon wird tatsächlich ärztlich vorgestellt. Er beobachtet zudem Verschiebungen in den Anfragen: "Wir sehen sehr kleine Kinder mit hochgradigen Störungen und Jugendliche, die hochgradig suizidal sind."

Mit dem Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie und einem neuen Behandlungskonzept reagiert das Team um Dr. Jung auf diese Veränderungen: Im neuen Bettenhaus leben die Kinder und Jugendlichen in kleineren Einheiten, die den Charakter von Wohngruppen haben. "Wir können die Gruppen nach Krankheitsbildern belegen, etwa für Depression, Schmerzpatienten oder für Anorexie", erklärt der Experte. "Darüber hinaus verfolgen wir bei der Behandlung in Schleswig einen ganzheitlichen Therapieansatz." Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen und Pflegekräften unterstützt die Kinder- und Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer seelischen und körperlichen Probleme. "Unsere Patienten erhalten neben gesprächstherapeutischen Angeboten auch Bewegungs- und Kreativtherapeutische Angebote. Diese erfolgen als Einzel- oder Gruppentherapie", so Dr. Jung. Zudem wird das familiäre Bezugssystem in die Behandlung mit eingebunden.

Wann sollten Eltern aufmerksam werden und sich Rat bei einem Experten suchen? "Je früher, desto besser", empfiehlt der Chefarzt. Zeigt ein Kind oder Jugendlicher Verhaltensauffälligkeiten bieten Kinderärzte, niedergelassene Kinder- und Jugendpsychiater oder auch Kinder- und Jugendpsychiatrische Ambulanzen wie die Kinder- und Jugendpsychiatrische Institutsambulanz in Schleswig oder Husum der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Helios Klinikum Schleswig erste Hilfestellungen. "Ob ambulant oder stationär - bei allen Behandlungen gilt: rechtzeitig Strategien zu entwickeln, um den Kindern und Jugendlichen optimal helfen zu können", meint der Experte.

Über die Klinik:
Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist eines von vier fachlichen psychiatrischen Zentren für Kinder und Jugendliche in Schleswig-Holstein und zählt zu den größten bundesweit. Sie versorgt jährlich rund 1.500 stationäre und 6.500 ambulante Patienten. Das Aufgabengebiet umfasst die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation von psychischen, psychosomatischen und neurologischen Krankheiten. Ergänzt wird das stationäre Angebot durch zwei Tageskliniken mit jeweils zehn Plätzen in Schleswig und Husum.

Kontakt:
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Friedrich-Ebert-Str. 5a
24837 Schleswig
Tel: 04621 83-0
Institutsambulanz: 04621 83-1606
www.helios-gesundheit.de/schleswig

---------------------------------------------------------------------------------

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks "Wir für Gesundheit". Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

-----------------------------------------------------------------------------

 

Pressekontakt:
Andrea Schumann
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
Pressesprecherin
Telefon: (04621) 812-1905
Mobil: (0152) 227 171 87
E-Mail: andrea.schumann2@helios-gesundheit.de