Im Ernstfall für Sie da: Behandlung in Akut- und Notfallsituationen im Helios Klinikum Schleswig

Im Ernstfall für Sie da: Behandlung in Akut- und Notfallsituationen im Helios Klinikum Schleswig

Schleswig

Das Thema Coronavirus und die Vorbereitung auf mögliche Patientenaufkommen scheint in diesen Zeiten vorherrschend in Krankenhäusern zu sein. Doch auch Patienten mit akuten Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen plötzlich auftretenden Erkrankungen müssen weiterhin unverzüglich medizinisch versorgt werden. Im Helios Klinikum Schleswig ist die Behandlung in Akut- und Notfallsituationen rund um die Uhr sichergestellt. Die Experten appellieren an Betroffene Warnsignale ernst zu nehmen und sich in medizinische Hände zu begeben.

Die Verunsicherung ist groß. Immer mehr Patienten meiden den Gang ins Krankenhaus - aus Angst, sich dort mit COVID-19 zu infizieren. Die Mediziner im Helios Klinikum warnen davor, Beschwerden zu verschleppen und raten, weiterhin ins Krankenhaus zu kommen. Dazu gehören Patienten mit Atemnot, Brustschmerzen, Krampfanfällen oder auch starken Schmerzen. "In unserer Notaufnahme können und wollen wir weiterhin Patienten mit akuten Beschwerden versorgen", sagt Dr. Marco Kaulfuß, Leiter der Zentralen Notaufnahme im Helios Klinikum Schleswig. "Wir haben die entsprechenden Kapazitäten, und alle relevanten Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um das Ansteckungsrisiko für Patienten und Mitarbeiter weitestgehend einzudämmen."

Entzerrte Wartebereiche, spezielle Isolationsräume in der Zentralen Notaufnahme, Hinweisschilder zur Händedesinfektion und Abstandsregelungen sowie Schutzkleidung sind nur einige der Maßnahmen. Zudem befindet sich vor dem Eingang der Zentralen Notaufnahme eine Art Container-Schleuse. Diese durchlaufen alle Patienten, die in die Notaufnahme, die Berufsgenossenschaftliche Sprechstunde oder aber zur KV-Anlaufpraxis möchten. "Die Patienten werden im Container von einem eigenen Pflege- und Ärzteteam voreingeschätzt", erklärt Dr. Kaulfuß das Verfahren. Bei einem begründeten Verdacht auf COVID-19 oder aber verdächtigen Symptomen werden die entsprechenden Quarantäne- und Schutzmaßnahmen eingeleitet.

Im Ernstfall zählt jede Minute - das wissen auch Priv.-Doz. Dr. Frederick Palm, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Prof. Dr. Dietmar Krüger, Chefarzt der Klinik für Kardiologie. "Immer wieder erleben wir Patienten, die bei einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zögern den Rettungsdienst über die Nummer 112 zu rufen", sagt Priv.-Doz. Dr. Frederick Palm. Dabei gilt: Je früher ein Patient medizinisch versorgt wird, umso besser sind die Chancen, dass er einen Schlaganfall oder Herzinfarkt ohne größere Beeinträchtigungen übersteht. Daran hat sich auch in Zeiten von Corona nichts geändert. "Wir müssen den Menschen die Angst nehmen, sie müssen wissen, dass sie im Ernstfall in unserem Krankenhaus gut und richtig versorgt werden", meint Prof. Dr. Dietmar Krüger.

Bei Schlaganfall und Herzinfarkt nicht zögern

Typische Anzeichen für einen Herzinfarkt sind heftige Schmerzen im Brustkorb, die länger als 15 Minuten anhalten und in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen können. Viele Patienten spüren außerdem ein Engegefühl oder heftigen Druck oder Brennen im Brustkorb. Weiterhin können Atemnot, Übelkeit, Brechreiz, Angst, Schwächegefühl, blasse Gesichtsfarbe, kalter Schweiß und Bewusstlosigkeit auftreten. "Auch bei atypischen Beschwerden, die bei körperlicher Ruhe mehr als fünf bis zehn Minuten anhalten, sollte der Rettungsdienst informiert werden", weiß Prof. Krüger. Denn: Während die Brustschmerzen bei Männern meist in die linke Körperhälfte ausstrahlen, haben Frauen eher Beschwerden im rechten Arm oder im rechten Schulter-/Rückenbereich. Bei Frauen treten häufiger Schmerzen, Ziehen und Druckgefühl im Oberbauch auf. Auch bewegungsabhängige Brustschmerzen, die aus der Wirbelsäule ausstrahlen, können bei Frauen ein Anzeichen für einen möglichen Herzinfarkt darstellen.

"Bis der Rettungsdienst vor Ort ist, sollte man den Betroffenen nicht alleine lassen, ihn beruhigen und mit ihm sprechen," sagt Palm. Bei Schlaganfallpatienten gilt: Dem Patienten auf gar keinen Fall etwas zu trinken oder zu essen geben. Infolge des Schlaganfalls kann das Schlucken beeinträchtigt sein, sodass der Betroffene im schlimmsten Fall ersticken könnte. "Zu den wichtigsten Symptomen, an denen man einen Schlaganfall erkennen kann, zählen eine plötzliche einseitige Lähmung, die eine gesamte Körperhälfte oder nur einen Arm, ein Bein oder eine Hand betreffen kann. Auch ein einseitiges Taubheitsgefühl in Arm, Bein oder Gesicht, ein einseitig herabhängender Mundwinkel und eine gelähmte Gesichtshälfte können auf einen Schlaganfall hindeuten", so der Experte. Darüber hinaus gehören Sehstörungen wie verschwommenes, doppeltes oder eingeschränktes Sehen, Sprech- und Schluckstörungen, Störungen des Gleichgewichtes (unsicherer Gang und Schwindel) sowie plötzlich auftretende, extreme Kopfschmerzen, die zum Teil von Übelkeit begleitet werden, zu den Anzeichen eines Schlaganfalls.

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 110.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien. Rund 21 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2019 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,2 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 123 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sieben Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,6 Millionen Patienten behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland fast 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks "Wir für Gesundheit". Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 51 Kliniken, 71 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15,4 Millionen Patienten behandelt, davon 14,6 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 37.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von über drei Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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